Vizovice (deutsch Wisowitz) ist eine Stadt in Ostmähren in Tschechien. Sie liegt in der Vizovická vrchovina, 14 km östlich von Zlín an der Einmündung der Bratřejovka im Tal der Lutoninka.
Geschichte mini|links|Blick auf Vizovice Vizovice wurde erstmals 1261 im Zuge der Gründung des Klosters Smilheim durch Smil von Zbraslav und Střílky erwähnt. Smil war Burggraf von Brumov und besaß umfangreiche Ländereien in der Umgebung. 1418–1420 gelangten Utraquisten an Ort und Kloster und während der Hussitenkriege wurde 1424 beides zerstört. Nach dem Untergang des Klosters 1484/85 fiel Vizovice an adelige Besitzer. 1570 erhielt es das Stadtrecht.
1663, 1683 und 1707 hatte Vizovice unter dem bewaffneten Einfall der Ungarn zu leiden. Ein wirtschaftlicher Aufschwung erfolgte im 18. Jahrhundert mit der Tuchweberei. 1750–1760 wurde an der Stelle des früheren Klosters ein Barockschloss nach Plänen des Baumeisters Franz Anton Grimm errichtet, 1781 entstand neben dem Schloss das Spital der Barmherzigen Brüder. Ab Ende des 19. Jahrhunderts wurden mehrere kleine Spirituosenfabriken betrieben. 1880 zählte Vizovice 2.668 Einwohner, darunter 51 Deutsche.
In Vizovice findet jährlich das Masters of Rock Heavy Metal Festival statt.
Stadtgliederung Zur Stadt Vizovice gehört der Ortsteil Chrastěšov (Strauchdorf).
Sehenswürdigkeiten mini|hochkant|Pfarrkirche Schloss Vizovice Schlosspark Mariensäule Kirche St. Laurentius
Söhne und Töchter der Stadt Alois Hába (1893–1973), Komponist Karel Hába (1898–1972), Komponist Bolek Polívka (* 1949), Schauspieler
Trivia In oder nahe bei Vizovice spielt die Handlung des Liedes Jožin z bažin von 1977.
Literatur Joachim Bahlcke, Winfried Eberhard, Miloslav Polívka (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten. Band: Böhmen und Mähren (= Kröners Taschenausgabe. Band 329). Kröner, Stuttgart 1998, ISBN 3-520-32901-8, S. 665.
Weblinks
Geschichte (tschechisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1261