Georg Christoph Graf von Schlieben (* 5. Juni 1676 in Gerdauen; † 12. November 1748 in Berlin) war ein preußischer Staatsminister.

Leben Herkunft und Familie mini|Schloss Sanditten. Nach der Sammlung von Alexander Duncker-Berlin. 19. Jh. Georg Christoph von Schlieben war Angehöriger der preußischen Grafen von Schlieben zu Alt-Haus Gerdauen. Seine Eltern waren der am 9. August 1718 in Berlin in den erblichen preußischen Grafenstand erhobeneMaximilian Gritzner: Chronologische Matrikel der Brandenburgisch-Preußischen Standeserhöhungen und Gnadenacte von 1600–1873. Verlag Mitscher & Roestell, Berlin 1874, S. 18., preußische Landjägermeister, Erbhauptmann zu Gerdauen, Nordenburg, sowie Erbherr auf Sanditten und Klingbeck, Georg Adam von Schlieben (1649–1720) und Eleonore Christine von Oelsen (1652–1713). Der hessen-kasslerische Generalmajor Adam Friedrich von Schlieben (1677–1752) und der preußische Staatsminister Albrecht Ernst von Schlieben (1680–1753) waren seine Brüder. Georg Christoph vermählte sich 1712 mit Eleonore Lucie von Ilten (1686–1757), einer Tochter von Jobst Hermann von Ilten (1649–1730). Aus der Ehe gingen nachstehende Kinder hervorDetlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln. Neue Folge. Band XXI, Verlag Vittorio Klostermann, Frankfurt/Main 2002, Tfl. 148.: Wilhelmina Sophie Charlotte (1713–1760), ⚭ 1736 Samuel Ludwig von Lüderitz (1699–1778), preußischer Gesandter in Stockholm Eleonore (1720–1755), ⚭ 1742 Dietrich Cesarion Freiherr von Keyserling (1698–1745), preußischer Oberst und Generaladjutant Friedrichs des Großen Luise Sophie Emilie (* 1724), ⚭ Christian von Berg († 1684), Landvogt der Uckermark, Senior des Hochstifts Halberstadt Friedrich (1726–1751), ⚭ (I) 1751 Augusta Wilhelmine Louisa von Danckelmann, Tochter von Friedrich Wilhelm von Danckelmann (1682–1746); ⚭ (II) Karoline Luise von Wangenheim (* 1739)

Werdegang Schlieben war Geheimer Finanzrat, bevor er am 10. September 1725 zum Wirklichen Geheimen Rat avancierte. Er war ebenfalls Ober- und Hofjägermeister, zudem Präsident der Kurmärkischen Kammer, weiterhin klevischer Jägermeister und Oberforstmeister der Mittel- und Uckermark. Außerdem war er Hauptmann der Herrschaften und Ämter Wusterhausen, Teupitz, Potsdam und Saarmund. Schlieben war auch Waldgrave zu Nergena und Montreburg im Klevischen. Er war seit Juni 1740 Ritter des Schwarzen Adlerordens.Siehe Literatur: Christian August Ludwig Klaproth, Immanuel Karl Wilhelm Cosmar: Der königl. Preußische und Churfürstl. Brandenburgische Wirklich Geheime Staats-Rat an Seinem zweihundertjährigen Stiftungstage den 5ten Januar 1805. Berlin 1805, S. 411, Nr. 164.

Literatur Christian August Ludwig Klaproth, Immanuel Karl Wilhelm Cosmar: Der königl. Preußische und Churfürstl. Brandenburgische Wirklich Geheime Staats-Rat an Seinem zweihundertjährigen Stiftungstage den 5ten Januar 1805. Verlag Watzdorff, Berlin 1805, S. 411, Nr. 164. Vita Karl Hopf: Historisch-Genealogischer Atlas seit Christi Geburt bis auf unsere Zeit. Abtheilung I-Deutschland. Band 2, 738. Grafen v. Schlieben in Preussen. Teil IV. Verlag Friedrich Andreas Perthes, Gotha 1866, S. 112. (Siehe ob. re.)-Genealogie.

Einzelnachweise

Kategorie:Wirklicher Geheimer Rat Kategorie:Jägermeister Kategorie:Ritter des Schwarzen Adlerordens Georg Christoph Kategorie:Titulargraf Kategorie:Geboren 1676 Kategorie:Gestorben 1748 Kategorie:Mann