Marco Grote (* 11. Oktober 1972 in Bremen) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und heutiger Fußballtrainer.

Karriere als Fußballspieler Marco Grote, der bis zur A-Jugend beim SV Werder Bremen gespielt hatte, stand beim FC Bremerhaven und beim VfB Oldenburg unter Vertrag, bevor er in die zweite Mannschaft des Hamburger SV wechselte. Während seiner aktiven Karriere kam Grote als rechter Verteidiger zu 147 Einsätzen in der Regionalliga Nord, in der ihm vier Tore gelangen. Mit dem FC Bremerhaven nahm der gebürtige Bremer in der Spielzeit 1996/97 am DFB-Pokal teil, in der die Bremerhavener in der ersten Runde gegen den Bundesligisten Karlsruher SC ausschieden. Mit der zweiten Mannschaft des HSV spielte Marco Grote auch in der Staffel „Hamburg/Schleswig-Holstein“ in der Oberliga Nord, wo er 65 Partien absolvierte und zehn Tore schoss.

Karriere als Trainer Anfänge Nachdem Marco Grote im Trainergeschäft zunächst Co-Trainer der zweiten Mannschaft des HSV war und danach im Stab des VfB Lübeck tätig war – er war Co-Trainer unter Stefan Böger –, ging er 2008 in das Nachwuchsleistungszentrum des SV Werder Bremen. In seiner Geburtsstadt betreute Grote die U16, die U17 und die U19. Die U17 führte Marco Grote dabei ins Finale der B-Junioren-Bundesliga. Die Fußballlehrer-Lizenz erhielt Grote 2010 nach Abschluss des 56. Trainerlehrgangs der Hennes-Weisweiler-Akademie.Babbel und Ziege erhalten Lizenz, bundesliga.com, abgerufen am 29. Juli 2020.

Cheftrainer beim VfL Osnabrück und Apollon Smyrnis Zur Saison 2020/21 übernahm Grote als Nachfolger des zum Hamburger SV gewechselten Daniel Thioune das Amt des Cheftrainers beim Zweitligisten VfL Osnabrück, bei dem er einen Zweijahresvertrag unterschrieb. Unter Grote startete die Mannschaft gut in die Saison und blieb bis zum 8. Spieltag ungeschlagen. Nach 3 Niederlagen in Folge schloss der VfL die Hinrunde mit 22 Punkten auf dem 11. Platz ab und hatte einen Vorsprung von 7 Punkten auf den Abstiegsrelegationsplatz. Nach 4 weiteren Niederlagen in Folge zum Rückrundenauftakt stellte der Verein Grote Mitte Februar 2021 frei., vfl.de, 15. Februar 2021, abgerufen am 15. Februar 2021. Die Mannschaft war durch die 7 Niederlagen in Folge auf den 15. Platz abgerutscht und der Vorsprung auf den 16. Platz betrug nur noch 4 Punkte.

Ab dem 8. Januar 2022 war Grote Trainer beim griechischen Erstligisten Apollon Smyrnis. Er übernahm das Team bereits als vierter Trainer in der laufenden Saison als Tabellenletzter, konnte jedoch keine Trendwende einleiten. Nach lediglich einem Punkt aus den ersten fünf Spielen trennte sich der Verein ca. 3,5 Wochen nach seiner Verpflichtung am 2. Februar 2022 bereits wieder von ihm.

Rückkehr in den Jugendbereich Seit Sommer 2022 trainiert Grote die U19-Mannschaft des Bundesligisten 1. FC Union Berlin. Während der Länderspielpause im November 2023 übernahm er interimsweise die Profimannschaft, da sich der Verein vom Cheftrainer Urs Fischer getrennt hatte.Urs Fischer und Union beenden die Zusammenarbeit, fc-union-berlin.de, 15. November 2023, abgerufen am 15. November 2023. Er betreute die Mannschaft bei einem 1:1-Unentschieden gegen den FC Augsburg.Vollands später Premieren-Treffer beendet Unions Niederlagen-Serie, kicker.de, 25. November 2023, abgerufen am 26. November 2023. Anschließend wurde Nenad Bjelica als neuer Cheftrainer verpflichtet, womit Grote zur U19 zurückkehrte. Nenad Bjelica ist neuer Cheftrainer des 1. FC Union Berlin, fc-union-berlin.de, 26. November 2023, abgerufen am 26. November 2023. Anfang Mai 2024 trennte sich der Verein wieder von Bjelica und Grote wurde erneut Interimstrainer. Marco Grote führt Unions Bundesliga-Mannschaft in den Saisonendspurt, fc-union-berlin.de, 6. Mai 2024, abgerufen am 6. Mai 2024. Die Mannschaft stand zwei Spiele vor dem Ende der Saison 2023/24 auf dem 15. Platz und hatte nach sechs sieglosen Spielen in Folge nur noch einen Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz. Nach einer Niederlage am 33. Spieltag und einem Sieg am 34. Spieltag durch einen Treffer in der Nachspielzeit wurde auf dem 15. Platz der direkte Klassenerhalt erreicht.Haberers Elfmeter-Nachschuss sichert Union den Klassenerhalt, kicker.de, 18. Mai 2024, abgerufen am 27. Juni 2024.

Zur Saison 2024/25 kehrte Grote zur U19 zurück, die fortan in der neuen U19-DFB-Nachwuchsliga spielte. Trainerteams NLZ 2024/25, fc-union-berlin.de, 25. Juni 2024, abgerufen am 27. Juni 2024. Nach der Saison verließ er den Verein.Union und Marco Grote beenden Zusammenarbeit, fc-union-berlin.de, 23. Januar 2025, abgerufen am 12. April 2026.

Privates Marco Grote ist verheiratet und hat zwei Söhne. Parallel zu seiner Karriere als Fußballspieler schloss er eine Ausbildung zum Speditionskaufmann ab. Später begann er ein Studium der Sportwissenschaft.Abendblatt-TV: Osnabrück-Coach Grote: "Wünsche dem HSV den Aufstieg", YouTube-Video, 16. Januar 2021, abgerufen am 4. Februar 2021, Minute 10–12.

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Einzelnachweise

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