Johann Busmann (auch: Johannes Busmann und Bussmann sowie Buschmann oder Busmannus;Vgl. Normdateneintrag , abgerufen am 5. Januar 2022. geboren nach 1490 in Lübbeckeo. V.: Busmann, Johann in der Datenbank Niedersächsische Personen der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek [ohne Datum], zuletzt abgerufen am 24. Juli 2020 oder Hannover;Rudolph Ludwig Hoppe: Geschichte der Stadt Hannover … Mit zwei Ansichten und einem Grundriss. Verlag der Hellwingschen Hofbuchhandlung, Hannover 1845, S. 166; Digitalisat über Google-Bücher gestorben nach 1564) war ein deutscher evangelischer Geistlicher und Schriftsteller.
Leben Johann Busmann wurde im Hochstift Minden geboren, war ein Zeitgenosse des Theologen Martin Luther, den er tief verehrte, und zählte zu den bekannten Gelehrten seiner Zeit.Heinrich Wilhelm Rotermund: Busmann (Johann), in ders.: Das Gelehrte Hannover oder Lexikon von Schriftstellern und Schriftstellerinnen, gelehrten Geschäftsmännern und Künstlern, die seit der Reformation in und außerhalb der sämtlichen zum Königreich Hannover gehörigen Provinzen gelebt haben und noch leben, aus den glaubwürdigsten Schriftstellern zusammengetragen. Band 1, Schünemann, Bremen 1823, S. 328–329; Digitalisat über die Staats- und Universitätsbibliothek Bremen
Busmann besuchte in Münster die dortige Schule unter Timan Camener und Johann Murmel.
1537 hielt sich Busmann mutmaßlich in Wittenberg auf.
Ab 1544 lebte Johann Busmann in Hannover. Hier stand er im Austausch mit den beiden ersten lutherischen Bürgermeistern Anton von Barkhausen und Hinrich Bomhauer, aber auch in freundschaftlicher Beziehung mit Predigern wie Scarabäus, „Christopherus“ und anderen. Busmanns wichtigster hannoverscher Freund war jedoch Anton Corvinus, der ihn aufgrund von Busmanns Poesie an den Landesherrn empfahl, Erich II., Herzog von Braunschweig-Lüneburg. So gab Busmann unter anderem neben einem Carmen de laude Hannoverae („Gedicht zum Lob Hannovers“) auch ein Epithalamium auf die Hochzeit Erichs II. in den Jahren 1544 und 1545 heraus.
Vermutlich war Erichs II. Wechsel zum katholischen Glauben der Grund dafür, dass Busmann „als Lutherischgesinnter“ sich genötigt sah, die Stadt Hannover zu verlassen. Durch sein Wirken in Lübbecke, wo er 1564 noch lebte, förderte er dort das Interesse an Philosophie und die schönen Redekünste.
Schriften Poemata Qvaedam, Vitebergæ: per Nicolaum Schirlentz, 1537; Digitalisat über die Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB) Expostulatio cum obstinatis Papistis, quod sacri Evangelii doctrinam non recipiunt, eamque praedicari non sinunt, Hannoverae: Henningus Rudenus, 1544; Digitalisat über die ÖNB Carmen elegiacum ad illustriss. principem Albertum Marchionem Brandenburgensem ..., Vitebergae: Creutzer, 1545; Digitalisat über die Bayerische Staatsbibliothek (BSB) Regimen sanitatis ; Angliae olim regi a schola Salernitana vel Parisiensi scriptum, a praestantissimis quibusque medicis approbatum, nunc Germanicis rhythmis illustratum ..., Vitebergae: Georgium Rhau, 1546; Digitalisat über die BSB Carmen elegiacum ad ... principem Guilhelmum ducem Clivensem, Juliacensem, Montensem etc, Hannoverae: Henningus Rudenus, 1547; Digitalisat über die ÖNB
Einzelnachweise
Kategorie:Lutherischer Geistlicher (16. Jahrhundert) Kategorie:Person (Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers) Kategorie:Person des Christentums (Hannover) Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (16. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Latein) Kategorie:Lyrik Kategorie:Mitte (Hannover) Kategorie:Person (Lübbecke) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren im 15. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 16. Jahrhundert Kategorie:Mann