Atid (veraltet Eted; ) ist eine Gemeinde im Kreis Harghita, in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Atid im Kreis Harghita Die Gemeinde Atid liegt in den Subkarpaten (Subcarpați), einem Vorland der Ostkarpaten. In der historischen Region Szeklerland im Westen des Kreises Harghita befindet sich der Ort Atid an der Mündung des Baches Firtuș in den Cușmed, einem linken Zufluss der Târnava Mică (Kleine Kokel). An der Kreisstraße (drum județean) DJ 136A liegt der Ort Atid 23 Kilometer östlich der Kleinstadt Sângeorgiu de Pădure (Sankt Georgen auf der Heide) im Kreis Mureș und etwa 80 Kilometer westlich von der Kreishauptstadt Miercurea Ciuc (Szeklerburg) entfernt.
Geschichte Der mehrheitlich von Szeklern bewohnte Ort Atid wurde erstmals 1566 urkundlich erwähnt. Auf dem Areal des von den Einheimischen Pârâului Cetății (ungarisch Várpatak) genannten Ortes wurde ein Erdwall noch keinem Zeitalter zugeordnet.Institutul Național al Patrimoniului – Atid - Fortificaţie de pământ de la Atid - Dealul Cetății, abgerufen am 6. Oktober 2022 (rumänisch). Jedoch werden auf dem gesamten Gemeindegebiet archäologische Funde unterschiedlichen Zeitaltern zugeordnet. Die meisten davon befanden sich im eingemeindeten Dorf Șiclod (ungarisch Siklód). Nordöstlich des Dorfes wird auf einem andesitischen Tuffstein eine Burg mündlich erwähnt.Institutul Național al Patrimoniului – Șiclod - Topoarele de bronz de la Șiclod, abgerufen am 6. Oktober 2022 (rumänisch).
Auf dem Areal Várkert des eingemeindeten Dorfes Inlăceni (ungarisch Énlaka) befand sich das etwa zwei Hektar große römische Hilfstruppenlager, genannt Praetoria Augusta.Institutul Național al Patrimoniului – Inlăceni - Castrul roman de la Inlăceni - Cetate, abgerufen am 6. Oktober 2022 (rumänisch).
Zur Zeit des Königreichs Ungarn gehörte Atid dem Stuhlbezirk Székelykeresztúr in der Gespanschaft Udvarhely (), anschließend dem historischen Kreis Odorhei und seit 1950 dem heutigen Kreis Harghita an.
Bevölkerung Die Bevölkerung der heutigen Gemeinde Atid entwickelte sich wie folgt: Volkszählung Ethnische Zusammensetzung Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere 1850 5203 150 4849 - 204 1941 5828 - 5659 3 166 2002 2837 14 2791 - 32 2011 2705 10 2283 - 412 2021 2594 7 2286 - 301 (34 Roma) Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Atid die höchste Einwohnerzahl und die der Magyaren 1941 ermittelt. Die höchste Anzahl der Rumänen wurde 1850, der Deutschsprechenden (34) 1880 und die der Roma (227) 1977 registriert.Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 in Siebenbürgen bei kia.hu, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 675 kB; ungarisch).
Sehenswürdigkeiten Im Gemeindezentrum stehen die reformierte Kirche und der Glockenturm,Angaben zur reformierten Kirche in Atid bei biserici.org, abgerufen am 12. Juli 2020 (rumänisch). 1678 errichtet und 1797 umgebaut, laut dem Verzeichnis historischer Denkmäler des Ministeriums für Kultur und nationales Erbe (Ministerul Culturii și Patrimoniului Național) unter Denkmalschutz.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch). Im eingemeindeten Dorf Cușmed (ungarisch Küsmöd) stehen die reformierte Kirche,Angaben zur reformierten Kirche in Cușmed bei biserici.org, abgerufen am 12. Juli 2020 (rumänisch), im 13. Jahrhundert errichtet, im 18. Jahrhundert umgebaut, und der Holzglockenturm, 1747 errichtet, unter Denkmalschutz. In Cușmed steht das Haus des Töpfers Zsigmond Bereczki, 1858 errichtet, unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Inlăceni steht die unitarische Kirche,Angaben zur reformierten Kirche in Inlăceni bei biserici.org, abgerufen am 12. Juli 2020 (rumänisch), im 15. Jahrhundert errichtet, im 19. Jahrhundert umgebaut, unter Denkmalschutz. Der Glockenturm wurde 1688 errichtet, die Ringmauer 1753. Im eingemeindeten Dorf Șiclod steht der Holzglockenturm der reformierten Kirche, 1784 errichtet,Angaben zur reformierten Kirche in Șiclod bei biserici.org, abgerufen am 12. Juli 2020 (rumänisch) unter Denkmalschutz. Auf dem Gebiet des eingemeindeten Dorfes Inlăceni (Énlaka) sind Reste des römischen Steinkastells Praetoria Augusta zu erkennen.
Städtepartnerschaft Die Gemeinde Aitid mit deren eingemeindeten Dörfern pflegen Partnerschaften mit den niederländischen Orten Hardenberg und Tricht, und den ungarischen Orten Hollókő, Jászivány, Kazár, Kondoros, Sárszentlőrinc, Zalaapáti, dem V. Budapester Bezirk und Ete im Kreis Kisbér.Angaben zu Städtepartnerschaften auf der Website der Gemeinde Atid, abgerufen am 12. Juli 2020 (rumänisch).
Weblinks
Die Gemeinde Atid bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1566