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Stolpersteine in Mainz-Neustadt Adresse Verlege­datum Gestiftet vonGemäß der offiziellen Liste der Stadt Mainz (PDF) Inschrift Bild Anmerkung Frauenlobstraße 92 Mainz 140px 140px Frauenlob-Gymnasium Mainz Dr. Ruth Weichsel-Hoffman (USA) HIER WOHNTE EVA ADLER GEB. MORGENTHAU JG. 1882 DEPORTIERT 1942 PIASKI ERMORDET 140px Kennkarte Eva Adler HIER WOHNTE MAX ADLER JG. 1887 DEPORTIERT 1942 PIASKI ERMORDET 140px HIER WOHNTE HERTA ADLER JG. 1916 FLUCHT 1937 USA 140px Taunusstraße 45 Mainz 140px 140px Verein für Sozialgeschichte Mainz e. V. Frauenlob-Gymnasium Mainz HIER WOHNTE BELLA BAUMGARTEN GEB. SCHESTOWITZ JG. 1892 DEPORTIERT 1942 PIASKI ERMORDET 140px Bella Baumgarten, geb. Schestowitz, ist 1892 in Wendelsheim geboren. Nach ihrer Heirat mit Joseph Baumgarten, einem Herrentexilfabrikanten, zog sie nach Mainz. 1919 kam ihre Tochter Hannelore zur Welt. Sie führte das Geschäft selbstständig weiter nach dem Tod ihres Mannes 1930. Sie nahm später ihre Schwester Paula und ihre Mutter Katharina auf. Bella wurde gemeinsam mit ihrer Tochter 1942 nach Piaski bei Lublin deportiert; ihre Mutter starb bereits 1940. HIER WOHNTE PAULA SCHESTOWITZ JG. 1893 DEPORTIERT 1943 THERESIENSTADT ERMORDET OKT. 1944 AUSCHWITZ 140px Paula Schestowitz kam 1893 in Wendelsheim zur Welt. Nach der Heirat ihrer Schwester Bella übernahm sie das Familiengeschäft in Unterwendelsheim, das sie bis zum finanziellen Niedergang mit ihrer Mutter Katharina führte. Sie zogen nach Mainz zu ihrer Schwester. Ihre Anstellung bei der Reichsvereinigungsstelle der Juden in der Grebenstraße 12 bewahrte sie vor der Deportation 1942. Am 10. Oktober 1943 wurde sie jedoch zusammen mit Fritz Löwensberg, dessen Frau und seiner Mutter Amalie Herxheimer nach Theresienstadt deportiert. Oktober 1944 wurde sie weiter nach Auschwitz deportiert, wo sie ermordet wurde. Jakob-Dieterich-Str. 5 Mainz 140px 140px Michael Braunold Israel Armin, Howard Charlotte Guggenheim USA HIER WOHNTE MARGARETE BRAUNOLD GEB. KISSINGER JG. 1887 DEPORTIERT 1942 ERMORDET IM BESETZTEN POLEN 140px Kennkarte Walter Braunold HIER WOHNTE MAX BRAUNOLD JG. 1886 DEPORTIERT 1942 ERMORDET IM BESETZTEN POLEN 140px HIER WOHNTE WALTER BRAUNOLD JG. 1923 DEPORTIERT 1942 ERMORDET IM BESETZTEN POLEN 140px HIER WOHNTE HENRIETTE KISSINGER JG. 1888 DEPORTIERT 1942 PIASKI ERMORDET 140px Regina Lackner, USA HIER WOHNTE DAVID JULIUS LEVI JG. 1877 GEDEMÜTIGT/ENTRECHTET FLUCHT IN DEN TOD 14.11.1938 alt=Stolperstein David Julius Levi|140px Rheinallee 6 Mainz 140px 140px Mariella Fehl Dr. Günter Radig Ellen Schmitt-Radig HIER WOHNTE ALFRED CANTOR JG. 1875 VERHAFTET 1941 OHNE ‘JUDENSTERN’ UNTERWEGS BUCHENWALD ERMORDET 16.3.1942 140px HIER WOHNTE EMILIE CANTOR GEB. DIELMANN JG. 1881 VERHAFTET 1941 OHNE ‘JUDENSTERN’ UNTERWEGS 1942 RAVENSBRÜCK AUSCHWITZ ERMORDET 8.10.1942 140px Taunusstraße 3 Mainz 140px 140px Rheinhessischer