Phoebe Lucille Bridgers (* 17. August 1994 in Pasadena, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Indie-Rock-Musikerin. Sie ist sowohl solo aktiv als auch Mitglied der Bands Boygenius (mit Julien Baker und Lucy Dacus) und Better Oblivion Community Center (mit Conor Oberst).

Leben Phoebe Bridgers studierte Jazzgesang an der Los Angeles County High School for the Arts, konnte sich aber nie mit der Musikrichtung anfreunden. Stattdessen trat sie mit der Punkband Sloppy Jane auf und begann an ihrer Solokarriere zu feilen. Sie ist offen bisexuell.

2014 traf sie durch den gemeinsamen Bekannten Harrison Whitford Ryan Adams, der 2015 ihre Debüt-7’’ Killer über sein Label PAX AM als Teil seiner „7-Inch Series Tuesday“ veröffentlichte. Zu dieser Zeit wurden Bridgers und Adams ein Paar. Laut Bridgers hielt Adams weitere Musik der beiden, die sie zusammen aufgenommen hatten, zurück, als Bridgers den Musiker wegen missbräuchlichen Verhaltens verließ.

2016 spielte Bridgers eine Tour als Support für Julien Baker. 2017 unterschrieb sie beim Independent-Label Dead Oceans, wo sie am 22. September des gleichen Jahres ihr Debütalbum Stranger in the Alps veröffentlichte. Mit dem Lied Motion Sickness verarbeitete sie ihre emotional abhängige Beziehung zu Ryan Adams. 2019 machte sie zusammen mit sechs weiteren Musikerinnen im Rahmen der Me-Too-Bewegung ihre Vorwürfe gegenüber dem Sänger öffentlich.

Nach der Veröffentlichung des Albums trat sie unter anderem bei CBS This Morning auf. Mehrere Songs des Albums wurden für verschiedene Fernsehserien genutzt, so Safe at Home und Ask Me/Steamroller beispielsweise bei Switched at Birth, Georgia bei Castle, Smoke Signals bei Burden of Truth und Funeral bei Lethal Weapon.

2018 veröffentlichte sie zusammen mit Matt Berninger die Single Walking on a String für den Film Zwischen zwei Farnen, in dem sie auch mitspielte. Im gleichen Jahr gründete sie mit Julien Baker und Lucy Dacus das Projekt Boygenius, das 2018 eine selbstbetitelte EP veröffentlichte. 2019 folgte das Projekt Better Oblivion Community Center mit Conor Oberst.

2020 folgte ihr zweites Album Punisher, das am 18. Juni 2020 erschien. Es erreichte Platz 39 der deutschen Charts. Vorher war sie als Gast bei drei Songs auf dem Album Notes on a Conditional Form von The 1975 vertreten. Bei den Grammy Awards 2021 war Bridgers viermal nominiert: Als beste neue Künstlerin (Best New Artist) und für das beste Alternative-Album (Best Alternative Music Album) sowie mit Kyoto zum besten Rocksong (Best Rock Song) und zur besten Rock-Darbietung (Best Rock Performance).Phoebe Bridgers Receives Four GRAMMY Nominations (englisch), Artikel auf broadwayworld.com vom 24. November 2020 Sie konnte jedoch keinen der Preise gewinnen.

Seit 2017 veröffentlicht sie jährlich in der Vorweihnachtszeit eine Coverversion.

Im März 2023 wurde sie als eine von zwölf Frauen in die Liste der Women of the Year 2023 der Time aufgenommen.

Bei den Grammy Awards 2024 gewann sie zusammen mit SZA für den Song Ghost in the Machine in der Kategorie Beste Popdarbietung eines Duos / einer Gruppe, sowie in drei weiteren Kategorien mit der Band Boygenius.

