Ferdinand Schirren (* 27. August 1872 in Antwerpen; † 19. Februar 1944 in Molenbeek-Saint-Jean/Sint-Jans-Molenbeek) war ein belgischer Maler, Aquarellist und Bildhauer.

Biografie mini|In de tuin, 1906 mini|Stehende Frau, um 1920

Ferdinand Schirrens Eltern waren Einwanderer aus Riga (Lettland). Er studierte Bildhauerei an der Académie royale des Beaux-Arts de Bruxelles bei Jef Lambeaux.

Nach einer nervösen Depression begann er sich neben der Bildhauerei auch mit der Malerei, insbesondere in Aquarell zu beschäftigen. Dabei setzte er sich 1906 mit der strukturgebenden Wirkung von unvermischten Farbflecken auseinander, deren Expressivität allein die Kontur des Bildgegenstandes zu definieren vermag.

In den 1910er Jahren machte ihn seine Malerei neben Rik Wouters zu einem der wichtigsten Vertreter der Bewegung, die später als Brabanter Fauvismus bezeichnet wurde. 1912 veranstaltete er drei persönliche Ausstellungen. Er wurde Mitglied des „Labeur“-Künstlerverbandes.

Die Jahre 1914 bis 1921 verbrachte er in Paris. In dieser Zeit kehrte er vorübergehend zu konstruierteren und weniger fluiden Formen zurück, um einen eigenen expressionistischen Ausdruck zu finden.

In den letzten Lebensjahren beschränkte er sich auf Stilllebenmalerei. Er war der Vater des belgischen Komponisten, Musikers und Pädagogen Fernand Schirren (1920–2001).

Literatur

Schirren, Ferdinand. In: Dictionnaire des peintres belges (Online)

Weblinks

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Einzelnachweise

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