Anwaltverein Mainz HIER WOHNTE FRANZ CARLEBACH JG. 1883 VERHAFTET 1941 SACHSENHAUSEN ERMORDET 14.3.1942 140px HIER WOHNTE ERNST CARLEBACH JG. 1888 GEDEMÜTIGT/ENTRECHTET TOT 20.10.1941 140px Colmarstraße 14 Mainz 140px 140px Dr. Joan Salomon USA HIER WOHNTE AMALIE FEINER GEB. MEYER JG. 1889 DEPORTIERT 1942 PIASKI ERMORDET 140px Josef Feiner, Weltkriegsveteran und Buchhalter in leitender Stellung, sowie seine Frau Amalie, Geschäftsfrau, Modistin und Inhaberin eines Hutgeschäfts in ihrem eigenen Hause in der Colmarstraße verloren 1938 ihre Existenz durch den erzwungenen Verkauf ihres Hauses und der Kündigung Josef Feiners als Buchhalter und landeten, wie viele andere Mainzer Juden, in den beengten Verhältnissen des sogenannten Judenhauses in der Kaiserstraße 11. Die Tochter des Ehepaares, Ruth, geboren am 12. Mai 1925, besuchte die Jüdische Bezirksschule ohne die Möglichkeit zu haben danach eine Höhere Schule zu besuchen oder eine Berufsausbildung zu beginnen. Am 20. März 1942 wurden Josef Feiner, 56 Jahre alt, Amalie Feiner, 53 Jahre alt, und Ruth Feiner, 17 Jahre alt, gemeinsam mit 500 anderen Mainzer Juden nach Darmstadt transportiert und von dort am 25. März 1942 nach Piaski bei Lublin im besetzten Polen deportiert. Wenig später wurden sie weiter in ein Vernichtungslager gebracht und ermordet – der Ort und das genaue Datum sind nicht bekannt. So zählten auch die Feiners zu den Familien, die von den Nationalsozialisten völlig ausgelöscht wurden.Joan Salomon; Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e. V. Kennkarte Ruth Feiner HIER WOHNTE JOSEF FEINER JG. 1886 DEPORTIERT 1942 PIASKI ERMORDET 140px HIER WOHNTE RUTH FEINER JG. 1925 DEPORTIERT 1942 PIASKI ERMORDET 140px (ehem.) Erthalstraße 10 Mainz 140px 140px HIER WOHNTE JOHANNA FRIDBERG GEB. KAHN JG. 1894 DEPORTIERT 1942 PIASKI ERMORDET 140px Theodor Alfred Fridberg, Sohn eines Mitbegründers des MCC und seine Frau Johanna wurden 1942 im Ghetto Piaski bei Lublin ermordet. 1935 war das Ehepaar in die Erthalstraße 10 gezogen. In der Pogromnacht des 9./10. November 1938 wurde die Wohnung demoliert, geplündert und die Familie von Nachbarn bedroht. HIER WOHNTE THEODOR ALFRED FRIDBERG JG. 1887 DEPORTIERT 1942 PIASKI ERMORDET 140px Hindenburgstr. 19 Mainz 140px 140px Cornelia Kramer HIER WOHNTE EMIL HEIMANN JG. 1886 DEPORTIERT 1942 PIASKI ERMORDET 140px HIER WOHNTE ROSEL HEIMANN GEB. REUTER JG. 1894 DEPORTIERT 1942 PIASKI ERMORDET 140px Moselstraße 7 Mainz 140px KSV Mainz 08 HIER WOHNTE OTTO HIRSCH JG. 1891 VERHAFTET 1943 GEFÄNGNIS MAINZ DEPORTIERT 1943 AUSCHWITZ ERMORDET 25.8.1943 140px Artikel zu den Tagebucheinträgen des jüdischen Soldaten Otto Hirschs, Träger des EK 2, zuletzt Angehöriger des ErsBatl. LeibgardeReg. Nr. 115. Hirsch schildert darin akribisch seine Erlebnisse während seiner Kriegseinsätze, zunächst an der Ostfront ab dem 13. Juni 1915 und ab dem 16. Oktober 1916 an der Westfront Hindenburgplatz 3 