mini|Brauereigasthof Weiglathal
Weiglathal ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Hummeltal im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Weiglathal liegt in der Gemarkung Hinterkleebach.
Geografie Der Weiler liegt in einer Rodungsinsel an der Mühlleite, einer Anhöhe der nördlichen Fränkischen Schweiz. Im Osten fällt das Gelände ins Püttlachtal ab. Beim Ort entspringt der Langwiesenbach, ein rechter Zufluss der Fichtenohe. Die aus dem Norden von der Kreisstraße BT 5 kommende Kreisstraße BT 43 läuft am westlichen Ortsrand vorbei und führt südwärts weiter zur Staatsstraße 2184, in die sie bei der östlich von Trockau gelegenen Anschlussstelle der Bundesautobahn 9 einmündet.
Geschichte Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Weiglathal aus 5 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft standen dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Bayreuth zu. Grundherren waren das Hofkastenamt Bayreuth (2 Viertelhöfe), die Pfarrei Lindenhardt (2 Sölden) und das Gotteshaus Lindenhardt (1 Gut). Letzteres unterstand in der Hochgerichtsbarkeit abweichend dem bayreuthischen Amt Pegnitz.R. Winkler: Bayreuth, S. 397.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Bayreuth. Mit dem Gemeindeedikt wurde Weiglathal dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Hinterkleebach zugewiesen. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Weiglathal. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Bayreuth zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Bayreuth. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden drei Anwesen bis 1819 dem Patrimonialgericht Lindenhardt. Mit dem Gemeindeedikt von 1818 erfolgte die Eingemeindung nach Hinterkleebach.R. Winkler: Bayreuth, S. 474. Am 1. Mai 1978 wurde Weiglathal im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Hummeltal eingegliedert.
Ein beliebtes Ausflugsziel ist der Brauereigasthof Weiglathal, wo seit 1870 Bier gebraut wird.Brauerei Übelhack Weiglathal bei weiglathal.de, abgerufen am 16. November 2022
Einwohnerentwicklung Jahr 1819 1822 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2022Einwohner 33 35 39 38 36 41 46 30 30 25 26 28HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 6 6 7 7 7 8 9 Quelle
Religion Weiglathal ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Michael (Lindenhardt) gepfarrt.
Verkehr Der ÖPNV bedient den Weiler an einer Haltestelle der Buslinie 372 des VGN. Der am schnellsten erreichbare Bahnhof befindet sich in Creußen an der Bahnstrecke Schnabelwaid–Bayreuth und der nächste Fernbahnhof ist der Hauptbahnhof in Bayreuth.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Hummeltal Kategorie:Weiler im Landkreis Bayreuth Kategorie:Geographie (Fränkische Schweiz) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bayreuth) Kategorie:Gemeindegründung 1812 Kategorie:Gemeindeauflösung 1818