Seit 1965 zeigt die heutige Mazda Motor Corporation regelmäßig neue Konzeptfahrzeuge. Anfangs vor allem auf Weiterentwicklungen des Wankelmotors bedacht, zeigen die Studien seit einigen Jahren meist technische Neuerungen oder Designkonzepte.

Seit 2010 werden die Studien von Mazda im Kodo-Design gestaltet, das auch bei den aktuellen Serienmodellen zur Anwendung kommt.

Chronologische Übersicht Mazda R16A (1965) Der 1965 entwickelte Mazda R16A orientiert sich optisch an Porsche 718 und Lotus 23 und ist ebenfalls mit einem Mittelmotor ausgestattet. Die Testfahrten des Wagens finden zur Erprobung überwiegend auf dem Miyoshi Proving Ground statt. Die Tests mit dem R16A tragen dazu bei, den Zweischeibenmotor des Cosmo zur Serienreife zu bringen.Mazda RX-85 (1967) Mit dem RX-85 folgt im Jahr 1965 eine seriennahe Limousine, die ebenfalls mit einem Wankelmotor ausgestattet ist. Aus ihr entstand das Serienmodell Mazda R100. 200pxMazda RX-87 (1967) Mit dem 1967 gezeigten Mazda MX-87 präsentierte Mazda neben dem Mazda Cosmo 110 S ein weiteres Fahrzeug mit einem Wankelmotor. Es wurde auf der Tokyo Motor Show der Öffentlichkeit vorgestellt und ging 1969 als Mazda R130 in Serie. 200pxMazda RX-500 (1970) Der 1970 präsentierte Mazda RX-500 ist ein Mittelmotor-Sportwagen mit zwei 491-cm³-Wankelmotoren, die gemeinsam 182 kW (247 PS) leisten. Der Wagen wurde als mobile Testumgebung für Hochgeschwindigkeitssicherheit konzipiert. 200pxMazda MX-81 Aria (1981) Der nach dem italienischen Wort für Luft benannte Mazda MX-81 Aria basierte auf dem Mazda 323 und wurde von Marc Deschamps, seinerzeit Chefdesigner bei Bertone, entworfen. Er besitzt eine Lenkung aus Kunststoffgliederbändern und statt herkömmlichen Instrumenten einen Röhrenbildschirm.200pxMazda MX-02 (1983) Der 1983 entwickelte Mazda MX-02 diente als Versuchsträger für ein Allradlenkung-System und wurde auf der Tokyo Motor Show erstmals dem Publikum vorgestellt.Mazda MX-03 (1985) Auf den MX-02 folgte im Jahr 1985 der Mazda MX-03, der die bereits im MX-02 verbaute Allradlenkung übernahm. Darüber hinaus zeichnete sich der flache Sportwagen durch einen 315 PS (231 kW) starken 2-Liter-Dreischeiben-Wankelmotor mit Turboaufladung aus und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von über 300 km/h.Mazda Telecom Delivery (1985) Der 1985 präsentierte Mazda Telecom Delivery sollte als Vorbote für zukünftige Kleintransporter dienen und war als erstes Nutzfahrzeug mit einem Navigationssystem ausgestattet. Dabei berechnet der Navigationscomputer anhand von zwei Radsensoren und einem Kompass den Verlauf der Wegstrecke. Eine niedrige Ladehöhe von nur 37 Zentimetern, die hydraulisch auf 18 Zentimeter abgesenkt werden kann, gehörte ebenfalls zu den Besonderheiten.Mazda Pair (1987) Der Mazda Pair zeichnete sich durch sein ungewöhnliches Karosseriekonzept aus, bei dem am eigentlichen Fahrzeug ein optisch angeglichenes Element mit großen seitlichen Flügeltüren angehängt und als zusätzlicher Stauraum für sperrige Ladung genutzt werden kann. Ohne Anhänger sollte der Pair als kompaktes Stadtauto eingesetzt werden.Mazda MX-04 (1987) Die Besonderheit des 1987 gezeigten Mazda MX-04 