Mainz 140px Dr. Joan Salomon USA HIER WOHNTE JULIUS HIRSCHBERGER JG. 1878 FLUCHT 1939 BELGIEN INTERNIERT MECHELEN DEPORTIERT 1942 ERMORDET IN AUSCHWITZ 140px Julius Hirschberger, war Witwer und floh 1939 mit 61 Jahren mittellos nach Belgien. Er lebte hungernd in einem ungeheizten Kellerraum. In seiner Not schrieb er an den New Yorker Gouverneur Herbert H. Lehman. Er bat ihn um eine Unterstützung, damit er nicht verhungern müsse. Auch wenn er ihn durch eine Bürgschaft nicht retten konnte, überwies er Julius Hirschberger monatlich eine kleine Summe.Ansprache Dr. Joan Long Salomon der Stolpersteinverlegung für Julius Hirschberger am 15. Oktober 2015 (PDF, englisch) Kennkarte Julius Hirschberger Taunusstraße 31 Mainz 140px HIER WOHNTE MARTHA HORCH JG. 1893 GEDEMÜTIGT/ENTRECHTET FLUCHT IN DEN TOD 18.3.1942 140px Leibnizstraße 8 Mainz 140px 140px HIER WOHNTE KLARA KALLMANN GEB. NUSSBAUM JG. 1873 DEPORTIERT 1942 THERESIENSTADT ERMORDET 22.11.1942 140px Kennkarte Friedrich Kallmann HIER WOHNTE FRIEDRICH KALLMANN JG. 1904 DEPORTIERT 1942 PIASKI ERMORDET 140px HIER WOHNTE JOHANNA KALLMANN JG. 1910 DEPORTIERT 1942 PIASKI ERMORDET 140px HIER WOHNTE HANS KALLMANN JG. 1934 DEPORTIERT 1942 PIASKI ERMORDET 140px Kaiserstraße 11 Mainz 140px 140px HIER WOHNTE DR. KARL MORITZ LADENBURG JG. 1895 VERHAFTET MÄRZ 1942 GEFÄNGNIS FRANKFURT A. M. BUCHENWALD ERMORDET 12.10.1942 140px Die beiden unverheirateten Brüder Karl und Siegfried waren beide Weltkriegsveteranen. Sie betrieben in der Kaiserstraße 11 ein Maklergeschäft für Finanzierungen, Immobilien und Hypotheken. Infolge des Pogroms wurde Karl Ladenburg vom 11. November bis 17. Dezember 1938 im KZ Buchenwald inhaftiert, seinem Bruder blieb das erspart. Sie standen jedoch fortan unter Beobachtung und wurden vom 11. August bis 6. November 1939 in der Mainzer Haftanstalt gefangen gehalten wegen angeblicher „Devisenvergehen“. Alle ihre Bemühungen nach Südamerika oder in die USA auszuwandern scheiterten. Als sie davon erfuhren, dass sie am 25. März 1942 auf der Deportationsliste nach Piaski standen, flüchteten sie nach Köln, wurden aber von der Kölner Polizei gefasst, von der Gestapo Darmstadt unter „Schutzhaft“ gestellt und in das Frankfurter Polizeigefängnis eingeliefert. Am 24. Juli 1942 verschleppten die Nazi-Schergen die Brüder Dr. Karl Moritz und Siegfried Ladenburg in das KZ Buchenwald. Dort kamen beide ums Leben: Siegfried Ladenburg wurde am 14. August 1942 angeblich „auf der Flucht erschossen“, Karl Ladenburg starb am 12. Oktober 1942 angeblich an „Grippe“.Hedwig Brüchert; Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e. V. HIER WOHNTE SIEGFRIED LADENBURG JG. 1899 VERHAFTET MÄRZ 1942 GEFÄNGNIS FRANKFURT A. M. BUCHENWALD ERMORDET 14.8.1942 140px Hindenburgstr. 