Der Aabach (auch Hallwiler Aa genannt) ist ein rund 27 Kilometer langer Bach in den Schweizer Kantonen Luzern und Aargau. Er gehört zum Einzugsgebiet der Aare und fliesst von Süden nach Norden durch das Seetal.

Namen Im Mittelalter hiess der Aabach Lenzbach. Der alteuropäische Name des Aabachs, Lentia, hat den gleichen Wortstamm wie die Linde.Gemeindeportrait - Geschichte auf niederlenz.ch.

Geographie Verlauf Der Aabach entspringt auf im Gebiet der Luzerner Gemeinde Hitzkirch als Ausfluss aus dem Baldeggersee. Dieser See wird neben mehreren kurzen Bächen, die von den Bergen im Westen und im Osten herunterfliessen, vor allem von der Ron gespeist, die somit als Oberlauf des hydrologischen Hauptstrangs des Aabachs gilt.

Die flache Uferlandschaft Seezopf am ersten Abschnitt des Aabachs ist als naturnahe Fläche erhalten und als Flachmoor und Amphbienschutzgebiet von nationaler Bedeutung verzeichnet.Objektblatt «Seezopf/Seematt» im Bundesinventar der Flachmoore von nationaler Bedeutung.Objektblatt «Nordende Baldeggersee» im Bundesinventar der Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung. Mit dem ganzen See ist die Zone ausserdem im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung aufgeführt.«Baldeggersee». Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung.

Der Aabach fliesst vom Nordufer des Baldeggersees mit geringem Sohlgefälle an der Ortschaft Richensee vorbei, durchquert Ermensee, wo ihn die Hauptstrasse 26 und die Seetalbahn überqueren, und mündet bei Mosen auf in den Hallwilersee. In Mosen überquert die Hauptstrasse 366 den Bach. Auf weiten Strecken ist der Aabach zwischen dem Baldeggersee und dem Hallwilersee begradigt und als künstlicher Kanal angelegt. Der letzte Kanalabschnitt bei Mosen wurde von 2007 bis 2017 in ein viel breiteres Gerinne gelegt, in dem er mäandrierend zum Hallwilersee fliesst. Der renaturierte Bachabschnitt bietet einen geeigneten Lebensraum für die Seeforelle, Wasserinsekten und Amphibien.

Zwischen Boniswil und Seengen tritt der Aabach im Naturschutzgebiet Boniswiler-Seenger Ried wieder aus dem See aus. Rund 700 Meter vom nördlichen Ende des Sees entfernt liegt auf zwei künstlichen Inseln das Schloss Hallwyl, eine der bedeutendsten Wasserburgen der Schweiz. Ein Bachabschnitt nordwestlich von Seengen ist als Aabachau im Auenschutzpark Aargau aufgeführt.

Am südlichen Stadtrand von Lenzburg zweigt ein unterirdischer Entlastungsstollen ab, der unterhalb von Niederlenz wieder auf den Bach trifft; durch diesen wird bei Hochwasser die überschüssige Wassermenge geleitet.

In Wildegg nimmt der Aabach die Bünz auf und mündet von rechts in die Aare.

Einzugsgebiet Das 302,7 km² grosse Einzugsgebiet des Aabachs liegt im Seetal und wird durch ihn über die Aare und den Rhein zur Nordsee entwässert.

Es besteht zu 22,6 % aus bestockter Fläche, zu 56,9 % aus Landwirtschaftsfläche, zu 14,8 % aus Siedlungsfläche und zu 5,7 % aus unproduktiven Flächen.

Die Flächenverteilung

Die mittlere Höhe des Einzugsgebietes beträgt , die minimale Höhe liegt bei und die maximale Höhe bei Topographische Einzugsgebiete Schweizer Gewässer: Aabach, Bundesamt für Umwelt BAFU

Zuflüsse und Seen Vom Ursprung zur Mündung (Auswahl):

Baldeggersee, Ursprung Altgassbach, links in Ermensee Hallwilersee, darin: Altwiserbach, rechts Vorderbach, rechts bei Aesch Hinderbach, rechts bei Aesch Teufibach, rechts Eggelerbach, links bei Beinwil am See Wilibach, links Dorfbach, rechts in Meisterschwanden Stadtbach, rechts in Lenzburg Bünz, rechts in Wildegg

Brücken mini|Schloss Hallwyl-Brücke

Auf seinem Weg wird er von rund 100 Brücken überquert: 41 Strassenbrücken, 37 Fussgänger- und Velobrücken, 12 Gebäude-«Brücken», 6 Feldwegbrücken und 3 Eisenbahnbrücken.

Siehe auch Liste der Nebenflüsse der Aare Industriekultur am Aabach Aabach (Küttigen), gleichnamiger linker Zufluss der Aare weiter aufwärts Liste der Gewässer namens Aa

Weblinks

Aabach auf schweizerfluss.ch Verlauf des Aabachs auf dem Geoportal des Kantons Luzern Verlauf des Aabachs auf dem Geoportal des Kantons Aargau

Einzelnachweise