Leonhard Gunkel (geboren um 1878; gestorben 16. Januar 1918) war ein deutscher Kunstmaler und Kunstpädagoge, Kirchenmaler und Restaurator.Hubert Wania: 15 Jahre Bremen. 1906-1920, 1. Auflage, Bremen: Europäischer Hochschulverlag, 2016, ISBN 978-3-86741-536-1, S. 193;
Leben Leonhard Gunkel studierte an der Kunstakademie Dresden unter Otto Gußmann. Während seines Studiums in Dresden tätigte er bereits erste Kirchenausmalungen.Stefanie Lindemeier: Die ausführenden Kunst- und Kirchenmaler, sowie Kurzbiographie 'Gunkel, Leonhard', in dies.: Studien zur Restaurierungsgeschichte mittelalterlicher Gewölbe – und Wandmalereien im Gebiet des heutigen Niedersachsen : Darstellung von historischen Methoden, Technikem und Materialien, Dissertation 2009 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Band 2 (Textband), passim, v. a. S. 311; Digitalisat der Hochschule für Bildende Künste Dresden
1907 wurde Gunkels Tochter geboren. Ab demselben Jahr und bis 1917 war Gunkel im Adressbuch der Stadt Bremen verzeichnet; anfangs als Kunstmaler, dann auch als Lehrer, als der er ab 1908 am Bremischen Gewerbeschule beziehungsweise dem Gewerbemuseum Bremen arbeitete.
Neben der Ausmalung von Sakralgebäuden schuf Gunkel auch Gemälde, Aquarelle, Glasmalereien und Entwürfe für Wandteppiche. Ein von ihm entworfener Wandteppich mit Motiven aus der Geschichte Bremens wurde 1906 auf der Dritten Deutschen Kunstgewerbeausstellung in Dresden ausgestellt.Das Deutsche Kunstgewerbe 1906. Die Dritte Deutsche Kunstgewerbeausstellung Dresden 1906. Verlagsanstalt F. Bruckmann AG, München 1906, S. 118 (PDF, mit Bild). Bei der Weltausstellung Brüssel 1910 war Gunkel mit acht Gobelins an der Raumausstattung des Trauzimmers beteiligt. Die Ausführung seiner Entwürfe übernahm jeweils Marie Luebcke von der Kunstweberei Scherrebek.Weltausstellung Brüssel 1910. Deutsches Reich Amtlicher Katalog. Verlag Georg Stilke, Berlin 1910, S. 55 (online). Weitere seiner Werke wurden auf der von 1912 bis 1913 veranstalteten Bremischen Kunstausstellung gezeigt.
Der Anfang 1918 verstorbene Künstler hinterließ eine Witwe, die ab 1918 im Bremischen Adressbuch verzeichnet war, und eine seinerzeit 10-jährige Halbwaise.
Bekannte Werke 1906: Entwurf für Wandteppich mit Motiven aus der Geschichte Bremens, Dritte Deutsche Kunstgewerbeausstellung Dresden 1908: Ausmalung der Felicianuskirche in Kirchweyhe 1908: Böttcherstraße, Aquarell, Focke-Museum 1910: Entwürfe für acht Gobelins, Wandbehänge, Weltausstellung Brüssel 1912: Ausmalung der Michaels-Kirche in Heiligenfelde, nicht erhalten 1913–1914: Übertragung und Restaurierung von Wandmalereien der Sylvesterkirche in Quakenbrück Ausstattung des Sitzungssaales im Gewerbehaus in Bremen
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchenmaler Kategorie:Maler (Bremen) Kategorie:Restaurator Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert) Kategorie:Unternehmer (Bremen) Kategorie:Kunstlehrer Kategorie:Hochschullehrer (HfK Bremen) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren im 19. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 1918 Kategorie:Mann