Kurissowe (; , bis 2016 Petriwka) ist ein Dorf im Südosten der ukrainischen Oblast Odessa mit etwa 3700 Einwohnern (2001).Ortswebseite auf der offiziellen Webpräsenz der Werchowna Rada; abgerufen am 26. Juni 2020 (ukrainisch)
Geografische Lage mini|links|Kirche der Fürbitte mini|links|Kurissiw-Palast mini|links|Der älteste Teil des Kurissiw-Palastes Die Ortschaft liegt auf einer Höhe von kurz vor der Mündung des 52 km langen Balaj () in den Tylihul-Liman, 18 km nördlich vom ehemaligen Rajonzentrum Dobroslaw und 66 km nordöstlich vom Oblastzentrum Odessa.
Durch das Dorf verläuft die Regionalstraße P–55.
Geschichte Nach dem russischen Sieg im Russisch-Türkischen Krieg von 1787–1792 überließ 1793 der Gouverneur von Jekaterinoslaw an der Mündung des Flusses Balaj 6.000 Morgen Land dem Leiter der Kanzlei von Alexander Suworow und dann Oberstleutnant Iwan Onufrijewitsch Kuris (; 1762–1836). 1787 wurde die Kirche der Fürbitte erbaut. Kuris siedelte am Ort Leibeigene von seinen Ländereien in der Ukraine an. 1795 hatte die Ortschaft eine Einwohnerzahl von 975 Menschen. Kuris nannte die Siedlung Balaj, die später den Namen Pokrowsky () und ab 1851 den Namen Kurissowo-Pokrowsky () trug.
1810 begann Kuris mit dem Bau eines Anwesens. In den nächsten 10 Jahren entstand ein Herrenhaus in Form einer mittelalterlichen Burg im maurischen Stil mit Elementen gotischer Architektur, das heute als Kuryssow-Anwesen () bekannt ist und ein architektonisches Denkmal von nationaler Bedeutung darstellt. 1861 wurde die erste öffentliche Schule und 1872 ein Krankenhaus im Dorf eröffnet. In den Jahren 1891/92 wurde dem Kuryssow-Anwesen vom Enkel des Erbauers Iwan Iraklijowytsch Kuris ein Westflügel hinzugefügt. Außerdem erhielt das Anwesen eine Bibliothek, ein Zeremoniensaal ohne Fenster mit Deckenbeleuchtung, eine halbkreisförmige Terrasse sowie Wohn- und Hauswirtschaftsräume.
Während der Oktoberrevolution wurde das Anwesen 1917 von den Dorfbewohnern teilweise zerstört. 1921 wurde das Dorf zu Ehren von Grigori Petrowski in Petriwske () umbenannt und 1937 erhielt das Dorf den Namen Petriwka (). Im Zweiten Weltkrieg war das Dorf zwischen August 1941 und 4. April 1944 von Rumänien okkupiert.Wie sich Kurisov entwickelte Ein Dorf mit einer unglaublichen Geschichte; auf lan.od.ua vom 11. Juli 2019; abgerufen am 26. Juni 2020 (ukrainisch) Im Zuge der Dekommunisierung in der Ukraine wurde die Ortschaft 2016 von Petriwka in Kurissowe umbenannt.
Verwaltungsgliederung Am 12. Juni 2020 wurde das Dorf zum Zentrum der neugegründeten Landgemeinde Kurissowe (Курісовська сільська громада/Kurissowska silska hromada). Zu dieser zählten auch noch die 7 in der untenstehenden Tabelle aufgelistetenen Dörfer,Кабінет Міністрів України Розпорядження від 12 червня 2020 р. № 720-р "Про визначення адміністративних центрів та затвердження територій територіальних громад Одеської області" bis dahin bildete es die gleichnamige Landratsgemeinde Kurissowe (Курісовська сільська рада/Kurissowska silska rada) im Norden des Rajons Lyman.
Seit dem 17. Juli 2020 ist sie ein Teil des Rajons Beresiwka.Верховна Рада України; Постанова від 17.07.2020 № 807-IX "Про утворення та ліквідацію районів"
Folgende Orte sind neben dem Hauptort Kurissowe Teil der Gemeinde: Name ukrainisch transkribiert ukrainisch russisch Kajiry Каїри Каиры (Kairy) Kapitaniwka Капітанівка Капитановка (Kapitanowka) Nowe Selyschtsche Нове Селище Новое Селище (Nowoje Selischtsche) Nowomykolajiwka Новомиколаївка Новониколаевка (Nowonikolajewka) Oleksandriwka Олександрівка Александровка (Alexandrowka) Serbka Сербка Сербка Wyschnewe Вишневе Вишнёвое (Wischnjowoje)
Weblinks
Ortsgeschichte Kurissowe in der Geschichte der Städte und Dörfer der Ukrainischen SSR (ukrainisch) Kuryssow-Anwesen auf ukrainaincognita.com (ukrainisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Oblast Odessa Kategorie:Rajon Beresiwka Kategorie:Gemeindegründung 1793