Der Wechselameisenwürger, auch Südliche Tropfenameisenwürger (Thamnophilus caerulescens) zählt innerhalb der Familie der Ameisenvögel (Thamnophilidae) zur Gattung Thamnophilus.
Die Art kommt in großen Teilen Südamerikas vor.
Das Verbreitungsgebiet umfasst tropischen immergrünen Waldrand von Peru südlich entlang der Anden bis Argentinien und Ostbrasilien, gerne zwischen 1200 und 2800 m Höhe.K. Zimmer und M.L. Isler: Variable Antshrike (Thamnophilus caerulescens), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Variable Antshrike
mini|Weibchen Merkmale Der Vogel ist etwa 14 bis 16 cm groß und wiegt zwischen 15 und 24 g. Das Männchen ist an Stirn und Scheitel schwarz, die Kopfseiten sind grau, die Oberseite dunkelgrau mit schwarz, es hat einen weißen Interskapularfleck, die Flügeldecken sind weiß gepunktet, die Flugfedern sind schwärzlich-braun, blassbraun und weiß berändert. Der Schwanz ist braun bis schwarz mit weißen Spitzen. Die Unterseite ist grau. Beim Weibchen ist die Oberseite einschließlich Scheitel olivbraun, die Oberschwanzdecken gelblich-braun berändert, die Flügeldecken sind sehr dunkelbraun mit weißen Spitzen, Flugfedern dunkelbraun mit lehmfarbenen Rändern, der Schwanz ist dunkelbraun mit kleinen weißen Spitzen. Kehle und Brust sind ockerfarben-grau, die übrige Unterseite zimtfarben. Jungvögel ähneln den Weibchen sind aber mehr gelblichbraun.
Geografische Variation Es werden folgende Unterarten anerkannt:Worldbirdnames Antbirds T. c. melanchrous & , 1876Philip Lutley Sclater u. a. (1876), S. 16 & 18, Tafel 3. – Peru, enthält T. c. subandinus , 1882Władysław Taczanowski (1882), S. 29.K. J. Zimmer & M.L. Isler: Family Thamnophilidae (typical antbirds). In: J del Hoyo, A Elliott & D Christie (Hrsg.): Handbook of the Birds of the World, Volume 8. Broadbills to Tapaculos, 2003, S. 448–681 T. c. aspersiventer & , 1837Alcide Dessalines d’Orbigny u. a. (1837), S. 10. – Südostperu und Westbolivien T. c. dinellii , 1906Hans Hermann Carl Ludwig von Berlepsch (1901), S. 99. – Südbolivien und Nordwestargentinien T. c. paraguayensis , 1904Carl Eduard Hellmayr (1904), S. 53. – Südostbolivien, Nordparaguay und Südbrasilien T. c. gilvigaster , 1868August von Pelzeln (1868), S. 76. – Südostbrasilien, Uruguay und Nordostargentinien T. c. caerulescens , 1816Louis Pierre Vieillot (1816a), S. 311., Nominatform – Südostparaguay, -brasilien und Nordostargentinien, enthält T. c. albonotatus , 1825Johann Baptist von Spix (1918), S. 27–28, Tafel 37 Abbildung 2, Tafel 38 Abbildung 2. T. c. ochraceiventer , 1928Maria Emilie Snethlage (1928), S. 5. – Brasilien T. c. cearensis (, 1919)Charles Barney Cory (1918), S. 88. – Nordostbrasilien, enthält T. c. pernambucensis 1937Elsie Margaret Binger Naumburg (1937), S. 200.
Stimme Der Gesang wird als einfache, gleichmäßige Folge von 6 bis 7 klagenden Pfeiftönen gleicher Höhe und Lautstärke beschrieben.
Lebensweise Die Nahrung besteht überwiegend aus Insekten, aber auch aus Früchten.
Die Brutzeit liegt in Brasilien zwischen Oktober und Februar, in Bolivien und Peru zwischen August und November sowie in Argentinien zwischen Oktober und Dezember. Das Nest ist eine 5 cm tiefe und 6 cm breite Schale, in 0,6 bis 2,5 m Höhe an horizontale dünne Äste gehängt.
