Die Burg Hardeck ist eine abgegangene Höhenburg beim Ortsteil Mundelfingen der Stadt Hüfingen im Schwarzwald-Baar-Kreis in Baden-Württemberg.

Lage Der Burgstall liegt etwa 2.150 Meter südsüdöstlich der Kirche von Mundelfingen an der Gemarkungsgrenze zu Aselfingen oberhalb eines steilen Abhangs linksseitig der Wutach.

Geschichte Im Jahre 1108 werden Heinrich und Werner von Hardegg erwähnt, die Gefolgsleute der Zähringer waren und später zu den Stiftern des Klosters Friedenweiler gehörten.Albert Kürzel: Reichsherrschaft Bonndorf. Geschichtliche Beschreibung, Freiburg i. Br. 1861, S. 159 (Digitalisat).

Beschreibung Die ovale Hauptburg hat einen Durchmesser von etwa 50 Meter und wird gegen die westliche Hochebene durch eine etwa rechteckige Vorburg geschützt. Die Maße der Vorburg betragen etwa 20 auf 30 Meter, sie ist nach Westen durch ein Wall-Grabensystem gesichert. Die Hauptburg ist in Richtung der Vorburg und nach Süden durch einen gut erhaltenen Halsgraben geschützt. Die Nordseite der Anlage fällt steil zum Aubachtal hin ab. Ein nach Osten ragender Sporn des Burghügels wurde durch einen Graben abgetrennt, der Sporn fällt gegen Norden, Osten und Süden steil ab.

Der Burghügel weist auf der Spitze drei Kuppen auf, die womöglich ehemalige Standorte von Gebäuden anzeigen. Zur Südseite hin öffnt sich eine deutliche Vertiefung. Mauerwerk ist nicht zu erkennen, oberflächig finden sich Steine und Ziegelreste.

Literatur Franz Xaver Kraus (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler des Grossherzogthums Baden. Band 2: Kreis Villingen. Freiburg i. Br. 1890, S. 40 (Digitalisat der UB Heidelberg).

Roland Weis: Burgen im Hochschwarzwald. Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2019, ISBN 978-3-7995-1368-5, S. 144–148.

Weblinks

Hardeck – Wüstung bei leo-bw.de Schummerungskarte Datenquelle: LGL, www.lgl-bw.de

Einzelnachweise

Hardeck, Burg Kategorie:Bauwerk in Hüfingen Kategorie:Abgegangenes Bauwerk im Schwarzwald-Baar-Kreis Kategorie:Erbaut im 11. oder 12. Jahrhundert Kategorie:Ersterwähnung 1108 Kategorie:Kulturdenkmal in Hüfingen