Stetten ist ein Gemeindeteil des Marktes Hohenfels in Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Stetten liegt in der Gemarkung Raitenbuch.
Geographische Lage Das Dorf liegt im oberpfälzischen Jura der Südlichen Frankenalb etwa 2,5 km südwestlich von Hohenfels auf ca. . Stetten ist umgeben von drei Erhebungen, die bis ansteigen. Durch den Ort führt von Raitenbuch her die Kreisstraße NM 33, die nach Degerndorf führt. Circa 1,5 km südlich verläuft die Bundesautobahn 3; die nächsten Auffahrten sind die AS 94 Parsberg im Westen und die AS 95 Beratzhausen im Südosten.
Geschichte Stetten war im Mittelalter ein Ort in der 1331 begründeten Hofmark Raitenbuch.Wilhelm Volkert: Gerichtsverhältnisse im Pflegamt Hohenfels vom 15. bis zum 18. Jahrhundert. In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg 100 (1959), S. 161 Zum Amt Hohenfels selbst zinste in „Steten“ laut den Salbüchern von 1494/1500 und 1567 ein Gut; seit dem 16. Jahrhundert war die Hofmark Raitenbuch diesem Amt unterworfen. Jedoch ging durch Stetten die Grenze zwischen dem Amt Hohenfels und dem Amt Velburg.Volkert, S. 156Jehle, S. 301 Gegen Ende des Alten Reiches, um 1800, bestand das Dorf aus einem Halbhof und acht kleineren Anwesen.Jehle, S. 511
Im Königreich Bayern wurde um 1810 der Steuerdistrikt Raitenbuch im Landgericht Parsberg (später Landkreis Parsberg) aus zwölf Orten gebildet, darunter das Dorf Stetten.Jehle, S. 535 Mit dem zweiten bayerischen Gemeindeedikt von 1818 entstand daraus die Ruralgemeinde Raitenbuch mit nunmehr sieben Orten, darunter wiederum Stetten.Jehle, S. 544, 557 f. Diese Gemeinde wurde zum 1. Mai 1978 nach Hohenfels eingemeindet.
Gebäude- und Einwohnerzahl 1830: 40 Einwohner, 10 HäuserKarl Friedrich Hohn: Der Regenkreis des Königreichs Bayern, geographisch und statistisch beschrieben, Stuttgart und Tübingen: Cotta, 1830, S. 168 1838: 42 „Seelen“, 10 HäuserJoseph Lipf (Bearbeiter): Matrikel des Bisthums Regensburg. Regensburg 1838. S. 295 1861: 50 Einwohner, 18 GebäudeJoseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 797 1871: 43 Einwohner, 27 Gebäude, an Großviehbestand 1873 31 Stück Rindvieh 1900: 36 Einwohner, 11 Wohngebäude 1925: 47 Einwohner, 9 Wohngebäude 1950: 54 Einwohner, 10 Wohngebäude 1970: 51 Einwohner 1987: 49 Einwohner, 11 Wohngebäude, 11 Wohnungen
Kirchliche Verhältnisse mini|Dorfkapelle „Maria, Königin des Friedens“ Stetten gehörte im 19. Jahrhundert zur katholischen Pfarrei Hohenfels im Bistum Regensburg.Jehle, S. 288Lipf, S. 295 Die Kinder gingen im 19. und frühen 20. Jahrhundert dorthin (4 km weit), um 1925/1950 1 km weit nach Raitenbuch in die katholische Schule. Die Stettener Dorfkapelle ist Maria, Königin des Friedens, geweiht.
Sonstiges Im Bereich des Truppenübungsplatzes Hohenfels gibt es ca. 2,2 km südöstlich von Ransbach eine Wüstung Stetten mit untertägigen mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Befunden als Bodendenkmäler.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Hohenfels, Oberpfalz) Kategorie:Ort im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Ersterwähnung 1494