Die HPP Architekten GmbH ist ein national und international tätiges deutsches Architekturbüro mit Hauptsitz in Düsseldorf. Als Architektenpartnerschaft ist HPP mit insgesamt dreizehn Bürostandorten in Deutschland, den Niederlanden, China und der Türkei vertreten und beschäftigt 530 Mitarbeiter. In Deutschland sind zusätzlich die Tochtergesellschaften HPP International Planungsgesellschaft mbH, HPP Service GmbH, HPP Generalplanung GmbH und HPP Projektmanagement GmbH registriert.

Geschichte mini|hochkant|Dreischeibenhaus in Düsseldorf vor der Modernisierung mini|Tonhalle in Düsseldorf mini|Deutsches Fußballmuseum in Dortmund mini|Hochschule Ruhr West in Mülheim an der Ruhr mini|L’Oréal Horizon Düsseldorf Im Jahr 1933 gründete Helmut Hentrich nach Tätigkeiten bei Ernő Goldfinger in Paris und bei Norman Bel Geddes in New York City sowie nach Abschluss eines Referendariats in der staatlichen Hochbauverwaltung ein eigenes Büro in Düsseldorf, einen Vorläufer des heutigen Unternehmens HPP. Zwei Jahre später schloss sich Hentrich mit Hans Heuser zur Architektengemeinschaft Hentrich & Heuser zusammen. Ihr Büro beteiligte sich an bedeutenden Wettbewerben im Deutschen Reich. 1944 erhielt es vom Arbeitsstab für den Wiederaufbau bombenzerstörter Städte den Auftrag, den Wiederaufbau Krefelds zu planen. Nach dem Zweiten Weltkrieg führte es als gut eingeführtes Büro seine erfolgreiche Arbeit nahtlos fort, auch dank guter Kontakte zu Friedrich Tamms und Hanns Dustmann, die den Wiederaufbau Düsseldorfs planten. Im Düsseldorfer Architektenstreit wurden diese Beziehungen kritisch hinterfragt.Werner Durth: Deutsche Architekten. Biographische Verflechtungen 1900–1970. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1992, ISBN 3-52828705-5, S. 367 ff.

Als Heuser 1953 starb, setzte Helmut Hentrich die Arbeitsgemeinschaft mit Hubert Petschnigg fort. 1969 wurden neue Partner aufgenommen. Einer der Partner wurde der Mitarbeiter Hans Köllges. Von nun an hieß das Büro HPP – Hentrich-Petschnigg & Partner.

1968 begann die Internationalisierung und HPP entwarf den Bürostandort für das Standard Bank Centre in Südafrika, das erste Hochhaus der Stadt Johannesburg. Danach folgten weitere internationale Projekte sowie erste internationale Standorte in den 2000ern. Nach dem Tod von Hubert Petschnigg 1997 und nach dem Tod von Unternehmensgründer Helmut Hentrich 2001 wurde die Gesamtleitung des Architekturbüros jeweils neu aufgestellt. Im Jahr 2017 firmierte die HPP Hentrich-Petschnigg & Partner GmbH + Co. KG zur HPP Architekten GmbH um.

Mittlerweile arbeitet die Düsseldorfer Architektenpartnerschaft in der vierten Generation und ist mit 13 Bürostandorten und 450 Mitarbeitern national und international vertreten.

Als größtes deutsches Architekturbüro belegt HPP im europäischen Ranking den dritten Platz (2021). Im weltweiten Vergleich der größten Architektur- und Planungsbüros belegt HPP Platz 18 (2024).

Leistungsspektrum und Bautypologien Zum Leistungsspektrum von HPP gehören Städtebau, Architektur und Innenarchitektur, Quartiers- und Stadtplanung sowie Revitalisierung, Generalplanung und Projektmanagement. Zu den Bautypologien zählen die Bereiche Corporate Headquarters, Büro- und Verwaltungsgebäude, Hotel- und Wohnungsbau, Krankenhausbauten, Sport- und Freizeiteinrichtungen, Kulturbauten, Einkaufszentren, Bauten für Lehre und Forschung, Industrie- und Verkehrsbauten.

