Montemagno (auch Montemagno Pisano, Monte Magno di Calci oder Monte Magno della VerrucaEmanuele Repetti: MONTE MAGNO, o MONTEMAGNO PISANO, detto DI CALCI, nel Val d’Arno di Pisa.) ist ein Ortsteil (Fraktion, italienisch frazione) der italienischen Gemeinde Calci in der Provinz Pisa in der Toskana. Es schließt die Ortsteile Rezzano, Nicosia und San Lorenzo mit ein.
Geografie Der Ort liegt am Berghang etwa zwei Kilometer südöstlich des Hauptortes Calci, 1,5 km nördlich des hohen Berges Monte Verruca, 10 km östlich der Provinzhauptstadt Pisa und 60 km westlich der Regionalhauptstadt Florenz.
Der Fluss Arno (Val d’Arno di Pisa) verläuft etwa 4 km südwestlich des Ortes, sein Zufluss Zambra (Zambra di Calci) fließt 2 km westlich durch Calci, dessen Nebenfluss Zambra di Montemagno durch Montemagno. Die Kirche am höchsten Punkt im Ortskern liegt auf (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Pisa, abgerufen am 19. Juli 2020 (italienisch)Italia in dettaglio
Montemagno hatte 522 Einwohner in 1551, 644 Einwohner in 1745 und 755 Einwohner in 1833. In 2001 waren es 350 Einwohner, in 2011 lebten hier 344 Einwohner.
Die Kirchen des Ortes liegen im Erzbistum Pisa.
Geschichte Erstmals erwähnt wurde der Ort 780 bei der Gründung der Abtei Badia di San Savino a Cerasiolo (gehört heute zum Gemeindegebiet von Cascina, Ortsteil Montione). Hierbei wurde die Kirche San Gregorio erwähnt. Die Zugehörigkeit der Kirche zu San Savino wurde durch die Päpste Alexander III. (1175), Coelestin III. (1193) und Johannes XXII. bestätigt. Im 11. Jahrhundert entstand am höchsten Punkt der Gemeinde, Bonifacia genannt, eine Festung, die später zur Kirche Santa Maria ad Neves wurde.Chiesa di Santa Maria ad Nives <Montemagno, Calci>, Webseite Chiese Italiane, Ufficio Nazionale per i beni culturali ecclesiastici e l’edilizia di culto e Servizio Informatico della Conferenza Episcopale Italiana, abgerufen am 19. Juli 2020 (italienisch) Unbelegt ist die vermutete Geburt von Papst Eugen III. im Ort, die um 1153 stattgefunden haben könnte.Il borgo di Montemagno nel Comune di Calci. Abgerufen am 19. Juli 2020 (italienisch) 1238 trat der Ort der in Santa Maria a Monte gegründeten Lega ghibellina bei. Im 13. und 14. Jahrhundert existierte im Ort ein Ospedale, das zum Konvent Sant’Agostino di Nicosia (im heutigen Ortsteil Rezzano-Nicosia) gehörte. Montemagno gehörte zur Republik Pisa, bis diese von Florenz eingenommen wurde und später in das Großherzogtum Toskana eingegliedert wurde. 1880 wurde Montemagno Ortsteil von Calci.
Sehenswürdigkeiten Santa Maria ad Nives, Kirche im Ortskern und am höchsten Punkt des Ortes, Bonifacia genannt. Wurde erstmals 1179 als zur Pieve von Calci zugehörig erwähnt (heute Pieve dei Santissimi Giovanni ed Ermolao). 1573 erhielt die Kirche das Taufrecht. Der Campanile entstand zwischen 1786 und 1811, hierbei wurden die Glocken des Monastero di San Paolo all’Orto di Pisa verwendet. San Martino, Kirche, die erstmals im 11. Jahrhundert erwähnt wurde. Gesichert dokumentiert wurde sie 1276/1277. Der Campanile entstand 1746, der zur Kirche gehörige Friedhof 1863.Chiesa di San Martino <Montemagno, Calci>, Webseite Chiese Italiane, Ufficio Nazionale per i beni culturali ecclesiastici e l’edilizia di culto e Servizio Informatico della Conferenza Episcopale Italiana, abgerufen am 19. Juli 2020 (italienisch) Oratorio di San Rocco, Kapelle/Oratorium am Ortsrand, die 1632 errichtet wurde und durch Überlebende der Pest von 1630 entstand. San Lorenzo al Sasso, Kirche in der Località San Lorenzo (früher San Lorenzo ad AnghioEmanuele Repetti: ANGHIO (Anglum). In: Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana (1833–1846).), die erstmals 1174 erwähnt und 1276/1277 dokumentiert wurde. Ab dem 14. Jahrhundert gehörte sie zum Monastero di Nicosia, ab 1575 unterstand sie der Kirche Santa Maria ad Nives und ab 1593 durch Dekret des Erzbischofs von Pisa, Carlo Antonio Dal Pozzo (1582–1607), dem Monastero di San Paolo all’Orto di Pisa.Oratorio di San Lorenzo al Sasso <Montemagno, Calci>, Webseite Chiese Italiane, Ufficio Nazionale per i beni culturali ecclesiastici e l’edilizia di culto e Servizio Informatico della Conferenza Episcopale Italiana, abgerufen am 19. Juli 2020 (italienisch)
Bilder
Literatur Emanuele Repetti: MONTE MAGNO, o MONTEMAGNO PISANO, detto DI CALCI, nel Val d’Arno di Pisa. In: Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana (1833–1846). Onlineausgabe der Universität Siena (PDF, italienisch)
Weblinks
italia.indettaglio.it zu Montemagno
Einzelnachweise
Kategorie:Fraktion in der Toskana Kategorie:Calci