Etymologie und Forschungsgeschichte Die Erstbeschreibung des Wechselameisenwürgers erfolgte 1816 durch Louis Pierre Vieillot unter dem wissenschaftlichen Namen Thamnophilus caerulescens. Als Verbreitungsgebiet gab er Paraguay an, basierend auf Batara Noir et plumbéFélix de Azara (1805), S. 199–202. von Félix de Azara. Im gleichen Jahr führten Vieillot die neue Gattung Thamnophilus ein.Louis Pierre Vieillot (1816b), S. 40 Dieser Begriff ist ein Wortgebilde aus für Busch und für Liebender.Thamnophilus in The Key to Scientific Names Edited by James A. JoblingCrypturus in The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Der Artname caerulescens .caerulescens in The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Paraguayensis bezieht sich auf Paraguay, cearensis auf Ceará und pernambucensis auf Pernambuco. Dinellii ist Luigi M. Dinelli (1866–1939) gewidmet. Melanchrous hat seinen Ursprung in für schwarz und für Farbe, Aussehen, Teintmelanchrous in The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling, subandinus in und subandinus in The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling, aspersiventer in und aspersiventer in The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling, gilvigaster in und gilvigaster in The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling, albonotatus in und albonotatus in The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling und ochraceiventer in und .ochraceiventer in The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay vierzehn Bälge der Unterart T. c. paraguayensis, gesammelt von Michael Mathias Kiefer (1902–1980), Eugen Josef Robert Schuhmacher (1906–1973), Hans Krieg (1888–1970) und Dr. Walter in Puerto Sastre, in San Luis de la Sierra im Departamento Concepción, in Zanja Moroti im Bergland des Río Apa, in Nueva Germania und in Santa Casilda, zur Verfügung. Für die Unterart T. c. dinellii verweist Laubmann auf ein Exemplar, dass Alberto Schulze nahe der bolivianischen Grenze gesammelt hatte und von Pierce Brodkorb erwähnt wurde.Pierce Brodkorb (1937), S. 34. Für die Unterart T. c. caerulescens lag ihm ein Exemplar gesammelt durch Schuhmacher bei Independencia und zwei von Adolf Neunteufel (1909–1979) bei Cambyretá im Departamento Itapúa vor. Laubmann stellte fest, dass eine klare Trennung der Verbreitungsgebiete T. c. dinellii und T. c. paraguayensis sehr schwer vorzunehmen ist. Insbesondere bei der von Alexander Wetmore als T. c. dinellii deklarierte Unterart aus Puerto PinascoAlexander Wetmore (1805), S. 286. wollte er keine eindeutige Meinung abgeben. In der Literatur sah Laubmann viele Nachweise der Art in Paraguay. So nannte er Hellmayr Colonia Risso und den Río Apa, John Graham Kerr Fortin Nueve und den Río PilcomayoJohn Graham Kerr (1892), S. 134, Tommaso Salvadori Colonia RissoTommaso Salvadori (1895), S. 13, Claude Henry Baxter Grant ArjerichiClaude Henry Baxter Grant (1911), S. 136., Henri Auguste Ménégaux und Hellmayr San SalvadorAuguste Ménégaux u. a. (1906), S. 26., John Todd Zimmer Río Negro und Fort Wheeler im Chaco BorealJohn Todd Zimmer (1933), S. 24., Harry Church Oberholser SapucaiHarry Church Oberholser (1901), S. 188., Roberto Raúl Dabbene VillarricaRoberto Raúl Dabbene (1912), S. 303., Elsie Naumburg mit Independencia, östlich von Caaguazú YhúElsie Margaret Binger Naumburg (1937), S. 192. und Arnaldo de Winkelried Bertoni mit Departamento Alto Paraná.Arnaldo de Winkelried Bertoni (1914), S. 51. Zusätzlich sah er auch in Batara de pardo dorado von AzaraFélix de Azara (1805), S. 202–205. die Art.Alfred Laubmann (1940), S. 22–24.
Gefährdungssituation Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).Redlist Abgerufen am .
Literatur
Weblinks
Vireo Peruaves Fauna Paraguay Birds of the World (Videos, Fotos und Tonaufnahmen)
Einzelnachweise
Kategorie:Ameisenvögel