Moacșa [] (veraltet Macșa oder Mocșa; ) ist eine Gemeinde im Kreis Covasna in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Moacșa im Kreis Covasna Die Gemeinde Moacșa liegt in der Kronstädter Senke (Depresiunea Brașovului), in den Südausläufern der Bodocer Berge (Munții Bodoc) – ein Teilgebirge der Ostkarpaten. In der historischen Region Szeklerland im Kreis Covasna befindet sich der Ort Moacșa am Bach Pădureni, ein rechter Zufluss des Râul Negru (Schwarzbach), an der Nationalstraße DN11 und der Bahnstrecke Brașov–Sfântu Gheorghe–Târgu Secuiesc, 15 Kilometer östlich von der Kreishauptstadt Sfântu Gheorghe (Sankt Georgen) entfernt.
Geschichte Der mehrheitlich von Szeklern bewohnte Ort Moacșa wurde erstmals 1332 urkundlich erwähnt. Zwei Kilometer nördlich des Ortes Moacșa zwischen den Bächen Ciubot und Nadaș, auf dem von den Einheimischen genannten Areal Vereșmort (ungarisch Veresmart), deuten archäologische Funde jedoch auf eine Besiedlung des Ortes in die Römerzeit. Die zwei runden acht Meter hohen Erdwälle mit einem Umfang von 80 bzw. 50 Meter neben dem Bach Beșineu wurden noch keinem Zeitalter zugeordnet.Repertoriul Arheologic al României – Moacșa, abgerufen am 8. Juli 2020 (rumänisch). Laut dem Verzeichnis historischer Denkmäler des Ministeriums für Kultur und nationales Erbe (Ministerul Culturii și Patrimoniului Național) wird in Moacșa bei La Fântâna cu linte (ungarisch Lencsékút ) eine Besiedlung in die Jungsteinzeit vermerkt.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch). Hier wurde eine 7 × 5 Meter große Hütte und ein 1 × 1,20 m und 0,50 m hohe in die Erde gegrabener Backofen gefunden.Angaben zum archäologischen Fund in Moacșa bei La Fântâna cu linte, bei ran.cimec.ro, abgerufen am 7. Juli 2020 (rumänisch)
Auf dem Gebiet des Eingemeindeten Dorfes Pădureni (Beschendorf), auf den Arealen von den Einheimischen genannt Bobâlna (ungarisch Bábolna) und Teleacul Mic (ungarisch Kistekelek), deuten Funde auf eine Besiedlung in die Jungsteinzeit und bei Vârful lui Cente werden Funde nach Angaben von G. Téglás eines römischen Militärlagers vermerkt. Zahlreiche archäologische Funde auf dem Gebiet des Dorfes wurden der Jungsteinzeit, der Bronzezeit, der Römerzeit und etliche konnten keinem Zeitalter zugeordnet werden. Die meisten Funde befinden sich im Museum in Sfântu Gheorghe.Repertoriul Arheologic al României – Pădureni, abgerufen am 8. Juli 2020 (rumänisch).
Zur Zeit des Königreichs Ungarn gehörte Moacșa dem Stuhlbezirk Kézdi in der Gespanschaft Háromszék (), anschließend dem historischen Kreis Trei-Scaune (deutsch Drei Stühle) und ab 1950 dem heutigen Kreis Covasna an.
Durch die Loslösung Anfang 2004 des Ortes Dalnic aus der damaligen Gemeinde Moacșa, wurden die Orte Moacșa und Pădureni zu einer eigenständigen Gemeinde.
Bevölkerung Die Bevölkerung der heutigen Gemeinde Moacșa entwickelte sich wie folgt: VolkszählungVarga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 2. November 2008 (PDF; 460 kB; ungarisch). Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere 1850 1.375 5 1.334 1 35 1941 1.661 - 1.629 4 28 2002 1.280 31 1.247 - 2 2011 1.201 27 1.123 - 51 2021 1.239 30 1.170 2 37 Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Moacșa die höchste Einwohnerzahl und die der Magyaren 1941 ermittelt. Die höchste Anzahl der Rumänen (28) wurde 1966, der Rumäniendeutschen (6) 1956 und die der Roma (87) 1966 registriert.
Sehenswürdigkeiten Im eingemeindeten Dorf Pădureni die reformierte KircheAngaben zur reformierten Kirche in Pădureni bei biserici.org, abgerufen am 8. Juli 2020 (rumänisch). im 15. Jahrhundert errichtet und im 19. Jahrhundert umgebaut, steht unter Denkmalschutz. In Pădureni das Landhaus der ungarischen Adelsfamilie Babós-ForróAngaben zum Landhaus Babós-Forró bei monumenteuitate.org, abgerufen am 8. Juli 2020 (englisch, rumänisch) 1825 errichtet, steht unter Denkmalschutz. Auf dem Gebiet der Gemeinde der zwei Kilometer lange Stausee Moacșa-Pădureni wurde in den 1980er Jahren errichtet.Angaben und eine 360°-Ansicht des Stausees Moacșa-Pădureni bei virtualisszekelyfold.ro, abgerufen am 8. Juli 2020 (englisch, rumänisch, ungarisch)
Weblinks
Die Gemeinde Moacșa bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1332