Das Marburger Leuchtfeuer für Soziale Bürgerrechte wird seit 2005 jährlich von der Universitätsstadt Marburg und der Humanistischen Union Marburg verliehen. Mit der undotierten Auszeichnung sollen Persönlichkeiten geehrt werden, die sich in vorbildlicher Weise für die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben ohne Ansehen ihrer sozialen, gesundheitlichen oder wirtschaftlichen Stellung eingesetzt haben. Der Preis soll das grundsätzliche Eintreten für die Rechte benachteiligter Menschen würdigen. Die Jury legt dabei Wert auf einen herausragenden Einsatz der Vorgeschlagenen für die Ermutigung benachteiligter Menschen, ihre Rechte selbstbewusst wahrzunehmen.Ausschreibung 2019

Die Auszeichnung schreiben die Universitätsstadt Marburg und die Humanistische Union Marburg alljährlich zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember aus. Die Vorgeschlagenen sollten möglichst aus Hessen kommen oder sonst zumindest einen Bezug zu Marburg haben. Mit dem Preis möchten Stadt und Humanistische Union die Gesellschaft darin bestärken, die Gleichheit aller Menschen nicht als „ferne Utopie“ zu verstehen, sondern an ihrer Verwirklichung im Alltag aktiv mitzuwirken.

Preisträger Preisträger wurden gemäß Juryentscheid:Marburger Leuchtfeuer für Soziale Bürgerrechte 2005: Ulrike Holler, HR-Hörfunk-Journalistin mit Schwerpunkt SozialberichterstattungWürdigung des Jury-Vorsitzenden 2006: Friedhelm Hengsbach, ausstrahlungskräftiger, menschenfreundlicher katholischer Sozialethiker 2007: Käte Dinnebier, einsatzfreudige Gewerkschafterin und Stadtverordnete in Marburg 2008: Rolf Schwendter, AG SPAK- und Devianzforscher, 3-facher Doktor 2009: Sabriye Tenberken, blinde Tibetologin und weltweit tätige Behinderten-Aktivistin 2010: Horst-Eberhard Richter, Arzt-Professor und humanistischer Schriftsteller mit kraftvollem Einsatz für „Menschlichkeit“ 2011: Katja Urbatsch, Gründerin und Mastermind von Arbeiterkind.de 2012: Bernhard Conrads, langjähriger ideenreicher Aktion-Mensch-Geschäftsführer 2013: Hilde Rektorschek, Gründerin und Mastermind der bundesweit tätigen Kulturlogen-Assoziation 2014: Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen WohlfahrtsverbandesPressemitteilung vom 27. März 2014 2015: Inge Hannemann, Hamburger Bürgerrechtsaktivistin und PublizistinPressemitteilung vom 13. April 2015 2016: Lutz Götzfried, Marburger Musiker und Sozialvereinsvorsitzender MobiloHumanistischer Pressedienst vom 3. Juni 2016 2017: Katharina Nocun, Demokratie- und Netz-AktivistinKatharina Nocun ist Preisträgerin des Leuchtfeuers 2017 2018: Peter Fischer, Präsident des Fußballclubs Eintracht Frankfurt, für seine „Haltung für Humanität“Eintracht-Präsident Peter Fischer mit Leuchtfeuer geehrt 2019: Ärztin Kristina Hänel und Sea-Watch-Ärztin Ruby HartbrichDoppelvergabe gegen Doppelmoral: festliche Preisverleihung an Kristina Hänel und Ruby Hartbrich 2020: Stefan Diefenbach-Trommer für seinen Einsatz für zivilgesellschaftliches Engagement in der DemokratiePressemitteilung zur Preisverleihung am 9. Juli 2020 2021: Halina Pollum sowie Nachbarschaftshilfe Marburg, Marburger Tafel, Medinetz Marburg und das Personal in Pflegeheimen und Kliniken für „besonderen Einsatz in der Corona-Pandemie“Pressemitteilung vom 6. Juli 2021 2022: Amnon Orbach für sein jahrzehntelanges Engagement gegen Antisemitismus und Rassismus sowie für jüdisches Leben in der StadtMitteilung vom 19. April 2022 2023: Serpil Temiz-Unvar für ihre Gründung der Bildungsinitiative Ferhat Unvar nach dem rassistischen Anschlag in Hanau, für ihr Engagement für Bildung ohne RassismusMitteilung vom 21. Juli 2023 2024: Ottmar Miles-Paul für die Selbstbestimmung Behinderter 2025: Helena Steinhaus für ihre Bürgerrechtearbeit mit der Initiativbewegung SanktionsfreiHelena Steinhaus erhält „Marburger Leuchtfeuer“ 2025, Stadt Marburg, abgerufen am 30. Mai 2025 Weblinks Website des Preises

Einzelnachweise

Kategorie:Menschenrechtspreis Kategorie:Auszeichnung (Marburg) Kategorie:Erstverleihung 2005