Theodor „Theo“ Vierck (* 4. Dezember 1910 in Ausackerholz; † 5. Januar 1998 in Kiel) war ein deutscher evangelischer Pfarrer, langjähriger Leiter der Heimvolkshochschule am Koppelsberg und Mitglied der Bekennenden Kirche in Schleswig-Holstein.

Leben Familie Theodor Vierck war verheiratet und hatte mehrere Kinder. Während der Kriegszeit und des Baus des Pfarrhauses in Moorrege lebte seine Frau zeitweilig in Bad Bentheim, wo auch die Kinder zur Welt kamen. Nach seinem beruflichen Wechsel nach Schleswig bewohnte die Familie das St.-Johannis-Kloster vor Schleswig. Theodor Vierck ist der Vater des Archäologen Hayo Vierck.Volker Bierbrauer, Nachruf auf Hayo Vierck in: Frühmittelalterliche Studien. Bd. 23, 1989, S. 478–485. Abgerufen am 22. Juli 2020.

Theologische Position im Nationalsozialismus Früh hielt sich Theodor Vierck zu Mitgliedern der Bekennenden Kirche und trat schließlich der „Bekenntnisgemeinschaft der ev.-luth. Landeskirche Schleswig-Holstein“ bei, wurde jedoch nicht in den Kriegsdienst eingezogen. Vierck war Wegbegleiter von Otto von Dorrien und berichtete später als Augenzeuge von ihm in Publikationen, wie den Breklumer Heften oder „Zeit, den schmalen Weg zu gehen“. Wolfgang Prehn (Hrsg.), Zeit den schmalen Weg zu gehen: Zeugen berichten vom Kirchenkampf in Schleswig-Holstein, Lutherische Verlagsgesellschaft Kiel, 1985.

Berufliches Wirken Nach seiner Ordination am 31. Juni 1935 in Kiel war er zunächst Hilfsgeistlicher in Uetersen, ehe er 1936 Dahl, Miterlebte Kirchengeschichte, S. 125, abgerufen am 22. Juli 2020. den 3. Pfarrbezirk der Kirchengemeinde Uetersen „Am Kloster“ übernahm aus dem schließlich die Kirchengemeinde Moorrege-Heist entstand. Unter seiner Leitung wurde das Fundament für die dann 1954 selbständig gewordene Kirchengemeinde gelegt und das Pastorat mit dem Kirchsaal in den Jahren 1938/39 erbaut.Kleiner Kirchenführer von St. Michael Moorrege-Heist S. 2, abgerufen am 22. Juli 2020. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wechselte er als Krankenhausseelsorger 1946 zunächst an die Diakonissenanstalt Flensburg und 1952 an das Landeskrankenhaus in Schleswig.Todesanzeige GVOBl 1998/3 S. 82, abgerufen am 22. Juli 2020. 1955 übernahm Vierck in Nachfolge von Otto von Stockhausen die Leitung der neugegründeten Evangelisch-Lutherischen Landvolk-Hochschule Koppelsberg und baute sie weiter aus, so dass 1961 das komplette Schulgebäude eingeweiht werden konnte.Von der Landvolkhochschule zur Akademie am See. Chronik abgerufen am 22. Juli 2020. Bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand am 1. Juli 1976 war Vierck seit 1966 Pastor der Kirchengemeinde Flintbek.

Literatur Theodor Vierck: 10 Jahre Ev. Luth. Landvolk-Hochschule Koppelsberg, Sönksen (Plön), 1964. Theodor Vierck: Ein offener Abend bei Professor Caspari. In: Schriften des Vereins für Schleswig-Holsteinische Kirchengeschichte. Reihe 2. Bd. 43 (1987) S. 175 f. Theodor Vierck: Friedrich Ernst Peters. Gedanken und Gedichte – eine Erinnerung. In: Rendsburger Jahrbuch 1990. S. 4–23.

Einzelnachweise

Kategorie:Lutherischer Geistlicher (20. Jahrhundert) Kategorie:Person des Christentums (Schleswig-Holstein) Kategorie:Person der Bekennenden Kirche Kategorie:Person (Plön) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1910 Kategorie:Gestorben 1998 Kategorie:Mann