Łajs () ist ein kleiner Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Purda (Landgemeinde Groß Purden) im Powiat Olsztyński (Kreis Allenstein).
Geographische Lage Łajs liegt zwischen Layßer und Kösnick-See () in des südwestlichen Mitte der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 33 Kilometer nordöstlich der früheren Kreisstadt Neidenburg (polnisch Nidzica) bzw. 20 Kilometer südöstlich der jetzigen Kreismetropole Olsztyn (Allenstein). mini|Reetgedecktes Haus in Łajs
Geschichte Das kleine Dorf Layß (nach 1871 Layss) wurde 1708 gegründet.Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Layß Die Landgemeinde Layß wurde 1874 in den Amtsbezirk Balden (polnisch Bałdy) eingegliedert, der bis 1945 bestand und zum ostpreußischen Kreis Neidenburg gehörte.Rolf Jehke, Amtsbezirk Balden 233 Einwohner waren im Jahre 1910 in Layß gemeldet. Ihre Zahl stieg bis 1933 auf 243 und belief sich 1939 auf 217.
Mit dem gesamten südlichen Ostpreußen wurde Layß 1945 in Kriegsfolge an Polen überstellt. Der Ort erhielt die polnische Namensform „Łajs“ und ist heute eine Ortschaft innerhalb der Landgemeinde Purda (Groß Purden) im Powiat Olsztyński (Kreis Allenstein), bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2011 zählte Łajs 33 Einwohner.
Kirche Bis 1945 war Layß in die evangelische Kirche Neu BartelsdorfWalther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 490 (polnisch Nowa Wieś) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union, außerdem in die römisch-katholische Kirche WuttrienenKreis Neidenburg bei der AGOFF (polnisch Butryny) im Bistum Ermland eingepfarrt.
Heute gehört Łajs weiterhin zur Pfarrkirche in dem jetzt Butryny genannten Dorf, nunmehr dem Erzbistum Ermland zugehörig. Evangelischerseits gehört das Dorf jetzt zur Pfarrei Pasym (Passenheim) mit der Filialgemeinde Jedwabno (1938 bis 1945 Gedwangen) in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
„Grenze der Einheit“ mini|150px|Schild „Grenze der Einheit“ mini|150px|„Grenzübergangsstelle“ Im Zusammenhang der Erweiterung der Europäischen Union im Jahre 2004 wurde die historische Grenze zwischen dem Ermland und Masuren in Erinnerung gebracht. Innerhalb des Projekts „Granica Jedności“ („Grenze der Einheit“) zwischen 2004 und 2006 errichtete man ein Gedenkkreuz, schuf einen symbolischen Grenzübergang und stellte Gedenktafeln auf, begleitet von kulturellen und kirchlichen Veranstaltungen.
Verkehr Łajs liegt abseits vom großen Verkehrsgeschehen im masurischen Grenzgebiet. Von Nowa Wieś (Neu Bartelsdorf) aus führt eine Nebenstraße über Kopanki (Kopanken) nach Łajs. Eine Anbindung an den Bahnverkehr besteht nicht.
Persönlichkeiten William Salloch (1906–1990), deutschamerikanischer Buchantiquar Reinhold Mendritzki (1931–2014), Unternehmer und Philanthrop
Weblinks
Historische Aufnahmen aus Layß: Bildarchiv Ostpreußen Kreisgemeinschaft Neidenburg
Belege
Kategorie:Gemeindegründung 1708 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Purda