Oxasulfuron ist ein Pflanzenschutzwirkstoff und gehört zur Klasse der Sulfonylharnstoff-Herbizide. Es ist ein beiger Feststoff.
Geschichte Oxasulfuron wurde von Novartis Crop Protection (heute Syngenta) entwickelt und 1996 eingeführt.
Wirkung Oxasulfuron ist ein selektives Herbizid. Über die Wurzeln und Knoten wird es aufgenommen und zum meristematischen Gewebe weitertransportiert. Der Wirkstoff dient als ALS-Inhibitor. Dabei wird die Biosynthese der Aminosäuren L-Leucin, L-Isoleucin und L-Valin, also einiger essentieller Aminosäuren, inhibiert. Dadurch wird die Zellteilung gehemmt, sodass es zum Wachstumsstillstand kommt. Letztendlich verblassen die Pflanzen und es bilden sich Nekrosen, weshalb die Unkräuter absterben.
Verwendung Es wird hauptsächlich gegen breitblättrige Unkräuter und Gräser in Sojakulturen eingesetzt.
Umweltaspekte Oxasulfuron ist nicht bienengiftig, aber chronisch gewässergefährdend. Der Abbau erfolgt hydrolytisch und mikrobiell bei einer Halbwertszeit von ca. 14 Tagen.
Nachweis In Pflanzen und Böden kann eine Rückstandsbestimmung mittels HPLC-Methode durchgeführt werden. Dabei wird ein UV-Detektor benötigt.
Zulassungsstatus In Deutschland sind bislang keine Pflanzenschutzmittel zugelassen, die diesen Wirkstoff enthalten. In der EU darf Oxasulfuron benutzt werden.
Einzelnachweise
Kategorie:Benzolsulfonamid Kategorie:Harnstoff Kategorie:Pyrimidin Kategorie:Alkylsubstituierter Heteroaromat Kategorie:Sauerstoffhaltiger gesättigter Heterocyclus Kategorie:Pflanzenschutzmittel (Wirkstoff) Kategorie:Herbizid