Die G.O. Sars ist ein norwegisches Fischereiforschungsschiff.

Das Schiff wird vom Havforskningsinstituttet bereedert und gemeinsam von der Universitetet i Bergen und dem Havforskningsinstituttet genutzt. Namensgeber des Schiffes ist der norwegische Meeresbiologe Georg Ossian Sars., University of Bergen. Abgerufen am 9. Juli 2020.

Geschichte Das Schiff wurde unter der Baunummer 175 von Flekkefjord Slipp & Maskinfabrikk gebaut. Der Bauvertrag wurde am 22. Dezember 2000 unterzeichnet. Der Rumpf des Schiffes wurde von der polnischen Crist-Werft zugeliefert. Der Bau der Sektionen dort begann im Herbst 2001. Die Sektionen wurden Anfang 2002 zusammengeschweißt und der Rumpf anschließend zur Kvina Verft in Norwegen geschleppt, wo der Neubau bis Mitte August 2002 ausgerüstet und mit den Aufbauten versehen wurde. Die Endausrüstung erfolgte bei Flekkefjord Slipp & Maskinfabrikk. Die Fertigstellung des Schiffes erfolgte am 11. April 2003, die Übergabe an den Auftraggeber am 25. April 2003. Das Schiff wurde am 7. Mai 2003 in Bergen getauft. Taufpatin war die norwegische Königin Sonja von Norwegen. Der Schiffsentwurf stammte vom norwegischen Unternehmen Skipsteknisk. Der Bau des Schiffes kostete rund 400 Millionen norwegische Kronen.Helge Martin Markussen: Fra krigsbytte til Ship of the Year, Skipsrevyen, 2. November 2018. Abgerufen am 19. März 2025.

Technische Daten Der Antrieb des Schiffes erfolgt dieselelektrisch. Für die Propulsion stehen zwei Teco-Westinghouse-Elektromotoren mit jeweils 3.000 kW Leistung zur Verfügung, die direkt auf einen Festpropeller wirken., University of Bergen. Abgerufen am 9. Juli 2020. Die Stromversorgung der Antriebsmotoren erfolgt über drei Generatorsätze mit drei Wärtsilä-Dieselmotoren (Typ: 6L32) mit jeweils 2.700 kW LeistungG.O. Sars, Wärtsilä. Abgerufen am 9. Juli 2020. und drei Siemens-Generatoren mit jeweils 3.250 kVA Scheinleistung. Darüber hinaus wurden ein Hafengenerator mit einem Dieselmotor des Herstellers Volvo Penta (Typ: D25MS) und einem Stamford-Generator sowie ein Notstromaggregat, ebenfalls mit einem Dieselmotor des Herstellers Volvo Penta (Typ: TAMD 103) und einem Stamford-Generator verbaut.G.O. Sars Research Vessel, Norway, Ship Technology. Abgerufen am 9. Juli 2020.Volvo Penta delivers auxiliary engine and emergency genset to the ‘Ship of the Year’ in Norway, Volvo, 7. August 2003. Abgerufen am 19. März 2025.

Das Schiff ist mit je einem Bug- und einem Heckstrahlruder mit 600 bzw. 450 kW Leistung sowie einer Propellergondel mit 900 kW Leistung im Bug­bereich ausgestattet. Es verfügt über ein System zur dynamischen Positionierung.Fishery research vessel G.O. Sars, Wärtsilä Encyclopedia of Marine Technology. Abgerufen am 9. Juli 2020.

Der Rumpf des Schiffes ist eisverstärkt., Maritimt Magasin, 10. März 2008.

Ausstattung Das Schiff verfügt über sieben Decks. Es ist mit verschiedenen Nass- und Trockenlaboren ausgestattet. An Deck können mehrere 10-Fuß-Container mitgeführt werden. Das als Trawler gebaute Schiff ist für die Schleppnetzfischerei mit Schwimmschleppnetzen zur pelagischen Fischerei bzw. Grundschleppnetzen ausgerüstet. Weiterhin verfügt es über Sonar- und Echolotanlagen, Scientific references, Kongsberg Maritime. und ist für den Einsatz von ROVs ausgerüstet. An Bord befinden sich verschiedene Krane und Winden.

An Bord ist Platz für 45 Personen in insgesamt 32 Kabinen (13 Doppel- und 19 Einzelkabinen), davon 15 für Besatzungsmitglieder und 30 für Wissenschaftler.

Das Schiff kann bis zu 45 Tage auf See bleiben und dabei 18.000 Seemeilen zurücklegen.G.O. Sars, Vessel Data and Contact Information, International Research Vessel Schedules & Information. Abgerufen am 9. Juli 2020.

Sonstiges Das Schiff wurde 2003 von der norwegischen Fachzeitschrift Skipsrevyen mit dem „Ship of the Year Award“ ausgezeichnet.Tom Arild Støle: «G. O. Sars» årets skip, Fædrelandsvennen, 3. Juni 2003. Abgerufen am 19. März 2025.Helge Martin Markussen: Past winners of Ship of The Year, Skipsrevyen, 31. Mai 2023. Abgerufen am 19. März 2025. Es erfüllt die Vorgaben des International Council for the Exploration of the Sea in Bezug auf das Emittieren von Unterwasserschall (ICES 209).

Das Schiff war 2010 Thema der Dokumentationsserie „Mighty Ships“ des Discovery Channels.Discovery channel aboard the G.O. Sars, Centre for Geobiology, University of Bergen, 3. Juli 2009. Abgerufen am 9. Juli 2020.G.O. SARS, Mighty Ships: Season 3, Episode 1, Internet Movie Database. Abgerufen am 9. Juli 2020.

Weblinks

Infos zum Schiff, Institute of Marine Research (Havforskningsinstituttet) , University of Bergen GA-Plan des Schiffes (PDF, 1,9 MB) Our ships – and the men whose name they bear, Institute of Marine Research. (PDF, 2,2 MB)

Einzelnachweise

Kategorie:Forschungsschiff (Norwegen) Kategorie:Schiff mit dieselelektrischem Antrieb Kategorie:Fischereiwissenschaft Kategorie:Fischerei (Norwegen)