Der Nahleberg ist eine künstliche Erhebung im Stadtgebiet von Leipzig und geht auf die Deponie Möckern zurück. Die Bezeichnung Nahleberg ist nicht offiziell, hat sich aber eingebürgert, und verweist auf das gleichnamige Fließgewässer, einen Nebenarm der Weißen Elster.

Topographie Die ehemalige Halde bedeckt eine Fläche von 25 Hektar und liegt auf der Gemarkung Möckern. Sie wird an drei Seiten von Gewässern begrenzt: Östlich ist dies die Neue Luppe, die in einem sanften Linksbogen dann im Norden vorbeizieht, im Westen fließt die namensgebende Nahle. Die südliche Begrenzung bildet ein Teilstück der Thüringischen Eisenbahn. Der Nahleberg erreicht eine Höhe von etwa 35 Metern über die sonst flachen Niveau der Leipziger Tieflandsbucht und 147 Meter über NN. Damit ist er etwas niedriger als der deutlich bekanntere Fockeberg.

Geschichte Das Gebiet war früher von Auenwald bestanden. Von 1937 bis 1983 wurde hier Haushaltsmüll aufgeschüttet. 2003 begannen Renaturierungsarbeiten im Umfang von 4,3 Millionen Euro. Seit 2008 ist das Gelände für die Öffentlichkeit freigegeben, in Teilen aber „auf eigene Gefahr“. Befestigte Wege führen auf das Plateau, von wo man an einigen Stellen einen guten Blick auf die Innenstadt hat, inzwischen ist die Vegetation aber schon so hoch gewachsen, dass sich das auf wenige Punkte beschränkt. Eine Zeitlang wurde der Nahleberg stark von Mountainbikern frequentiert. Trotz wiederholter Sanierungen sind Teile der Bedeckung an den Hängen abgerutscht und haben Hausmüllreste freigegeben. Deswegen und wegen rechtlicher Bedenken ist der Nahleberg kein offiziell ausgewiesenes Naherholungsgebiet.

Flora Auf der Deponie wurden während der Renaturierung verschiedene Gehölze angepflanzt oder haben sich im Rahmen der natürlichen Sukzession ausgebreitet, unter anderem Spitzahorn, gemeine Esche, Sanddorn, Robinie, Weißdorn und schwarzer Holunder.

Ausblick

Quellen Leipzig-Lexikon

Weblinks

Kategorie:Geographie (Leipzig) Kategorie:Schuttberg Kategorie:Berg in Europa Kategorie:Berg in Sachsen