Kleinbissendorf ist ein Gemeindeteil des Marktes Hohenfels in Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Kleinbissendorf liegt in der Gemarkung Großbissendorf.

Geographische Lage Die Einöde liegt im oberpfälzischen Jura der Südlichen Frankenalb etwa 2,5 km östlich von Hohenfels und etwa 1,5 km südlich von Großbissendorf auf ca. . Sie ist umgeben von mehreren Erhebungen, die bis auf ansteigen.

Kleinbissendorf ist zu erreichen über die Kreisstraße NM 34. Circa 3,5 km südlich der Einöde verläuft die Bundesautobahn 3; die nächsten Anschlussstellen (AS) sind die AS 94 Parsberg und die AS 95 Beratzhausen.

Geschichte Im Salbuch der Herrschaft Hohenfels von 1494 ist die Ansiedelung, bestehend aus zwei Anwesen, als „Klainpissendorff“ aufgeführt.Wilhelm Volkert: Gerichtsverhältnisse im Pflegamt Hohenfels vom 15. bis zum 18. Jahrhundert. In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg 100 (1959), S. 156Jehle, S. 300 Um 1600 ist die Ansiedelung als „K[lein]pissendorf“ im Kartenwerk von Christoph Vogel verzeichnet.Günter Frank und Georg Paulus (Bearbeiter): Die pfalz-neuburgische Landesaufnahme unter Pfalzgraf Philipp Ludwig. Kollersried 2016, S. 488, 495 Gegen Ende des Alten Reiches, um 1800, bestand die Einöde nur noch aus einem Anwesen von der Größe eines Dreiviertelhofes, der im Pflegamt Hohenfels dem Kloster Pielenhofen gültbar war.Jehle, S. 490

Im Königreich Bayern wurde um 1810 der Steuerdistrikt Raitenbuch im Landgericht Parsberg (später Landkreis Parsberg) aus zwölf Orten gebildet, darunter die Einöde Kleinbissendorf.Jehle, S. 535 Mit dem zweiten bayerischen Gemeindeedikt von 1818 entstand die Ruralgemeinde Großbissendorf mit zehn Orten, darunter Kleinbissendorf.Jehle, S. 542 Diese Gemeinde mit zuletzt neun Orten wurde zum 1. Mai 1978 nach Hohenfels eingemeindet.

Die Kinder gingen im 19. Jahrhundert und bis weit in das 20. Jahrhundert ca. 2 km weit in die katholische Schule Großbissendorf, heute in die Grundschule von Hohenfels. Am 19. Februar 1933 brannte der Einödhof nieder und wurde wieder aufgebaut.Website der Freiwilligen Feuerwehr Raitenbuch

Gebäude- und Einwohnerzahl 1838: 9 „Seelen“, 4 HäuserJoseph Lipf (Bearbeiter): Matrikel des Bisthums Regensburg. Regensburg 1838. S. 294 1861: 15 Einwohner, 5 GebäudeJoseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 795 1871: 15 Einwohner, 5 Gebäude, an Großviehbestand 1873 2 Pferde und 15 Stück Rindvieh 1900: 12 Einwohner, 1 Wohngebäude 1925: 11 Einwohner, 1 Wohngebäude 1950: 15 Einwohner, 2 Wohngebäude 1970: 6 Einwohner 1987: 6 Einwohner, 1 Wohngebäude, 1 Wohnung

Heute sind bei insgesamt circa 13 Gebäuden zwei mit Hausnummern gekennzeichnet.

Kirchliche Verhältnisse Kleinbissendorf gehörte seit altersher (so um 1600 im Kartenwerk von Christoph Vogel) zur katholischen Pfarrei Hohenfels im Bistum Regensburg.Frank/Paulus, S. 502Lipf, S. 294

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Hohenfels, Oberpfalz) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Ersterwähnung 1494