Bauprojekte Seit Unternehmensgründung wurden (Stand: 2020) mehr als 1.200 Projekte unterschiedlicher Bautypologien realisiert. Zu den bedeutendsten gehören u. a.:

1960: Dreischeibenhaus 1964: Unilever-Haus, Hamburg 1968: Standard Bank Centre, Johannesburg 1974: Ruhr-Universität Bochum (die Mensa (1968–70) und das Auditorium Maximum (1969–74)) 1989: Maritim Hotel Bonn 1992: Zentrale der Sparkasse KölnBonn an der Hahnenstraße 1996: Veltins-Arena, Gelsenkirchen 2010: Rheinhallen Köln 2012: Vodafone-Campus, Düsseldorf 2014: Modernisierung des Dreischeibenhauses Düsseldorf 2015: Kongreßhalle Leipzig 2015: LVM 5, Münster mini|maxCologne in Köln2015: Deutsches Fußballmuseum, Dortmund 2015: Justizzentrum Gelsenkirchen 2016: Hochschule Ruhr West, Mülheim an der Ruhr 2017: maxCologne 2017: L’Oréal Horizon, Düsseldorf 2019: Huide Tower, Shenzhen 2020: Maslak Square, Istanbul 2021: Pudong Soccer Arena, Shanghai 2021: Hochschule für Musik und Tanz Köln 2021: The Cradle, Düsseldorf 2021: Europa-Park-Stadion, Freiburg 2023: Nanshan Science & Technology Innovation Center 2012–2026: Sanierung Kölner Oper und Schauspiel Köln

Auszeichnungen und Preise 1999: 2. Preis – Verzinkerpreis für Architektur und Metallgestaltung für Neven DuMont-Haus, Köln 2015: Kongresshalle Leipzig, Architekturpreis der Stadt Leipzig, Lobende Erwähnung 2015: AND Istanbul, European Property Awards 2015: Dreischeibenhaus, MIPIM Award „Best Refurbished Building“ 2017: Hochschule Ruhr West Mülheim a.d.R., Auszeichnung guter Bauten 2018: The Cradle, Iconic Award: Innovative Architecture 2018: Finnlandhaus, BDA Hamburg Architektur Preis, Würdigung 2018: The Cradle, MIPIM/The Architectural Review Future Project Award 2019: Bismarck Quartier Düren, FIABCI Prix d’Excellence Germany Official Selection 2020: L’Oréal Headquarters Düsseldorf, iF Design Award Offices / Workspaces 2022: Europa-Park Stadion Freiburg, Iconic Awards: Innovative Architecture 2022 in der Kategorie Architecture: Public/Culture/Education 2022: Europa-Park Stadion Freiburg, International Architecture Awards 2022 in der Kategorie Sport and Recreation 2024: Städtebaulicher einstufiger Wettbewerb, nichtoffen: Neubau Justizzentrum Köln am Inneren Grüngürtel, mit Düsseldorfer Vössing Ingenieurgesellschaft (Verkehrsanlagenplanung) BLB NRW: Neubau Justizzentrum Köln, abgerufen am 13. Mai 2024

Publikationen 2023: Bauwelt Einblick, Re/View the Next HPP, Bauverlag BV GmbH 2015: Kongresshalle am Zoo Leipzig, jovis Verlag GmbH, Berlin / Publisher: Falk Jaeger, ISBN 978-3-86859-404-1 2015: Kristall, jovis Verlag GmbH, Berlin Publisher: Falk Jaeger ISBN 978-3-86859-336-5 2013: HPP Architekten Balance (german/english), Hatje Cantz Verlag, Ostfildern ISBN 978-3-7757-3688-6 2009: HPP Architekten Leitbilder (german/english), Hatje Cantz Verlag, Ostfildern ISBN 978-3-7757-2172-1

Siehe auch Liste der Hochhäuser in Leipzig

Einzelnachweise

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