mini|NSG-Schild mini|Naturschutzgebiet Lühlingsbach-Nettetal im Vordergrund

Das Naturschutzgebiet Lühlingsbach-Nettetal mit 37 ha Flächengröße liegt im Stadtgebiet von Bad Wünnenberg im Kreis Paderborn. Das Naturschutzgebiet (NSG) wurde 1996 vom Kreistag mit dem Landschaftsplan Büren-Wünnenberg ausgewiesen. Das Gebiet ist seit 2004 auch als FFH-Gebiet Leiberger Wald (DE 4517-303) geschützt.Kreis Paderborn: Landschaftsplan Büren-Wünnenberg, Paderborn 1996. S. 7 ff Direkt westlich grenzt im Stadtgebiet Brilon bzw. im Hochsauerlandkreis das Naturschutzgebiet Lühlingsbachtal an und teils das Landschaftsschutzgebiet FFH-Gebiet Leiberger Wald. Östlich grenzt das NSG Leiberger Wald an. Das NSG gehört seit 2023 zum Vogelschutzgebiet Diemel- und Hoppecketal mit angrenzenden Wäldern.

Gebietsbeschreibung Das NSG liegt nördlich und nordwestlich von Bleiwäsche. Es beginnt nahe der Landstraße 959. Die Bundesstraße 480 zerschneidet das NSG in zwei Teilflächen.

Beim NSG handelt es sich um den Lauf des Lühlingsbaches im Kreis Paderborn mit der Flussaue. Noch innerhalb des NSG mündet der Lühlingsbach in den Fluss Nette. Das Gebiet wird als Grünland mit Wiesen- und Weideflächen genutzt oder ist brach gefallen. Im NSG gibt es Feucht- und Nassgrünland, Ufergehölze und Baumreihen. Auch Großseggenriede und Krautfluren sind zu finden. Mäander strukturierten die Bäche. Auch kleinere Bereiche mit Laub- und Fichtenwald liegen im NSG.

Im NSG kommen seltene Tier- und Pflanzenarten vor. Die Ausweisung erfolgte auch wegen Arten nach FFH- oder Vogelschutzrichtlinie wie Groppe, Schwarzstorch und Rotmilan.

Naturschutzmaßnahmen Nach dem Orkan Kyrill im Januar 2007 wurde ein zerstörter Fichtenbestand durch den Kreis Paderborn gekauft. 2008 räumte man die Fläche und mulchte sie. Anschließend erfolgte eine Günlandeinsaat. Ein feuchter Teilbereich konnte zunächst nicht bearbeitet werden, wobei ein flacher Teich zurückblieb, er konnte erst 2010 bei trockener Witterung bearbeitet werden. Der Teich, in dem schon 2008 Grasfrösche laichten, blieb bestehen, wobei man die Uferlinie 2010 abflachte. Das Grünland wird extensiv beweidet. Der angrenzende Fichtenbestand im Naturschutzgebiet Lühlingsbachtal auf der westlichen Bachseite wurde durch den Hochsauerlandkreis erworben. Auch dieser Bereich wurde in Grünland umgewandelt. Eine ehemalige Fischteichanlage gestaltete man naturnah um. Im Naturschutzgebiet Lühlingsbach-Nettetal kaufte der Kreis Paderborn den Großteil der Flächen auf, um das Grünland extensiv durch Landwirte nutzen zu lassen.

Siehe auch Liste der Naturschutzgebiete im Kreis Paderborn Liste der FFH-Gebiete in Nordrhein-Westfalen

Literatur Kreis Paderborn: Landschaftsplan Büren-Wünnenberg. Paderborn 1996.

Weblinks

Naturschutzgebiet Lühlingsbach-Nettetal auf der Website des Kreises Paderborn

Einzelnachweise

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