Unter Marcus-Gunn-Pupillenzeichen, benannt nach dem schottischen Augenarzt Robert Marcus GunnOle Daniel Enersen: bei whonamedit.com, versteht man einen relativen afferenten Pupillendefekt (RAPD) mit verminderter Lichtreaktion der befallenen Seite.Peter Berlit: Klinische Neurologie. Verlag Springer Science & Business Media, 2005. ISBN 978-3-540-01982-4, S. 366 ff.Albert J. Augustin: Augenheilkunde. Springer-Verlag, 2013. ISBN 978-3-66-205922-7, S. 145. Er kann als klinisches Symptom durch eine augenheilkundliche Untersuchung, den Swinging-Flashlight-Test, ausgelöst werden, bspw. bei einer Retrobulbärneuritis.Claudio L. Bassetti, Marco Mumenthaler: Neurologische Differenzialdiagnostik. 6. Auflage, Thieme, 2012, ISBN 978-3-13-592406-9, S. 227. Das Marcus-Gunn-Pupillenzeichen gilt als wichtiger Befund zum Nachweis einer einseitigen Läsion des Nervus opticus.Mark Dennis, William Talbot Bowen, Lucy Cho: Symptome verstehen - Interpretation klinischer Zeichen. Verlag Elsevier Health Sciences, 2019. ISBN 978-3-437-09664-8, S. 379 ff. Es ist ebenfalls zu finden bei Netzhauterkrankungen und Glaukompatienten mit entsprechend ausgeprägten Gesichtsfelddefekten.
Siehe auch Marcus-Gunn-Syndrom
Literatur Herbert Kaufmann (Hrsg.): Strabismus. 4. grundlegend überarbeitete und erweiterte Auflage, mit Heimo Steffen, Georg Thieme Verlag, Stuttgart, New York 2012, ISBN 3-13-129724-7, S. 491–493.
Einzelnachweise
Kategorie:Krankheitssymptom in der Augenheilkunde Kategorie:Neuroophthalmologie