Anton Wilhelm Büttner (* 14. März 1797 in Drochtersen; † 6. September 1877 in Lüneburg) war hannoverischer Oberst und Kommandant von Lüneburg sowie preußischer Generalmajor.

Leben Herkunft Seine Eltern waren der Landsekretär Christoph Berthold Clemens Büttner (1759–1825) und dessen Ehefrau Martha Margarete Christiane, geborene Bergst (1783–1809). Sein Onkel Adolf Christian Heinrich (1761–1819) war zuletzt Hauptmann der Kurhannoverschen Armee und kämpfte in Ostindien.

Militärkarriere Büttner ging im Jahr 1813 als Volontär in das Feldbataillon Bremen und wurde am 14. August 1813 zum Leutnant ernannt. In den Befreiungskriegen war er unter anderem auch an der Schlacht bei Waterloo beteiligt, wofür er die Waterloo-Medaille erhielt. Aus dem 6. Infanterie-Regiment Bremen wechselte er 1819 in das 4. Infanterie-Regiment Celle der Hannoverschen Armee. Am 27. September 1826 wurde er zum (Stabs-)Capitain befördert. Als bei der Armeeverkleinerung 1833 die bisherigen Regimenter zu Bataillonen vermindert wurden, blieb er an seinem bisherigen Standort im nunmehrigen 4. Linien-Bataillon und fungierte dort ab 1836 als Kompaniechef. Bei der erneuten Strukturveränderung der Armee wurde 1839 seinem Bataillon das 3. Infanterie-Regiment formiert, von wo er am 14. Oktober 1846 als Major in das 6. Infanterie-Regiment nach Osnabrück versetzt wurde. Am 5. Oktober 1848 zum Oberstleutnant befördert, wurde Büttner 1849/50 mit dem 2. Bataillon des 6. Infanterie-Regiments nach Nienburg/Weser verlegt und am 27. Mai 1854 als Kommandeur des 5. Infanterie-Regiment nach Lüneburg versetzt. Am 20. Mai 1856 stieg er zum Oberst auf und wurde 1858 zum Kommandanten von Lüneburg ernannt. In dieser Stellung zeichnete ihn König Georg V. 1859 mit dem Kommandeurkreuz II. Klasse seines Guelphen-Ordens aus. Anlässlich seine Dienstjubiläums erhielt Büttner 1863 das Ernst-August-Kreuz. Während des Deutschen Krieges von 1866 musste er die Schlüssel der Stadt an das preußische Militär übergeben.

Durch den verlorenen Krieg und die Annexion des Königreichs Hannover wurde die Armee aufgelöst und Büttner pensioniert. Unter Belassung in seinem Verhältnis als inaktiver Offizier wurde Büttner am 21. Mai 1867 in den Verband der Preußischen Armee aufgenommen.Militair-Wochenblatt. Zweiundfünfzigster Jahrgang, Nr. 29 vom 25. Mai 1867, S. 280. (Digitalisat) Am 22. August 1871 erhielt er den Charakter als Generalmajor. Er starb am 6. September 1877 in Lüneburg.

Er war Inhaber des Kommandeurkreuzes II. Klasse des Ordens Heinrichs des Löwen und der Hanseatischen Ehrenmedaille.

Familie Büttner heiratete 1831 in Celle Ernestine Stoltze (1803–1878). Das Paar hatte mehrere Kinder: Ida Juliana Margaretha Luise (1832–1911) ⚭ Carl Haag (1820–1915), Maler Julius George Christian (1835–1887), Konsul in Mobile (Alabama) ⚭ Sarah McLean (* 1846) Georg Ernst Albert (* 1837), Kaufmann in Kapstadt Clemens Ernst Bernhard (1834–1897), preußischer Generalarzt 2. Klasse ⚭ Heloise von Beaulieu

Literatur Kurt von Priesdorff: Soldatisches Führertum. Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg, o. O. [Hamburg], o. J. , , Band 10, S. 14–15, Nr. 3053.

Weblinks Wilhelm Büttner Familie

Einzelnachweise

Kategorie:Angehöriger der Hanseatischen Legion Kategorie:Generalmajor (Königreich Preußen) Kategorie:Oberst (Hannover) Kategorie:Infanterist (Hannover) Kategorie:Person in den Koalitionskriegen (Hannover) Kategorie:Kommandeur II. Klasse des Guelphen-Ordens Kategorie:Träger des Ernst-August-Kreuzes Kategorie:Träger des Ordens Heinrichs des Löwen Kategorie:Person (Lüneburg) Kategorie:Preuße Kategorie:Geboren 1797 Kategorie:Gestorben 1877 Kategorie:Mann