Die Ägyptische Ochsenzunge (Anchusa aegyptiaca) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Ochsenzungen (Anchusa) innerhalb der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae).

Beschreibung mini|Laubblätter, Früchte und Blüte mini|Blüte mit den Anhänseln im Zentrum

Vegetative Merkmale Die Ägyptische Ochsenzunge ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis über 40 Zentimetern erreicht. Die borstigen Stängel sind niederliegend bis aufsteigend, sind vom Grunde an verzweigt und auch die Seitenäste sind aufsteigend. Die sind.

Von den Laubblättern sind die unteren sind gestielt und die oberen sitzend. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von 2 bis 12 Zentimetern sowie einer Breite von 1 bis 5 Zentimetern lanzettlich bis verkehrt-eiförmig, borstig, stachelig gezähnt und mit großen weißen Höckern besetzt.

Generative Merkmale Die Blütezeit reicht von Februar bis Mai. Wenige relativ kleinen Blüten sind locker in den Blütenständen angeordnet. Die kurzen und borstigen Blütenstiele sind etwas kürzer als der Kelch; sie verlängern sich und krümmen sich zur Fruchtzeit.

Die zwittrige Blüte ist radiärsymmetrisch und fünfzählig. Die fünf stark borstigen Kelchblätter sind nur an ihrer Basis verwachsen un lanzettlich mit stumpfem oberen Ende. Die stieltellerförmige Blütenkrone, mit leicht behaarten und nach außen gekrümmten Schuppen, Anhänseln am Schlund, ist blass-gelb und schwach ungleich fünflappig. Der Kroansaum ist 5 bis 6 Millimeter breit, die kurze Blütenröhre ist nahezu gerade und etwa gleich lang wie Kelch. Die Staubblätter sind sehr kurz und unten in der Kronröhre.

Es werden Klausenfrüchte im beständigen Kelch gebildet.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.

Verbreitung Die Ägyptische Ochsenzunge kommt im östlichen Mittelmeerraum, in Vorderasien bis zum Iran und auf der Arabischen Halbinsel vor. Bisher lag der westlichste Vorposten in Tunesien, doch 2008 wurde Anchusa aegyptiaca für Spanien gelistet. Auch in der Türkei kommt sie vor.

Sie wächst an Sandstränden, in der Garigue und auf Ruderalflächen.

Taxonomie Die Erstveröffentlichung erfolgte 1753 unter dem Namen (Basionym) Lycopsis aegyptiaca durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, Seite 138. Die Neukombination zu Anchusa aegyptiaca wurde 1846 durch Alphonse Louis Pierre Pyrame de Candolle in Prodromus Systematis Naturalis Regni Vegetabilis ..., Band 10, Seite 48 veröffentlicht.

Literatur P. Sánchez-Gómez, J. F. Jiménez, J. B. Vera, C. Aedo: Anchusa aegyptiaca (Boraginaceae), a new species for the Iberian flora. In: Flora Mediterranea, Band 18, 2008, S. 373–378, online auf researchgate.net. H. Yildirim, Y. Gemici: A new record for the Flora of Turkey: Anchusa aegyptiaca (L.) A. DC. (Boraginaceae). In: Biological Diversity and Conservation. Band 3/2, 2010, S. 68–71, online auf researchgate.net.

Einzelnachweise . Peter Schönfelder, Ingrid Schönfelder: Die neue Kosmos-Mittelmeerflora. Franckh-Kosmos-Verlag Stuttgart 2008. ISBN 978-3-440-10742-3. S. 136. P. Sánchez-Gómez, J. F. Jiménez, J. B. Vera, C. Aedo: Anchusa aegyptiaca (Boraginaceae), a new species for the Iberian flora. In: Flora Mediterranea, Band 18, 2008, S. 373–378, online auf researchgate.net. Benito Valdés, 2011: Boraginaceae. Datenblatt Anchusa aegyptiaca In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.

Weblinks

Thomas Meyer, Michael Hassler: Datenblatt Anchusa aegyptiaca mit Fotos bei Mittelmeer- und Alpenflora. Avinoam Danin, and Dr. Ori Fragman-Sapir: Datenblatt Anchusa aegyptiaca mit Fotos bei Flora of Israel and adjacent areas.

Kategorie:Raublattgewächse