Zgniłocha () ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Es gehört zur Gmina Purda (Landgemeinde Groß Purden) im Powiat Olsztyński (Kreis Allenstein).
Geographische Lage Zgniłocha liegt südlich des Gimmen-Sees () in der südwestlichen Mitte der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 24 Kilometer nördlich der früheren Kreisstadt Neidenburg (polnisch Nidzica) bzw. 24 Kilometer südöstlich der heutigen Kreismetropole Olsztyn (). mini|Dorfstraße mit Storchennest in Zgniłocha
Geschichte Gimmendorf wurde um 1696 gegründet und erfuhr später aufgrund seiner zwei Ziegeleien überregionale Bedeutung.Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Gimmendorf Zwischen 1874 und 1945 war die Landgemeinde Gimmendorf in den Amtsbezirk Balden (polnisch Bałdy) im ostpreußischen Kreis Neidenburg eingegliedert.Rolf Jehke, Amtsbezirk Balden
350 Einwohner waren im Jahre 1910 in Gimmendorf registriert. Ihre Zahl stieg bis 1933 auf 396 und belief sich 1939 auf 370.
Mit dem gesamten südlichen Ostpreußen kam Gimmendorf 1945 in Kriegsfolge zu Polen. Das Dorf erhielt die polnische Namensform „Zgniłocha“ und ist heute – als Sitz eines SchulzenamtesGmina Purda: Sołectwa (polnisch) (polnisch Sołectwo) – eine Ortschaft im Verbund der Landgemeinde Purda (Groß Purden) im Powiat Olsztyński (Kreis Allenstein), bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2011 zählte Zgniłocha 158 Einwohner.
Kirche Gimmendorf war bis 1945 in die evangelische Kirche KurkenWalther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 498 (polnisch Kurki) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union, außerdem in die römisch-katholische Kirche WuttrienenKreis Neidenburg bei der AGOFF (polnisch Butryny) im Bistum Ermland eingepfarrt.
Heute gehört Zgniłocha zur evangelischen Kirchengemeinde in Olsztynek (Hohenstein), einer Filialgemeinde der Pfarrei in Olsztyn (Allenstein) in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, ebenso weiterhin zur katholischen Kirche Butryny, die jetzt dem Erzbistum Ermland zugeordnet ist.
Verkehr Zgniłocha liegt am Endpunkt der von Olsztyn kommenden Woiwodschaftsstraße 598, die hier in die verkehrsreiche Landesstraße 58 (Olsztynek–Szczuczyn) einmündet. Einen Bahnanschluss gibt es nicht.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Purda