Klaus Dennhardt (* 19. Mai 1941 in Dresden) ist ein deutscher Maler und Grafiker.

Leben Klaus Dennhardt absolvierte nach dem Abschluss der Grundschule in Dresden 1958 bis 1961 ein Vorstudium an der Arbeiter- und Bauern-Fakultät der Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK). In dem anschließenden „praktischen Jahr“ arbeitete er in einem Kartoffellager in Dresden, danach in einem Leipziger Werbestudio und als Bühnenarbeiter am Dresdener Staatstheater.Ich habe mich nie angepasst. In: Die Welt. Berlin, 25. Februar 2005.

1963 bis 1968 studierte Dennhardt an der HfBK, insbesondere bei Heinz Lohmar.Lothar Lang: Malerei und Graphik in der DDR. Verlag Philipp Reclam jun. Leipzig 1983, S. 335. Danach war er bis 1986 in Dresden als freier Maler und Grafiker tätig. 1986 zog er mit seiner Familie nach Berlin (West). Ab 1988 war er Ausstellungsorganisator und gab Mal- und Zeichenkurse im Kulturzentrum „Die Pumpe“ in Berlin-Wedding. Ab 1999 hatte er sein eigenes Atelier im Wedding. Nach der deutschen Wiedervereinigung zog Dennhardt zurück nach Dresden, behielt aber sein Atelier in Berlin. Seit 2010 lebt und arbeitet er wieder ganz in Dresden.

Neben den klassischen Drucktechniken Lithografie und Radierung malt Dennhardt mit Öl, Acryl und Aquarellfarben. Für seine großformatigen Pastelle stellt er seine Pigmente und Farbmischungen selbst her. Arbeiten Dennhardts befinden sich u. a. im Kupferstichkabinett Dresden und im Sächsischen Kunstfonds.

Dennhardt ist mit dem Maler Peter Herrmann befreundet.

mini|hochkant|Plakat von Klaus Dennhardt aus dem Jahr 1979 zu einem Vortrag von Diether Schmidt Rezeption Von den Dresdner Künstlern war Dennhardt „am weitesten in die Gebiete einer technisch-experimentellen Grafik vorgedrungen. Er operiert mit der Umsetzung grafischer Techniken und Ergebnisse in die Offset-Lithographie (die gelegentlich mit Siebdruck kombiniert wird).“Lothar Lang: Malerei und Graphik in der DDR. Verlag Philipp Reclam jun. Leipzig 1983, S. 241.

Fotografische Darstellung Dennhardts Christian Borchert: Der Maler und Grafiker Klaus Dennhardt in seinem Atelierer Maler und Grafiker Klaus Dennhardt in seinem Atelier in Dresden, auf deutschefotothek.de

Werke (Auswahl)

Baugebundenes Werk

Friedliche und fröhliche Jugend an der Oder-Neiße-Friedensgrenze (1970, Wandgestaltung, Capoplex-Tempera-Lasurmalerei auf Carova-Gipsgrund mit Marmorsplitt, 81 m2; Schwedt, Wohnkomplex II; Kompaktbau einer Schulspeiseeinrichtung; mit Claus Hänsel und Erich Hering)Ruth Pape et al. (Bearbeitung): Bildende Kunst + Architektur. Katalog Teil 5 Dresden, Cottbus, Frankfurt. Deutsche Bauakademie, Berlin, 1973, S. 172/173

Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen 1976: Rossendorf, Zentralinstitut für Kernforschung 1978/1979: Magdeburg, Klubgalerie Magdeburg 1979: Dresden, Leonhardi-Museum 1979: Magdeburg, Klubgalerie 1982: Dresden, Galerie Kühl 1983: Suhl, Galerie am Steinweg 1984: Karl-Marx-Stadt, Galerie Schmidt-Rottluff 1984: Aalen, Kunstverein 1994: Berlin, St.-Jacobi-Kirche Berlin-Kreuzberg 1994: Stuttgart, Kunstraum F 34 1995: Dresden, Galerie Blaues Wunder 1989: Dresden, Galerie Horschik & Schulz 2001: Dresden, Villa Eschenbach 2004: Mannheim, Galerie Kasten 2004: Dresden, Leonhardi-Museum 2008: Berlin, Galerie Mutter Furage 2009: Frankfurt (Oder), Kirche St. Marien 2010: Heimbach, Galerie AvantgArt 2015: Dresden, Kunstausstellung Kuehl 2016: Dresden, Galerie am Blauen Wunder

Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der DDR

1972/1973 und 1982/1983: Dresden, VII. und IX. Kunstausstellung der DDR 1972, 1974, 1979 und 1985: Dresden, Bezirkskunstausstellungen 1974/1975: Frankfurt/Oder, Galerie Junge Kunst („Junge Künstler '74. 1. Ausstellung junger bildender Künstler der DDR“) 1975: Schwerin, Staatliches Museum („Farbige Grafik in der DDR“) 1979 und 1983: u. a. Berlin („100 ausgewählte Grafiken“) 1979: Berlin, Altes Museum („Weggefährden – Zeitgenossen. Bildende Kunst aus 3 Jahrzehnten “) 1979: Schwerin, Staatliche Museen („Farbgrafik in der DDR“) 1985: Berlin, Neue Berliner Galerie im Alten Museum („Musik in der bildenden Kunst der DDR“)

Literatur (Auswahl) Klaus Dennhardt: acht Ateliers. 1970–2001. Edition Rothes Haus, Schwetzingen 2001, ISBN 3-933495-29-6. Dennhardt, Klaus. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 145

Weblinks

Klaus Dennhardt bei Kunstausstellung Kühl Klaus Dennhardt bei Bildindex der Kunst & Architektur

Einzelnachweise

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