Der Tasmankuckuckskauz (Ninox leucopsis) ist eine Eulenart aus der Gattung der Buschkäuze. Er galt früher als Unterart des Boobookkauzes (Ninox boobook), ist aber nach DNA-Studien näher mit dem Neuseeland-Kuckuckskauz (Ninox novaeseelandiae) verwandt. Der Artstatus ist ungesichert.
Merkmale Die Länge beträgt 28 bis 30 Zentimeter. Die Oberseite ist kastanienbraun mit weißlichen bis hellgelben Flecken. Die Unterseite ist rotorange-weiß und stark augenförmig gemustert. Das rotbraune Gesicht mit weißlichen Augenbrauen wird durch eine weiße Kehle begrenzt. Die Augen sind goldgelb, Schnabel und Wachshaut gräulich. Die Beine sind bis zum Ansatz der grauen bis graubraunen Zehen zimtbräunlich befiedert, die Krallen dunkel / hornfarben mit schwärzlichen Spitzen.
Lebensweise Der Tasmankuckuckskauz bewohnt halboffene Landschaften mit Bäumen und Büschen, Agrarland mit Bäumen und sumpfiges Waldland, auch Siedlungen. Die Nahrung bilden Insekten und andere Wirbellose, auch kleine Vögel und Nagetiere. Die doppeltönigen Rufe ähneln denen des Neuseeland-Kuckuckskauzes.
Verbreitung Er lebt endemisch und ziemlich häufig auf Tasmanien und dessen Nachbarinseln.
Etymologie und Forschungsgeschichte Die Erstbeschreibung des Tasmankuckuckskauzes erfolgte 1838 durch John Gould unter dem Namen Athene leucopsis. Das Typusexemplare stammte aus Van Diemen’s Land.John Gould (1828), S. 99. 1837 führte Brian Houghton Hodgson die Gattung Ninox für Ninox nipalensis einBrian Houghton Hodgson (1837), S. 23., welche heute als Synonym für eine Unterart des Falkenkauzes (Ninox scutulata lugubris) (, 1833) steht. Dieses ist ein Schachtelwort aus Nisus , 1800 und Noctua , 1809. Es setzt sich also aus dem griechischen »Nisos, « für »Falke« und dem lateinischen »noctua« für »Eule, geweiht nach der römischen Göttin Minerva« zusammen. In der griechischen Mythologie verwandelte sich Nisos, der König von Megara, in einen Falken.Ninox The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Das Artepitheton leucopsis ist ein Wortgebilde aus den altgriechischen Wörtern für „weiß“ und für „Gesicht“.leucopsis The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling
Literatur
Heimo Mikkola: Handbuch Eulen der Welt. Alle 249 Arten in 750 Farbfotos. Titel der Originalausgabe: Owls of the World. A Photographic Guide. 2012, Deutschsprachige Ausgabe, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co.KG, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-440-13275-3, S. 455.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Buschkäuze Kategorie:Tasmanien Kategorie:Endemisches Tier Tasmaniens