Sabine Lutzenberger ist eine deutsche Mezzosopranistin aus Augsburg. Ihr Repertoire umfasst den Gesang des Mittelalters bis zum Barock (9. bis 14. Jahrhundert). Zudem interpretiert sie auch zeitgenössische Musik. Sie ist eine der Pionierinnen des mittelalterlichen Gesangs im deutschsprachigen Kulturraum.

Leben und Werk Sabine Lutzenberger studierte an der Züricher Hochschule für Musik und erwarb sich 1990 dort ihr Blockflötendiplom. Anschließend studierte sie an der Schola Cantorum Basiliensis Mittelalter- und Barockgesang.

Sie war langjähriges Mitglied im Ensemble für frühe Musik Augsburg und arbeitete unter anderem mit Pedro Memelsdorff vom italienischen Ensemble Mala Punica und Paul van Nevel vom belgischen Huelgas Ensemble zusammen. Lutzenberger tritt bei europäischen Festivals der Alten Musik als Solistin, Ensemblesängerin und mit ihren gegründeten Ensembles PER-SONAT und arspoetica auf. Für die Einspielung Carmina Burana: Tempus transit (2004) erhielt Sabine Lutzenberger als Mitinterpretin den Diapason d’or.

Kontrastierend dazu ist ihr weiterer Schwerpunkt der Avantgarde-Gesang. Als Interpretin zeitgenössischer Musik hatte sie 2008 unter anderem Auftritte mit dem Klangforum Wien beim Kunstfest Weimar, im Wiener Konzerthaus und bei der Biennale in Venedig. Unter dem Dirigenten Peter Rundel gab Lutzenberger 2010 in Porto Konzerte mit Werken von Anton Webern.

Zudem bildet sie seit 2001 zusammen mit Ernst Horn das Projekt Helium Vola. Das Duo wird oft von weiteren Musikern und Sängern unterstützt. Musikalisch verbindet Helium Vola vor allem mittelalterliche Texte mit elektronischer Musik sowie Instrumenten und Gesangsweisen der Alten Musik. Seit der Gründung wurden vier Alben veröffentlicht.

Ab 2021 ist sie die künstlerische Leitung der Greifenberger Werkstattkonzerte.

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Einzelnachweise

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