Erwin Fichtner (* 9. Dezember 1883 als Max Paul Reinhold Fichtner in Beuthen, Schlesien;Geburtsregister Standesamt Beuthen, Nr. 1165/1883, zitiert nach der Angabe im Heiratsregister; vgl. auch Bundesarchiv, Sachakte „Reichsfilmkammer“ R 56-VI/56 Bd. 6, F 1933-1943 „Name: Fichtner, Max Erwin, Geburtsdatum 9.12.1883“ tot aufgefunden am 15. Februar 1944 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler.
Leben und Wirken Der geborene Max Fichtner kam zu Beginn der 1910er-Jahre zum Stummfilm, wo er zwischen 1912 und 1926 unter dem Namen Erwin Fichtner in zahlreichen, sehr unterschiedlichen Rollen auftrat. Er spielte in patriotischen Filmen, in Schicksals- und Gesellschaftsdramen, aber auch in Abenteuer- und Detektivstreifen aus Serien wie „Nick Carter“, „Sherlock Holmes“, „Phantomas“ oder „Rat Anheim“ mit. Fichtner verkörperte Adelige und Ärzte, Kammerherren und Chauffeure, Lehrer, Detektive und Kriminalbeamte. Er arbeitete unter Regisseuren wie Emil Albes, Carl Boese, Joseph Delmont, Bruno Eichgrün, Franz Hofer, William Kahn, Max Mack, Rudolf Meinert, Walter Schmidthässler und Willy Zeyn.
Nach einer mehrjährigen Pause findet man ihn in einigen Tonfilmen der 1930er- und 1940er-Jahre wieder, wenngleich nur noch in kleineren Rollen. Sein letzter Auftritt dürfte der Monokel tragende Logengast in dem UFA-Farbspektakel Die Frau meiner Träume gewesen sein, das im August 1944 uraufgeführt wurde. Er beging im Februar 1944 Suizid.Landesarchiv Berlin, Sterberegister Standesamt Charlottenburg von Berlin, Nr. 1315/1944 (online auf Ancestry.com, kostenpflichtig)
Fichtner war von 1931 bis zu ihrem Tod 1943 mit Marie, geb. Kruppa, verheiratet.Landesarchiv Berlin, Heiratsregister Standesamt Charlottenburg I, Nr. 720/1931 (online auf Ancestry.com, kostenpflichtig)
Filmografie 1912: Die Launen des Schicksals 1912: Zugrunde gerichtet 1912: Das Bild der Mutter 1913: Das Ehrenwort 1913: Sein letzter Wille 1913: Seine Karriere 1914: Das eiserne Kreuz 1914: Die Welt ohne Männer 1914: Sturmzeichen 1914: Goldene Herzen in eiserner Zeit 1914: Der Hund von Baskerville, 1. Teil 1914: Der Hund von Baskerville, 2. Teil: Das einsame Haus 1915: Die Sage vom Hund von Baskerville 1915: Der Hund von Baskerville, III. Teil: Das unheimliche Zimmer 1915: Der Hund von Baskerville, IV. Teil: Der geheimnisvolle Hund 1915: Ein Erbe wird gesucht 1916: Die Marmorbüste 1916: Die Wäscher-Resl 1916: Familie Streusand 1916: Die aus dem Jenseits kam. Erlebnisse des Dr. Palmerston, 1. Teil 1916: Kismet 1916: Trudes Geheimnis 1917: Der Verräter 1917: Der Theaterprinz 1917: Der falsche Waldemar 1917: Der Günstling 1917: Die Botschaft des Jean Battista 1917: Die Glocke 1917: Die Nacht der Entscheidung 1917: Das Karnickel 1917: Farmer Borchardt 1917: Aretes Ferienreise 1917: Wenn der Wolf kommt 1918: Das Glück im Rinnstein 1918: Das Tor zur Sühne 1918: Der Dornenweg 1918: Der Star der großen Oper 1918: Der tote Gast. Der Fall Rödern 1918: Die Liebe fand den rechten Weg 1918: Ein Blitzmädel 1918: Liebe und Leben, 1. Teil: Die Seele des Kindes 1918: Liebe und Leben, 2. Teil: Die Tochter des Senators 1918: Ich habe Dich geliebt bis in den Tod 1918: Herbstzauber 1918: Schatten der Nacht 1918: Wenn Gräber sich öffnen 1919: Der Klabautermann 1919: Seelenverkäufer 1919: Nocturno der Liebe 1919: Kitty 1919: Der Glücksschmied 1919: Der Liebe Leid und Sieg 1919: Die Erbschaft von New York 1919: Gepeitscht 1919: Maria 1920: Der Vampyr von St. Louis (2 Teile) 1920: Fata Morgana 1920: Der Hund von Baskerville, 5. Teil: Dr. Macdonalds Sanatoriumspäte Fortsetzungen zur früheren Sherlock Holmes-Serie von 1914/15 1920: Der Hund von Baskerville, 6. Teil: Das Haus ohne Fenster 1920: Der Leidensweg des Hainar Rönelund 1920: Professor Larousse 1920: Hofgunst und Neid 1920: Der Spitzel 1920: Schrei um Hilfe 1920: Der Komplice von Cincinnati 1920: Der Geistertanz 1921: Der Wahn des Philipp Morris 1921: Der König von Golconda, 1. Teil: Der König von Golconda 1921: Der König von Golconda, 2. Teil: Der stürzende Berg 1921: Der König von Golconda, 3. Teil: Um ein Königreich 1921: Die Apotheke des Teufels 1921: Das Gasthaus von Chicago 1921: Das Mädchen aus dem Sumpf 1921: Memoiren eines Kammerdieners (2 Teile) 1921: Urne Nr. 13 1922: Das Spiel mit dem Weibein IMDb als „Edwin Fichtner“ geführt 1922: Die Perlen der Lady Harrison 1922: Der große Dieb 1924: Die Frau im Feuer 1926: Ich hatt’ einen Kameraden 1929: Die Nacht gehört uns 1933: Ein Unsichtbarer geht durch die Stadt 1934: Zu Straßburg auf der Schanz 1934: Wenn ich König wär’ 1934: Die Reiter von Deutsch-Ostafrika 1934: Die Töchter ihrer Exzellenz 1941/43: Nacht ohne Abschied 1944: Der große Preis 1944: Die Frau meiner Träume
Weblinks
#3748 Erwin Fichtner bei Thomas Staedeli
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1883 Kategorie:Gestorben 1944 Kategorie:Mann