Die Senatoren im 16. Kongress der Vereinigten Staaten wurden zu einem Drittel 1818 und 1819 neu gewählt. Vor der Verabschiedung des 17. Zusatzartikels 1913 wurde der Senat nicht direkt gewählt, sondern die Senatoren wurden von den Parlamenten der Bundesstaaten bestimmt. Jeder Staat wählt zwei Senatoren, die unterschiedlichen Klassen angehören. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre, alle zwei Jahre wird für die Sitze einer der drei Klassen gewählt. Zwei Drittel des Senats besteht daher aus Senatoren, deren Amtszeit noch andauert.
Die Amtszeit des 16. Kongresses ging vom 4. März 1819 bis zum 3. März 1821. Seine erste Tagungsperiode fand vom 6. Dezember 1819 bis zum 15. Mai 1820 in Washington, D.C. statt, die zweite Periode vom 13. November 1820 bis zum 3. März 1821.Dates of Sessions of the Congress, senate.gov, abgerufen am 1. Juni 2023
Zusammensetzung und Veränderungen
Im 15. Kongress saßen am Ende seiner Amtszeit 28 Republikaner (heute meist Demokratisch-Republikanische Partei genannt)Party Division, www.senate.gov, abgerufen am 1. Juni 2023 und 12 Föderalisten, zwei Sitze waren vakant. Bei der Wahl verloren die Föderalisten einen Sitz an die Republikaner, zwei weitere Sitze dadurch, dass sich die Parlamente von Maryland und New York zunächst nicht auf einen Kandidaten einigen konnten. Damit stieg die Mehrheit der Republikaner auf 29 zu neun, vier Sitze waren vakant. Bei Nachwahlen sowie durch die neuen Sitze des als 22. Staat in die Union aufgenommenen Alabama gewannen die Republikaner bis Ende 1819 sechs Sitze hinzu, einen Sitz verloren die Föderalisten, so dass die republikanische Mehrheit auf 35 zu acht stieg. Den vakanten Sitz in New York konnten die Föderalisten zurückgewinnen, aber die beiden neuen Sitze des 23. Staates Maine gingen an die Republikaner, Ende 1820 lag deren Mehrheit bei 37 zu neun. Da im Januar 1821 in Rhode Island der Republikaner Nehemiah R. Knight als Nachfolger des verstorbenen Föderalisten James Burrill gewählt wurde, stieg die Mehrheit der Republikaner zum Ende des 16. Kongresses auf 38 gegen acht Föderalisten.
Spezielle Funktionen
Nach der Verfassung der Vereinigten Staaten ist der Vizepräsident der Vorsitzende des Senats, ohne ihm selbst anzugehören. Bei Stimmengleichheit gibt seine Stimme den Ausschlag. Während des 16. Kongresses war Daniel D. Tompkins Vizepräsident. Im Gegensatz zur heutigen Praxis leitete der Vizepräsident bis ins späte 19. Jahrhundert tatsächlich die Senatssitzungen. Ein Senator wurde zum Präsidenten pro tempore gewählt, der bei Abwesenheit des Vizepräsidenten den Vorsitz übernahm. Vom 4. März bis zum 5. Dezember 1819 war weiter der vom 14. Kongress gewählte James Barbour Präsident pro tempore, er übte das Amt weiter vom 6. Dezember bis zum 26. Dezember 1819 aus. Vom 25. Januar 1820 bis zum Ende des Kongresses am 3. März 1821 sowie im 17. Kongress bis zum 2. Dezember 1821 war John Gaillard Präsident pro tempore.Presidents Pro Tempore auf senate.gov, abgerufen am 1. Juni 2023
Liste der Senatoren
Unter Partei ist vermerkt, ob ein Senator der Föderalistischen Partei oder der Republikanischen Partei zugerechnet wird, unter Staat sind die Listen der Senatoren des jeweiligen Staats verlinkt. Die reguläre Amtszeit richtet sich nach der Senatsklasse: Senatoren der Klasse I waren bis zum 3. März 1821 gewählt, die der Klasse II bis zum 3. März 1823 und die der Klasse III bis zum 3. März 1825. Das Datum gibt an, wann der entsprechende Senator in den Senat aufgenommen wurde, eventuelle frühere Amtszeiten nicht berücksichtigt. Unter Sen. steht die fortlaufende Nummer der Senatoren in chronologischer Ordnung, je niedriger diese ist, umso größer ist in der Regel die Seniorität des Senators.A Chronological Listing of U.S. Senators, US-Senat, PDF (ca. 578 kB), abgerufen am 1. Juni 2023 Die Tabelle ist mit den Pfeiltasten sortierbar.
Senator Partei Staat Klasse Datum Sen. Anmerkung Republikaner Alabama II 232 Republikaner Alabama III 233 Föderalist Connecticut I 157 Republikaner Connecticut III 224 Föderalist Delaware I 156 Föderalist Delaware II 211 Republikaner Georgia II 229 Republikaner Georgia III 223 Republikaner Illinois II 221 Republikaner Illinois III 222 Republikaner Indiana I 201 Republikaner Indiana III 202 Republikaner Kentucky II 230 Republikaner Kentucky III 225 trat am 28. Mai 1820 zurück Republikaner Kentucky III 188 gewählt als Nachfolger von Loganfrüher im 13. bis 15. Kongress Republikaner Louisiana II 216 Republikaner Louisiana III 168 früher im 12. bis 14. Kongress Republikaner Maine I 237 Republikaner Maine II 238 Föderalist Maryland I 203 starb am 23. April 1819 Republikaner Maryland I 234 gewählt als Nachfolger von Hanson Republikaner Maryland III 235 Föderalist Massachusetts I 217 trat am 15. Mai 1820 zurück Föderalist Massachusetts I 236 gewählt als Nachfolger von Mellen Föderalist Massachusetts II 210 Republikaner Mississippi I 214 trat am 15. Mai 1820 zurück Republikaner Mississippi I 239 ernannt als Nachfolger von Leake Republikaner Mississippi II 215 Republikaner New Hampshire II 209 Republikaner New Hampshire III 227 Republikaner New Jersey I 191 trat am 8. Januar 1821 zurück Republikaner New Jersey I 241 ernannt als Nachfolger von Wilson Republikaner New Jersey II 207 Republikaner New York I 190 Föderalist New York III 22 Sitz zeitweise vakantfrüher im 1. bis 4. Kongress Republikaner North Carolina II 200 Republikaner North Carolina III 193 Republikaner Ohio I 189 Republikaner Ohio III 228 Republikaner Pennsylvania I 181 Republikaner Pennsylvania III 226 Föderalist Rhode Island I 164 Föderalist Rhode Island II 204 starb am 25. Dezember 1820 Republikaner Rhode Island II 240 gewählt als Nachfolger von Burrill Republikaner South Carolina II 199 Republikaner South Carolina III 125 Präsident pro tempore Republikaner Tennessee I 218 Republikaner Tennessee II 192 Föderalist Vermont I 65 früher im 4. und 5. Kongress Republikaner Vermont III 219 Republikaner Virginia I 186 Präsident pro tempore Republikaner Virginia II 208 trat am 4. Dezember 1819 zurück Republikaner Virginia II 231 gewählt als Nachfolger von Eppes Republikaner bezeichnet Angehörige der heute meist als Demokratisch-Republikanische Partei oder Jeffersonian Republicans bezeichneten Partei.
Quellen
A Chronological Listing of U.S. Senators, US-Senat, PDF (ca. 578 kB), in der Fassung von 2020 mit laufender Nummerierung der Senatoren Biographical Directory of the United States Congress
Einzelnachweise
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