Der Kreta-Beinwell (Symphytum creticum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Beinwell (Symphytum) innerhalb der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae).
Beschreibung mini|Illustration aus Flora graeca
Vegetative Merkmale Der Kreta-Beinwell ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 50 Zentimetern erreicht. Die Laubblätter sind kurz gestielt, eiförmig, borstig, die oberen sitzend und herablaufend und mit kurzen und langen hakigen und geraden Haaren besetzt.
Generative Merkmale Die Blütezeit liegt zwischen März und Mai. Viele Blüten sind in zymösen Blütenständen angeordnet.
Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf behaarten Kelchblätter sind bei einer Länge von 4,5 bis 8 Millimetern bis einem Fünftel oder bis zur Hälfte ihrer Länge verwachsen und enden spitz. Die fünf blau-violetten, hell-violetten, hell-blauen, oder selten weißen Kronblätter sind zu einer 2 bis 4 Millimeter langen Kronröhre mit langen, aufrechten Schlundschuppen verwachsen. Die fünf langen und linealischen, spreizenden und am oberen Ende zurückgebogenen, aber nicht spiralig gedrehten Kronzipfel sind 2- bis 4,5-mal so lang wie die Kronröhre. Die kahlen oder mit winzigen seitlichen Trichomen an ihrer Basis versehenen Staubblätter sind mit einer Länge von 9 bis 11, selten bis zu 14 Millimetern kürzer als die Kronblätter, überragen aber die Blütenkrone. Die Staubbeutel sind 1,5 bis 3, selten bis zu 3,5 Millimeter lang. Der Griffel überragt die Blütenkrone.
Die Klausenfrucht zerfällt in vier Teilfrüchte (Klausen). Die aufrechten, manchmal gekrümmten Klausen sind eiförmig.
Vorkommen Der Kreta-Beinwell kommt nur im südlichen Griechenland, auf Inseln der südlichen Ägäis und auf Kreta vor. Hauptsächlich wird das östliche und westliche Kreta besiedelt. Er wächst in Felsspalten und in Schluchten.
Taxonomie Die Erstveröffentlichung erfolgte 1798 unter dem Namen (Basionym) Borago cretica durch Carl Ludwig Willdenow in Species Plantarum, 4. Auflage, Band 1, Seite 778. Die Neukombination zu Symphytum creticum wurde 1967 durch Werner Greuter und Karl Heinz Rechinger in Flora der Insel Kythera, gleichzeitig Beginn einer nomenklatorischen Überprüfung der griechischen Gefässpflanzenarten. in Boissiera, Band 13, Seite 100 veröffentlicht. Synonyme für Symphytum creticum sind: Procopiania cretica , Psilostemon creticus , Trachystemon creticus .
Einzelnachweise Peter Schönfelder, Ingrid Schönfelder: Die neue Kosmos-Mittelmeerflora. Franckh-Kosmos-Verlag Stuttgart 2008, ISBN 978-3-440-10742-3, S. 144. Benito Valdés, 2011: Boraginaceae.: Datenblatt Symphytum creticum In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. B. Pawlowski: Procopiana Guşuleac., S. 105. In: Flora Europaea. Volume 3: Diapensiaceae to Myoporaceae. 1972, ISBN 0-521-08489-X, S. 103 f, . Datenblatt Symphytum creticum bei Cretan Flora
Weblinks
Thomas Meyer, Michael Hassler: Datenblatt mit Fotos bei Mittelmeer- und Alpenflora.
Kategorie:Beinwell