Eibenberg ist ein Gemeindeteil von Wilhelmsthal im oberfränkischen Landkreis Kronach in Bayern.
Geographie Das Straßendorf mit nur einer Ortsgasse in westlicher Richtung liegt rund zehn Kilometer nordöstlich von Kronach auf einem Höhenrücken des Frankenwaldes in einer Höhe von rund . Die Kreisstraße KC 28 führt nach Kämmerlein (0,7 km südwestlich) bzw. zur Kreisstraße KC 21 (4 km nordöstlich) zwischen Birnbaum im Norden und Neufang im Süden.
Geschichte Eibenberg entstand in der frühen Neuzeit als Streusiedlung auf einer Rodungsinsel bei der planmäßigen Besiedelung der Höhenlagen des Frankenwaldes. Die Ursprünge liegen mehr in der Holz- und Waldwirtschaft und nur in geringerem Umfang in der Landwirtschaft.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Eibenberg 13 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Kronach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Vogteiamt Kronach. Grundherren waren das Rittergut Weißenbrunn-Steinberg (2 Söldengüter, 2 Söldengütlein) und das Kastenamt Kronach (1 Gülthof, 4 Söldengüter, 2 Söldengütlein, 2 Tropfsölden).H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis, S. 468.
Eibenberg ging durch den Reichsdeputationshauptschluss im Jahr 1803 in den Besitz des Kurfürstentums Bayern über. Mit dem Ersten Gemeindeedikt wurde Eibenberg dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Steinberg zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt entstand 1818 die Ruralgemeinde Eibenberg gebildet, zu der die Orte Hühnerleithe, Kämmerlein und Sattel gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Kronach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Kronach (1919 in Finanzamt Kronach umbenannt). In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstand der Ort bis 1837 dem Patrimonialgericht Weißenbrunn. Ab 1862 gehörte Eibenberg zum Bezirksamt Kronach (seit 1939 Landkreis Kronach). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Kronach (1879 in das Amtsgericht Kronach umgewandelt).H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis, S. 579. Die Gemeinde hatte eine Fläche von 2,230 km².
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Eibenberg am 1. Januar 1975 nach Steinberg eingemeindet. Am 1. Mai 1978 folgte die Eingliederung von Steinberg nach Wilhelmsthal. mini|hochkant|Kapelle am Ortsausgang nach Schäferei Am Ortsausgang nach Schäferei befindet sich eine kleine Kapelle. Sie entstand in den 1970er Jahren als Ersatzbau für eine Kapelle von 1844. Das Bauwerk besteht aus weißen Klinkersteinen und hat ein vorgezogenes Satteldach. Zur Ausstattung gehört ein gefasstes Kruzifix, das noch aus dem Vorgängerbau stammt.
Baudenkmäler Wegkapelle (Eibenberg, Eibenberg 2) Bildstockfragmente und ein Bildstock
Einwohnerentwicklung Gemeinde Eibenberg Jahr Einwohner Häuser Quelle 1840 173 1852 224 1855 234 1861 193 1867 181 1871 153 28 1875 140 1880 140 1885 130 24 1890 131 25 1895 140 1900 132 27 Jahr Einwohner Häuser Quelle 1905 139 1910 147 1919 147 1925 147 24 1933 144 1939 155 1946 157 1950 154 26 1952 153 1961 124 27 1970 152
Dorf Eibenberg Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 56 91 75 68 65 80 76 64 81 85Häuser 15 13 16 13 14 14 22Quelle
Religion Der Ort war bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts fast ausschließlich katholisch und nach St. Pankratius in Steinberg gepfarrt. Die Protestanten sind seit dem 19. Jahrhundert nach Kronach gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Urkataster
Einzelnachweise Gemeindeentwicklungskonzept Wilhelmsthal, 19. Oktober 2017, S. 75–83. Gemeindeentwicklungskonzept Wilhelmsthal, 19. Oktober 2017, S. 75 (Gemeindeteil Eibenberg)
Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
Kategorie:Geographie (Wilhelmsthal) Kategorie:Ort im Landkreis Kronach Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Kronach) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1974