lag der Variabilität seiner Karosserie. So ist es möglich, den Wagen mit geringem Aufwand von einem offenen Spaßautos im Stil eines Buggy in ein vollwertiges Sportcoupé umzubauen. Dies gelingt durch den Austausch von Anbauteilen an der Karosserie.Mazda AZ-550 (1989) Auf der Tokyo Motor Show präsentierte Mazda mit dem AZ-550 ein Konzeptfahrzeug eines kleinen Sportcoupés auf Basis des erfolgreichen Mazda Carol. Der AZ-550 wurde dabei in den drei Varianten A, B und C präsentiert. Alle Modelle wurden von einem 64 PS (47 kW) starken Dreizylinder-Mittelmotor mit 550 cm³ Hubraum angetrieben und unterschieden sich nur in der optischen Gestaltung. Aus der A-Variante des AZ-550 ging später das Serienmodell Autozam AZ-1 hervor. 200pxMazda TD-R (1989) Mit dem Mazda TD-R wurde ebenfalls 1989 ein geländegängiges Coupé mit einer gewissen Ähnlichkeit zum Porsche 959 präsentiert. Das Fahrzeug verfügt über Flügeltüren und wird von einem 16V-Motor angetrieben. Es wiegt knapp 800 Kilogramm und besitzt eine variabel einstellbare Bodenfreiheit zwischen 13 und 23 Zentimetern.Mazda E-Go (1989) 1990 wurde mit dem Mazda E-Go ein mit einem 2,6 Liter großen Zweischeiben-Wankelmotor angetriebener Zweisitzer mit zwei hintereinander liegenden Sitzen präsentiert. Er wiegt knapp 560 Kilogramm und besitzt einen Wankelmotor mit 170 PS. Mazda Gissya (1991) Der 1991 vorgestellte Mazda Gissya nutzte einen Wasserstoffantrieb und wurde mit dem aus dem Mazda RX-7 bekannten Zweischeiben-Kreiskolbenmotor ausgestattet. Mazda M2 1004 (1991) Unter dem Namen Mazda M2 1004 folgte 1991 ein auf dem Mazda 121 DB basierender Kleinstlieferwagen mit der Front des 121 und einem Hochdachaufbau. Das Fahrzeug wurde bei M2, einer Tochtermarke von Mazda, entwickelt.Mazda HR-X und HR-X 2 (1991) Der 1991 vorgestellte HR-X markiert Mazdas endgültigen Einstieg in die Forschung von Wasserstoffantrieben. Der Wagen wiegt etwa 1,4 Tonnen und soll bei Tempo 60 rund 230 Kilometer Reichweite besitzen. Einige Monate später wird als Weiterentwicklung der HR-X 2 präsentiert. Im Gegensatz zum HR-X ist der HR-X 2 mit einer konventionellen Limousinenkarosserie bestückt. Mazda London Taxi (1993) Mit dem London Taxi wird im Jahr 1993 ein Konzeptfahrzeug präsentiert, das einen Ausblick auf die Zukunft der Personenbeförderung in London geben sollte. Es ist wasserstoffbetrieben, fährt autonom und wurde von Studenten am Royal College of Art in London gestaltet. Mazda CU-X (1995) Der Mazda CU-X wird im Jahr 1995 als seriennahe Großraumlimousine präsentiert. Er ist 4,15 Meter lang und wird von einem 1,5 Liter großen 100 PS (74 kW)-Motor angetrieben. Zur Ausstattung des Wagens gehören unter anderem ein Navigationssystem, eine Klimaanlage und drehbare Einzelsitze. Eine technische Besonderheit stellt das autonome Kollisionswarnsystem mit Laser-Radar-Technik dar, das eigens für den CU-X entwickelt wurde. Mazda BU-X (1995) Der Mazda BU-X wird ebenfalls im Jahr 1995 präsentiert und ist ein optischer Vorbote auf den Mazda Demio, der ein Jahr später die Serienreife erreicht. Der BU-X ist im Gegensatz zum Serienmodell luxuriöser ausgestattet und besitzt eine Offroadoptik. Mazda RX-01 (1995)