Die Villa Luisenquelle in Glücksburg (Ostsee), mit der Adresse Paulinenallee 14 gehört zu den Kulturdenkmalen des Ortes.Denkmalliste Schleswig-Flensburg. Glücksburg (Ostsee), Stadt, Bauliche Anlagen, abgerufen am: 29. Juli 2020

Hintergrund Bauherrin der 1903–1905 errichteten Villa war Dora Petersen,Denkmalliste Schleswig-Flensburg. Glücksburg (Ostsee), Stadt, Bauliche Anlagen, abgerufen am: 29. Juli 2020 geborene Rickertsen. Die Familie war eine Glücksburger Institution. Dora Petersens Mann war der Flensburger Reeder Heinrich-Adolph Petersen (1843 bis 1899), der Handel mit China betrieb und sich in Glücksburg ehrenamtlich betätigte. Das Ehepaar hatte fünf Töchter. In der Petersenallee, die nach Heinrich-Adolph Petersen benannt wurde, baute die Familie das Wohnhaus Nr. 7. Für den Schwiegersohn kam später der Neubau einer Arztpraxis in der Rathausstraße Nr. 8 hinzu. Das prächtige Haus diente Glücksburg zeitweise als Rathaus. Nach dem Tod ihres Mannes leitete Dora Petersen die Geschäfte weiter. Sie starb im Jahr 1918.Flensburger Tageblatt: Glücksburg: Reeder-Villa wird umgebaut, vom: 6. Juni 2018

Direkt östlich des JungfernbergesBekanntmachung der Stadt Glücksburg vom 1. Oktober 2014, S. 2 (Karte) ließ sie freistehend die besagte „Reeder-Villa“Flensburger Tageblatt: Glücksburg: Reeder-Villa wird umgebaut, vom: 6. Juni 2018 errichten. Der repräsentative, zweigeschossige Putzbau erhielt ein schiefergedecktes Walmdach.Denkmalliste Schleswig-Flensburg. Glücksburg (Ostsee), Stadt, Bauliche Anlagen, abgerufen am: 29. Juli 2020 Der Besitz gelangte in die Familie von Bohlen und Halbach. Am 9. Mai 1942 verkaufte die Witwe Anna von Bohlen und Halbach die Villa für 65 000 RM an Wilhelm Barfknecht. Von seiner Witwe Grete Barfknecht erwarb 1956 die Flensburger Diako die Villa Luisenquelle. Anfang der 2000er Jahre verkaufte sie die Villa, die danach zum Spekulationsobjekt wurde. Ein Abriss und der Bau von Eigentumswohnungen waren zeitweise geplant. 2017 erwarb das Immobilienunternehmen Impeko mit Sitz in Glücksburg an der Rathausstraße die Villa, für die offenbar zuvor schon eine Erhaltungssatzung existierte.Flensburger Tageblatt: Glücksburg: Reeder-Villa wird umgebaut, vom: 6. Juni 2018 2019 wurde die Villa zudem aus geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Gründen sowie dem Grund, dass die Villa die Kulturlandschaft prägt, unter Denkmalschutz gestellt.Denkmalliste Flensburg. Bauliche Anlagen (Fassung vom: 12. Juli 2018) im Vergleich mit: Denkmalliste Flensburg. Bauliche Anlagen (Fassung vom: 18. März 2019) Dabei wurden auch der großzügige Villengarten, die geböschte Einfriedung, der hölzerne Gartenpavillon und eine Blutbuche geschützt.Denkmalliste Schleswig-Flensburg. Glücksburg (Ostsee), Stadt, Bauliche Anlagen, abgerufen am: 29. Juli 2020

Der neue Eigentümer begann noch im Jahr 2018 mit der Renovierung der Villa.Flensburger Tageblatt: Glücksburg: „Zu dominant“ – Baupläne gestoppt, vom: 11. Oktober 2018Flensburger Tageblatt: Glücksburg: Alte Reeder-Villa : Neubau auf Grundstück geplant, vom: 7. Juni 2019 Gleichzeitig wurde der Bau von Nachbargebäuden mit Eigentumswohnungen geplant. Für das Vorhaben kalkulierte der Investor eine Summe von rund 1,5 Millionen Euro.Flensburger Tageblatt: Glücksburg: Reeder-Villa wird umgebaut, vom: 6. Juni 2018Impeko. Projekt: Paulinenallee 14 in Glücksburg (Ostsee) Der Bau der Nachbargebäude erfolgte im Ergebnis jedoch nicht. Vielmehr befindet sich die Villa nun in Privatbesitz.

Einzelnachweise

Kategorie:Bauwerk in Glücksburg (Ostsee) Kategorie:Kulturdenkmal in Glücksburg (Ostsee) Luisenquelle Kategorie:Erbaut 1905 Kategorie:Wohngebäude im Kreis Schleswig-Flensburg