Gunzenhof ist ein Gemeindeteil des Marktes Hohenfels im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Gunzenhof liegt in der Gemarkung Markstetten.

Geographische Lage Der Weiler liegt im oberpfälzischen Jura der Südlichen Frankenalb etwa 4,5 km südlich von Hohenfels auf ca. . Gunzenhof ist zu erreichen über eine nach Norden führende Abzweigung von der Kreisstraße NM 34 bzw. über eine Gemeindeverbindungsstraße, die von Hausraitenbuch in südliche Richtung führt. Circa 100 m nördlich verläuft die Bundesautobahn 3; die nächste Auffahrt ist die AS 95 Beratzhausen im Südosten.

Geschichte Gunzenhof ist erstmals 1290 urkundlich genannt, als der Regensburger Bischof Heinrich u. a. zwei dortige Höfe der Kunigunde von Schlüsselberg, Witwe des Konrad IV. von Hohenfels, auf Lebenszeit zur Nutznießung überließ.Jehle, S. 291 Im Salbuch der Herrschaft Hohenfels von 1400/10 ist „Gunzenhofen“ mit einem Hof zinspflichtig; im Salbuch von 1500 sind es bereits ein Hof (der Früßmeßhof, 1523 öd liegend) und 3 Güter.Jehle, S. 299 Um 1600 ist der Ort als „Guntzenhofen“ im Kartenwerk von Christoph Vogel verzeichnet.Günter Frank und Georg Paulus (Bearbeiter): Die pfalz-neuburgische Landesaufnahme unter Pfalzgraf Philipp Ludwig. Kollersried 2016, S. 379 Bei den vier Anwesen blieb es bis zum Ende des Alten Reiches um 1800.Jehle, S. 491

Im Königreich Bayern wurde um 1810 der Steuerdistrikt Raitenbuch im Landgericht Parsberg (später Landkreis Parsberg) aus zwölf Orten gebildet, darunter der Weiler Gunzenhof.Jehle, S. 535 Mit dem zweiten bayerischen Gemeindeedikt von 1818 entstand die Ruralgemeinde Markstetten mit zwölf Orten, darunter Gunzenhof.Jehle, S. 543 Diese Gemeinde mit zuletzt 15 Orten wurde zum 1. Mai 1978 nach Hohenfels eingemeindet. Am 1. Januar 1983 wurde Gunzenhof in den Markt Beratzhausen im Landkreis Regensburg umgegliedert; ein Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes vom 7. November 1984 erklärte jedoch die Umgliederung für nichtig.Bayern in Zahlen, Heft 7, Jahrgang 1985, S. 166 Seitdem ist Gunzenhof endgültig ein Gemeindeteil von Hohenfels.

Gebäude- und Einwohnerzahl 1830: 32 Einwohner, 5 HäuserKarl Friedrich Hohn: Der Regenkreis des Königreichs Bayern, geographisch und statistisch beschrieben, Stuttgart und Tübingen: Cotta, 1830, S. 164 1838: 29 „Seelen“, 5 HäuserJoseph Lipf (Bearbeiter): Matrikel des Bisthums Regensburg. Regensburg 1838. S. 295 1861: 31 Einwohner, 9 GebäudeJoseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 796 1871: 31 Einwohner, 12 Gebäude, an Großviehbestand 1873 4 Pferde, 33 Stück Rindvieh 1900: 35 Einwohner, 5 Wohngebäude 1925: 32 Einwohner, 4 Wohngebäude 1936: 28 EinwohnerMüllers Großes deutsches Ortsbuch. 6. Auflage, Wuppertal-Nächstebreck 1936, S. 362 1950: 33 Einwohner, 4 Wohngebäude 1970: 26 Einwohner 1987: 23 Einwohner, 4 Wohngebäude, 6 Wohnungen Heute sind bei insgesamt circa 30 Gebäuden sechs Wohngebäude mit Hausnummern gekennzeichnet.

Kirchliche Verhältnisse Gunzenhof gehörte seit altersher (so um 1600 im Kartenwerk von Christoph Vogel) zur katholischen Pfarrei Pfraundorf im Bistum Regensburg und in späterer Zeit zu deren Expositur Oberpfraundorf.Frank/Paulus, S. 399Lipf, S. 295 Dorthin gingen die Kinder im 19./20. Jahrhundert 2 km weit in die katholische Schule.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Hohenfels, Oberpfalz) Kategorie:Weiler im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Ersterwähnung 1290