47 Mainz 140px 140px Regina Lackner, USA HIER WOHNTE MARGARETE LEVI GEB. WEISSMANN JG. 1886 FLUCHT 1941 USA 140px HIER WOHNTE RABBINER DR. SALI LEVI JG. 1883 VOR FLUCHT TOT 25.4.1941 BERLIN 140px Taunusstraße 51 Mainz 140px 140px HIER WOHNTE ADOLF ERNST LÖWENSBERG JG. 1911 DEPORTIERT 1942 PIASKI ERMORDET 140px Adolf Ernst Löwensberg ist am 30. Juni 1911 in Mainz als Sohn des Rechtsanwaltes Max Löwensberg und der Nürnbergerin Eugenie Kohn geboren. Er hatte zwei Schwestern. Seine Mutter statb 1921; sein Vater 1931. Er durchlief eine Ausbildung zum Kaufmann und leitete die Familienbrauerei in Ingelheim nebst Großmutter und seinen Onkeln Fritz und Hugo Löwensberg. Während seine Schwestern 1933 und 1939 ins Ausland flohen. Er wurde in die Taunusstraße 51 zwangseinquartiert, wo er seine Ehefrau Hannelore kennenlernte. November 1941 heirateten sie und wurden in die Grebenstraße 12 eingewiesen, ein „Judenhaus“, das vorher seiner Großmutter Amalie gehörte. Im März 1942 wurde er gemeinsam mit seiner Frau und seiner Schwiegermutter nach Piaski deportiert. HIER WOHNTE HANNELORE LÖWENSBERG GEB. BAUMGARTEN JG. 1919 DEPORTIERT 1942 PIASKI ERMORDET 140px Hannelore Löwensberg, geb. Baumgarten, kam am 11. Oktober 1919 als Tochter von Bella und Joseph Baumgarten in Mainz zur Welt. Sie besuchte die Höhere Mädchenschule bis 1933/34, bevor sie diese verlassen musste. Danach besuchte sie die Jüdische Bezirksschule bis zu deren Brand 1938. Sie arbeitete später als Schneiderin. 1936 zogen Hannelore, ihre Mutter, Tante und Großmutter in die Taunusstraße 45. Hier lernte sie Adolf Ernst Löwensberg kennen, den sie November 1941 ehelichte. Am 23. März 1942 wurden Hannelore, ihr Ehemann und ihre Mutter nach Piaski deportiert. HIER WOHNTE HUGO LÖWENSBERG JG. 1880 FLUCHT 1939 FRANKREICH INTERNIERT DRANCY DEPORTIERT 1943 ERMORDET IN MAJDANEK 140px Hugo Löwensberg kam 1880 als Sohn von Amalie, geb. Herxheimer, und Adolf Löwensberg zur Welt. Er floh gemeinsam mit seiner Frau Else, geb. Löwenthal (ge. 1896) nach Frankreich und wurde in Drancy interniert. 1943 wurde das Paar nach Majdanek deportiert und ermordet. Josefsstraße 71 Mainz 140px 140px Frauenlob-Gymnasium Mainz HIER WOHNTE MAX LONDON JG. 1885 DEPORTIERT 1942 THERESIENSTADT ERMORDET 11.2.1944 140px Kennkarte Ruth London HIER WOHNTE RUTH LONDON JG. 1921 DEPORTIERT 1942 PIASKI ERMORDET IN MAJDANEK 140px HIER WOHNTE SELMA LONDON GEB. CAHN JG. 1888 DEPORTIERT 1942 THERESIENSTADT ERMORDET 11.12.1942 140px HIER WOHNTE WALTER LONDON JG. 1924 DEPORTIERT 1942 PIASKI ERMORDET 17.6.1942 MAJDANEK 140px Kaiserstraße 53 Mainz 140px 140px HIER WOHNTE ALBERT MAYER JG. 1874 FLUCHT 1933 FRANKREICH INTERNIERT DRANCY DEPORTIERT 1943 ERMORDET IN AUSCHWITZ 140px Kennkarte Albert Mayer HIER WOHNTE BERNHARD ALBERT MAYER JG. 1914 FLUCHT 1937 SCHWEIZ 140px HIER WOHNTE EMMA MAYER GEB. LAUINGER JG. 1887 FLUCHT 1939 FRANKREICH 1940 SCHWEIZ 140px HIER WOHNTE JULA MAYER JG. 1910 FLUCHT 1939 FRANKREICH MIT HILFE ÜBERLEBT 140px HIER WOHNTE MARGRIT MAYER JG. 1913 FLUCHT FRANKREICH MIT HILFE ÜBERLEBT 140px Hindenburgstraße 53 Mainz 140px