mini|Loer, etwa 1918 Rolf Loer (eigentlich Lawrence F. Koehler, auch Rolf Lör bzw. Rolf Loehr; * 19. Januar 1892 in Minneapolis, Minnesota; † 12. Oktober 1964 in Jackson Heights, New York) war ein deutsch-amerikanischer Schauspieler, Violinist und Musiklehrer.

Leben Sein wirklicher Name lautete Lawrence F. Koehler, sein Vater war der aus Hamburg nach Amerika ausgewanderte Dirigent Friedrich Ernst Georg Koehler (1868–1926)Foto (aus dem Verlag Hermann Leiser) und Kurzbiographie: , seine Mutter war Magdalena Koehler, eine geborene Oberth (1865–1957). Auch sein Bruder Clarence Franz Koehler (1896–1980) war Musiker: er komponierte. Da Lawrence F. für das Geigenspiel Talent zeigte, schickte ihn sein Vater nach Deutschland auf das Klindworth-Scharwenka-Konservatorium, wo er 1909 bei Arrigo Serato ein Studium begann, das er bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges fortsetzte.Orchestra Is on Paying Basis. In: Oregon Sunday Journal, 30. April 1916, S. 6.

Als junger Erwachsener lebte er bis in seine mittleren Jahre hinein in Berlin. Unter dem Bühnennamen Rolf Loer verkörperte er zur Stummfilmzeit in einer Reihe von Filmen der Deutschen Mutoskop & Biograph GmbH die Figur des Supergangsters Phantomas, den vor ihm Erich Kaiser-Titz gespielt hatte. Nach 1921/22 übernahm er aber auch andere Rollen. Er trat zusammen mit namhaften Darstellern seiner Zeit wie Victor Colani, Blandine Ebinger, Frydel Fredy, Hanni Reinwald, Conrad Veidt und Paul Westermeier vor die Kamera. Filme mit Loer sind zwischen 1917 und 1925 nachweisbar.

Loer kehrte noch vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges nach Amerika zurück. Dort trat er eine Stelle als Geiger beim Minneapolis Symphony Orchestra an, zog dann aber nach New York, wo er in Privatstunden Violinunterricht gab.Violin Lessons to be Given in New Pfalz. Anzeige in New Pfalz Independent & Times, 9. September 1953, S. 6.

Er starb im Oktober 1964 in Jackson Heights, New York, und ist dort auf dem Flushing Cemetery begraben, wo auch bekannte Musiker wie die Jazz-Trompeter Louis Armstrong (1901–1971) und Dizzy Gillespie (1917–1993) ruhen.

Filmografie 1917: Ein scharfer Schuss (Mitwirkung unsicher) 1918: Die Glocken der Katharinenkirche 1918: Die erwachende Venus 1918: Das gestohlene Hotel 1918: Ein nächtliches Ereignis 1918: Der Teilhaber 1918: Der gelbe Schatten 1918: Das Glück von Lindenberg 1918: Die Pokerpartie 1919: Um Diamanten und Frauen 1919: Die Dame im Auto 1920: Der Mann im Nebel 1920: Professor Larousse 1920: Das Doppelgesicht 1921: Urne Nr. 13 1922: Krawattenmacher – Der Wucherer von Berlin 1922: Gaukler der Straße 1923: Die Welt in Flammen (2 Teile) 1923: Er ist Dein Bruder 1923: Das gestohlene Hotel 1924: Deutsche Helden in schwerer Zeit 1925: Schicksal

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