Diskografie Studioalben 2017: Stranger in the Alps (Dead Oceans, UK: ) 2020: Punisher (Dead Oceans) 2026: Lost Weekend (Dead Oceans)

EPs 2014: Killer (Eigenproduktion) 2016: Tour CD (Eigenproduktion) 2021: Copycat Killer (mit Rob Moose)

Singles als Leadmusikerin 2014: Waiting Room (UK: ) 2015: Killer 2017: Smoke Signals 2017: Motion Sickness (UK: , US: ) 2017: Funeral (UK: ) 2017: Have Yourself a Merry Little Christmas 2018: Scott Street (UK: ) 2018: Christmas Song 2018: The Gold (mit Manchester Orchestra, UK: ) 2019: 7 O’Clock News/Silent Night (feat. Fiona Apple und Matt Berninger) 2020: Garden Song 2020: Kyoto (UK: ) 2020: I See You 2020: Iris (mit Maggie Rogers als Phoebe & Maggie; Original: Goo Goo Dolls) 2020: If We Make It Through December 2020: I Know The End (UK: ) 2021: That Funny Feeling 2021: Day After Tommorow 2022: Sidelines 2022: So Much Wine 2022: My Misery Will Bury You 2026: Lost Boys 2026: On Video

Singles als Gastmusikerin 2017: Zander Hawley – Until We Both Get Bored 2017: Storefront – Shame 2018: Lord Huron – The Night We Met 2019: Matt Berninger – Walking on a String 2020: Ethan Gruska – Enough for Now 2021: Paul McCartney – Seize the Day 2022: Andrew Bird – I Felt a Funeral, In My Brain

Weitere Gastbeiträge 2015: Daylight auf I Wish I Was von Zander Hawley 2016: Do You Really Want to Not Get Better? auf Cody von Joyce Manor 2019: Jesseye ’Lizabeth auf Bobbie Gentry’s The Delta Sweete Revisited von Mercury Revisited 2020: Diverse auf Notes on a Conditional Form von The 1975 2021: Mountain Crystals auf at the end of the dream von Luminous Kid 2021: Runaway Horses auf Pressure Machine von The Killers 2021: Silk Chiffon auf Muna von Muna 2021: Atlantis auf A Pillar of Salt von Noah Gundersen 2021: Nothing New auf Red (Taylor‘s Version) von Taylor Swift; UK: 2022: Haligh, Haligh, A Lie, Haligh auf Fevers and Mirrors: A Companion von Bright Eyes 2022: Ghost in the Machine auf SOS von SZA 2023: This Isn’t Helping und Your Mind Is Not Your Friend auf First Two Pages of Frankenstein von The National 2023: Pegasus auf My Soft Machine von Arlo Parks 2023: Wasted auf Inflorescence von Rob Moose

Samplerbeiträge 2021: Nothing Else Matters auf The Metallica Blacklist

Mit Boygenius 2018: Boygenius (EP) 2023: The Record (Album) 2023: The Rest (EP)

Mit Better Oblivion Community Center siehe Better Oblivion Community Center#Diskografie

Auszeichnungen für Musikverkäufe Silberne Schallplatte

2026: für das Lied Ghost in the Machine 2026: für das Lied Moon Song

Goldene Schallplatte

2021: für die Single The Night We Met

2024: für die Single The Night We Met 2024: für das Lied Ghost in the Machine

2019: für die Single The Night We Met

2023: für das Album PunisherPlatin-Schallplatte

2024: für das Lied Ghost in the Machine

2024: für die Single Motion Sickness

2× Platin-Schallplatte

2024: für die Single The Night We Met

2024: für die Single The Night We Met3× Platin-Schallplatte

2026: für die Single The Night We Met

5× Platin-Schallplatte

2025: für die Single The Night We Met

8× Platin-Schallplatte

2026: für die Single The Night We Met

Diamantene Schallplatte

2026: für die Single The Night We Met ifpi.gr, abgerufen am 11. September 2026 (englisch).

Weblinks

phoebefuckingbridgers.com

Einzelnachweise

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