Der SC St. Tönis 11/20 (vollständiger Name: Sportclub St. Tönis 1911/20 e. V.) ist ein Sportverein aus der Stadt Tönisvorst im Kreis Viersen in Nordrhein-Westfalen. Der Verein bietet 15 Abteilungen in den unterschiedlichsten Sportarten an.
Geschichte Geschichte Der Verein wurde 1903 in der damals noch eigenständigen Gemeinde St. Tönis als DJK Teutonia St. Tönis gegründet und gehörte dem DJK-Sportverband an. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde im November 1933 die Vereinsarbeit eingestellt, bevor 1935 im Rahmen der Gleichschaltung der Sportorganisationen alle DJK-Vereine verboten wurden.Heinz-Egon Rösch: Sport um der Menschen Willen. 75 Jahre DJK Sportverband 'Deutsche Jugendkraft' 1920–1995. Meyer & Meyer, Aachen 1995. Nachdem die britische Militärregierung die Neugründung der DJK-Vereine gestattete, wurde der Verein am 1. Mai 1948 wiedergegründet. Am 1. Juli 2022 verschmolz die DJK Teutonia mit dem Lokalrivalen SV St. Tönis zum SC St. Tönis 11/20. Dabei löste sich der SV St. Tönis auf und deren Mitglieder traten der DJK Teutonia bei, die ihren Namen änderte und aus dem DJK-Sportverband austrat.
DJK Teutonia St. Tönis Die Fußballer der DJK Teutonia spielten lange Jahre unterklassig, darunter von 2003 bis 2012 in der Kreisliga B und in der Saison 2012/13 in der Kreisliga A. 2013 stieg der Verein in die Bezirksliga und 2014 in die Landesliga Niederrhein auf, in der er sich zwei Spielzeiten bis 2016 behaupten konnte. Zwei Spielzeiten in der Bezirksliga folgte 2018 der erneute Aufstieg in die Landesliga. Am Ende der wegen der COVID-19-Pandemie vorzeitig abgebrochenen Saison 2019/20 belegte die DJK Teutonia St. Tönis in der Staffel 2 der Landesliga den zweiten Platz, der auf Beschluss des Fußballverbandes Niederrhein zum Aufstieg in die Oberliga Niederrhein berechtigte.
SC St. Tönis 11/20 Nach der Verschmelzung übernahm der SC St. Tönis den Platz der Teutonia in der Oberliga Niederrhein. In den folgenden Jahren etablierte sich der Verein zunehmend in der Liga und entwickelte sich sportlich weiter. In der Saison 2024/25 erreichte der SC St. Tönis mit dem vierten Tabellenplatz die historisch beste Platzierung in der Oberliga Niederrhein. Aufgrund der starken sportlichen Entwicklung reichte der Verein erstmals eine Bewerbung für die Zulassung zur Regionalliga West ein. Am Ende stieg jedoch die SSVg Velbert als Meister der Oberliga Niederrhein in die Regionalliga West auf. In der Saison 2025/26 erreichte die Mannschaft erstmals das Finale des Niederrheinpokals, welches sie gegen den Drittligisten MSV Duisburg mit 1:4 verloren.
Da sich die Duisburger als Viertplatzierte der Drittligasaison bereits qualifiziert hatten, qualifizierten sich die St. Töniser ebenfalls für den DFB-Pokal. In der 1. Hauptrunde trafen sie am 21. August 2026 auf Eintracht Frankfurt und verloren im Krefelder Grotenburg-Stadion vor 10.893 Zuschauern mit 0:11. Frankfurt führte bereits zur Halbzeit mit 10:0 und erzielte als erste Mannschaft in der Geschichte des DFB-Pokals zehn Tore in der ersten Halbzeit.
Erfolge Teilnahme am DFB-Pokal: 2026/27 Niederrheinpokalfinalist: 2026
Persönlichkeiten Ioannis Alexiou (* 1984), Fußballspieler, 2019–2024 im Verein Gudrun Hänisch (* 1963), Synchronschwimmerin Ronny Kockel (* 1975), von 2015 bis 2017 Trainer der Fußballmannschaft Jannis Nikolaou (* 1993), Fußballspieler, 2025/26 im Verein Gerlind Scheller (* 1967), Synchronschwimmerin Alexander Thamm (* 1983), von 2022 bis 2024 Trainer der Fußballmannschaft
Weblinks Offizielle Website des Vereins
Einzelnachweise
Sankttonis, sc Sankttonis, sc Sankttonis, sc Kategorie:Organisation (Tönisvorst) Kategorie:Vereinsgründung 1920