Malyn (; , ) ist ein Dorf in der Westukraine mit etwa 400 Einwohnern. Malyn liegt im Rajon Dubno der Oblast Riwne am Ufer des Ossynyschtsche () etwa 17 Kilometer nördlich des ehemaligen Rajonshauptortes Mlyniw und 43 Kilometer südwestlich der Oblasthauptstadt Riwne. miniatur|links|Gedenkmal für das Massaker im Ort

Das Dorf bildete zusammen mit dem Dorf Pidhaj () die gleichnamige Landratsgemeinde im Rajon Mlyniw, am 10. Juni 2016 wurde es ein Teil der Landgemeinde Ostroschez.Відповідно до Закону України "Про добровільне об'єднання територіальних громад" у Рівненській області у Млинівському районі Малинська, Новосілківська, Острожецька, Певжівська, Радянська та Уїздецька сільські ради рішеннями від 8, 9 і 10 серпня 2016

Am 17. Juli 2020 wurde der Ort Teil des Rajons Dubno.Верховна Рада України; Постанова від 17.07.2020 № 807-IX "Про утворення та ліквідацію районів"

Geschichte Der Ort wurde 1545 zum ersten Mal schriftlich erwähnt und gehörte bis 1793 in der Woiwodschaft WolhynienRizzi Zannoni, Karta Podola, znaczney części Wołynia, płynienie Dniestru od Uścia, aż do Chocima y Ładowa, Bogu od swego zrzodła, aż do Ładyczyna, pogranicze Mołdawy, Woiewodztw Bełzkiego, Ruskiego, Kiiowskiego y Bracławskiego.; 1772 zur Adelsrepublik Polen-Litauen. Mit den Teilungen Polens fiel der Ort an das spätere Russische Reich und lag bis zum Ende des Ersten Weltkriegs im Gouvernement Wolhynien.

Nach dem Ersten Weltkrieg kam der Ort zu Polen (als Hauptort der Gmina Malin in die Woiwodschaft Wolhynien, Powiat Dubno), im Zweiten Weltkrieg wurde er zwischen 1939 und 1941 von der Sowjetunion besetzt. Nach dem Überfall auf die Sowjetunion im Juni 1941 wurde er dann bis 1944 von Deutschland besetzt, dieses gliederte den Ort in das Reichskommissariat Ukraine in den Generalbezirk Brest-Litowsk/Wolhynien-Podolien, Kreisgebiet Dubno ein. Am 13. Juli 1943 verübten deutsche Einheiten im Dorf ein Massaker. Genauere Gründe sind ungeklärt (nach einigen Quellen war das Dorf kurz zuvor durch Sowjetpartisanen besucht worden, welche dort eine prosowjetische „Versammlung“ veranstaltet haben sollen). Ebenso ist bis heute ungeklärt, ob es sich bei den nichtdeutschen Truppen, die am Massaker auf der deutschen Seite teilgenommen haben, um Ukrainer oder Polen handelte. Bewohner des Dorfes wurden in der Kirche oder im Schulgebäude eingeschlossen und lebendig verbrannt oder sie wurden erschossen. Die meisten Opfer waren Tschechen, aber es gab auch viele ukrainische und einige polnische Opfer.

Nach dem Krieg wurde der Ort der Sowjetunion zugeschlagen. Dort kam das Dorf zur Ukrainischen SSR und seit 1991 ist es ein Teil der unabhängigen Ukraine.

Im Ort gab es eine Kolonie tschechischsprachiger Einwohner, die den Ort Český Malín nannten. Sie wurden nach dem Zweiten Weltkrieg im tschechischen Ort Nový Malín angesiedelt.

Weblinks Eintrag zum Ort in der Enzyklopädie der Geschichte der Städte und Dörfer der Ukrainischen SSR (ukrainisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in der Oblast Riwne Kategorie:Rajon Dubno Kategorie:Ersterwähnung 1545