Kolonistenkrug (dänisch KolonistkroAnders Bjerrum: Sydslesvigs Stednavne, Bd. 4, 1979–1986, S. 188) ist ein Ort der Gemeinde Handewitt. der teilweise auch Haurupfeld-West genannt wird.Gemeinde Handewitt (Hg.): Amts-Chronik Handewitt, Handewitt 2013, S. 644.

Lage Der Ort besteht aus der gleichnamigen Straße Kolonistenkrug, die nach Westen bis an den Rand der Gemeinde Großenwiehe führt. Insgesamt besitzt die Straße heute vier Adress-Nummern (1–4).Gemeinde Handewitt (Hg.): Amts-Chronik Handewitt, Handewitt 2013, S. 657. Am östlichen Ende der Straße Kolonistenkrug liegen zudem die Häuser der Straße Haurup-West, mit den Hausnummern Haurup-West Nr. 2, 2a, 3, 4, 4a und 5.Gemeinde Handewitt (Hg.): Amts-Chronik Handewitt, Handewitt 2013, S. 652 f. Direkt 1,5 Kilometer nördlich liegt Christiansheide. Die Dörfer Hüllerup und Haurup liegen 1,5 und 2,5 Kilometer nordöstlich entfernt. Direkt nördlich und südlich beim Dorf Haurup liegen im Übrigen Haurup-Nord und Haurup-Süd (beziehungsweise Haurupfeld-Nord und Haurupfeld-Süd).Gemeinde Handewitt (Hg.): Amts-Chronik Handewitt, Handewitt 2013, S. 644 und 665. Der Hauptort der Gemeinde Handewitt liegt fünf Kilometer nördlich vom Kolonistenkrug entfernt. Drei Kilometer südöstlich liegt des Weiteren der Ort Wanderup.

Geschichte Ab 1761 ließ König Friedrich V. die dünnbesiedelten Heide- und Moorgebiete auf der Schleswigschen Gest durch Menschen aus Pfalz und Hessen kolonisieren.Gemeinde Handewitt (Hg.): Amts-Chronik Handewitt, Handewitt 2013, S. 684. Auf dem Hauruperfeld-WestKirchspiels Handewitt (Hg.): Chronik des Kirchspiels Handewitt, 1990 Leck, S. 71 f. wurden drei Kolonistenstellen eingerichtet, welche zur Kolonie Nr. 9 Magdalenenheide gehörten.Kirchspiels Handewitt (Hg.): Chronik des Kirchspiels Handewitt, 1990 Leck, S. 444. Weitere Teile der besagten Kolonie Nr. 9 entstanden zeitgleich auf dem benachbarten Gebiet von Großenwiehe.Kolonisten Atlas. Zum 250-jährigen Jubiläum der Heide- und Moorkolonisation im Herzogtum Schleswig, Barderup und Jörl 2011, S. 9. Der Hauruper Teil der Kolonie Magdalenenheide bestand aus den Kolonistenstellen Wagers Hof (Kolonistenkrug Nr. 1), Plessen Hof (Haurup-West Nr. 3) und Doratheen Hof (Haurup-West Nr. 5).Kirchspiels Handewitt (Hg.): Chronik des Kirchspiels Handewitt, 1990 Leck, S. 444 und Gemeinde Handewitt (Hg.): Amts-Chronik Handewitt, Handewitt 2013, S. 652 f. und 657.

Die Anfänge gestalteten sich für die Kolonisten sehr schwer: Das zugeteilte Land war klein, der Boden schlecht, Nebenverdienste waren ihnen nicht gestattet. Am 5. April 1794 erhielt jedoch der Wagers Hof die Kruggerechtigkeit durch König Christian VII. Seitdem konnten Kutscher und Pferde in der Gaststätte „Kolonistenkrug“ eine Ruhepause einlegen.Kirchspiels Handewitt (Hg.): Chronik des Kirchspiels Handewitt, 1990 Leck, S. 503 Auf den Karten der dänischen Landesaufnahme von 1857/58 sowie der Preußischen Landesaufnahme um 1879 war der Ort verzeichnet. Die namensgebende Gastwirtschaft des Ortes stellte 1927 ihren Betrieb ein. Der Ortsname Kolonistenkrug blieb jedoch erhalten.Kreiskarte Flensburg. Landesvermessungsamt Schleswig-Holstein 1970. Der Ort wurde 1974 als Bestandteil der Gemeinde Haurup nach Handewitt eingemeindet.Gemeinde Handewitt (Hg.): Amts-Chronik Handewitt, Handewitt 2013, S. 665 und 657.

Nordwestlich des Ortes entstand in neuerer Zeit der „Windpark Kolonistenkrug“.Norddata. Windpark Kolonistenkrug Verwaltungs UG, Großenwiehe, abgerufen am: 18. Juli 2020Branchenbuch. Windpark Kolonistenkrug UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG, abgerufen am: 18. Juli 2020 Der Ort besitzt heute außerdem auch noch eine Bushaltestelle Kolonistenkrug. Mittels der Linie 125 ist beispielsweise von dort der Zentrale Omnibusbahnhof Flensburg erreichbar.Rohde Verkehrsbetriebe. Fahrplan Linie 125 sowie , jeweils abgerufen am: 18. Juli 2020

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Handewitt) Kategorie:Ort im Kreis Schleswig-Flensburg