Brajniki () ist ein kleines Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Landgemeinde Jedwabno (1938 bis 1945 Gedwangen) im Powiat Szczycieński (Kreis Ortelsburg).

Geographische Lage Brajniki liegt am Westufer des Braynicker Sees () in der südlichen Mitte der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 34 Kilometer nordöstlich der früheren Kreisstadt Neidenburg (polnisch Nidzica) bzw. elf Kilometer westlich der heutigen Kreismetropole Szczytno (). mini|Dorfstraße in Brajniki mini|Anwesen in Brajniki mini|links|Brajniki am Jezioro Brajnickie

Geschichte Das seinerzeit Braniken, nach 1574 Brayninka und nach 1785 Brayniken genannte kleine Dorf wurde im Jahre 1383 gegründet.Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Braynicken Zwischen 1874 und 1945 war es in den Amtsbezirk Burdungen (polnisch Burdąg) im ostpreußischen Kreis Neidenburg eingegliedert.Rolf Jehke, Amtsbezirk Neidenburg

Die Zahl der Einwohner Braynickens belief sich 1910 auf 178, 1933 auf 196 und 1939 auf 173.

In Kriegsfolge kam Braynicken 1945 mit dem gesamten südlichen Ostpreußen zu Polen. Der Ort erhielt die polnische Namensform „Brajniki“ und ist heute mit dem Sitz eines Schulzenamtes (polnisch Sołectwo) eine Ortschaft im Verbund der Landgemeinde Jedwabno (1938 bis 1945 Gedwangen) im Powiat Szczycieński (Kreis Ortelsburg), bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2011 zählte Brajniki 93 Einwohner.

Kirche Bis 1945 war Braynicken in die evangelische Kirche Neuhof (Kreis Neidenburg)Walther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 495 in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union sowie zur römisch-katholischen Kirche Jedwabno im damaligen Bistum Ermland eingepfarrt. Heute gehört Brajniki evangelischerseits zur Kirche Jedwabno in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen und außerdem katholischerseits zur St.-Adalbert-Kirche Nowy Dwór im jetzigen Erzbistum Ermland.

Verkehr mini|links|Ortseinfahrt Brajniki Brajniki ist von der Landesstraße 58 aus im Abzweig Warchały (Warchallen) auf einer Nebenstraße Richtung Witowo (Ittowen, 1927 bis 1945 Gittau) zu erreichen. Ein Anschluss an den Bahnverkehr besteht nicht.

Weblinks

Kreisgemeinschaft Neidenburg: Historische Aufnahmen aus Braynicken

Einzelnachweise

Kategorie:Gegründet 1383 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Jedwabno