Lipprechterode ist eine Gemeinde im Landkreis Nordhausen in Thüringen. Erfüllende Gemeinde für Lipprechterode ist die Stadt Bleicherode.
Geografie Die Gemeinde liegt am Nordhang der Bleicheröder Berge. Die Bode fließt durch den Ort.
Geschichte Der Ort wurde erstmals am 16. April 1120 urkundlich erwähnt.Wolfgang Kahl: Ersterwähnungen Thüringer Städte und Dörfer bis 1300. 1. Auflage. Landeszentrale für Politische Bildung Thüringen, Erfurt 1996, ISBN 3-931426-09-2, S. 45.
Auf dem kleinen Bergsporn im Nordosten des Dorfes stand früher eine in Vor- und Hauptburg unterteilte Befestigungsanlage. Sie hatte wohl eine Schutzfunktion für die im Bodetal verlaufende Heeresstraße. Reste zeugen nicht mehr von dieser Veste, aber der Kirchhof steht als Nachfolger auf diesem Platz.Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. 1. Auflage. Jenzig-Verlag, Jena 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 174 f.
1317 bekam das Kloster Bursfelde hier von den Grafen von Beichlingen einen Hof, der wirtschaftlich später dem Hannoverschen Klosterfonds zugeordnet wurde.Burchard Christian von Spilcker: Beiträge zur älteren deutschen Geschichte. 1833, S. 318 (books.google.de).Johann Heinrich Wilhelm Lehzen: Hannover’s Staatshaushalt: Zweiter Theil Die Ausgaben. 1854, S. 254 (books.google.de).
Politik
Gemeinderat Nach der Kommunalwahl 2024 gehören dem Gemeinderat fünf Vertreter des Wählerbündnisses Sport-/Carnevalverein angehören und einer des Wählerbündnisses Feuerwehr/Chor.
Bürgermeister Seit 2016 ist der parteilose Jörg Kirchner Bürgermeister von Lipprechterode. 2016 setzte er sich gegen die ebenfalls parteilose Hannelore Mann mit 63,6 Prozent der Stimmen durch. 2022 trat er ohne Gegenkandidaten an und wurde einstimmig im Amt bestätigt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten Vereine Zu den Vereinen gehören:
SV Blau Weiss 90 Lipprechterode Lipprechteröder Carneval Club Förderverein Freiwillige Feuerwehr Lipprechterode e. V.
mini|St. Johannes Bauwerke Die evangelische Kirche St. Johannes ist eine aus Bruchsteinen bestehende einfache Saalkirche mit eingezogenem, gerade geschlossenem Chor ohne Turm. Bereits 1119 wurde eine romanische Kapelle erwähnt. Erweiterungen bis zur gegenwärtigen Form erfolgten 1617 und 1718. Im Rahmen einer Renovierung im Jahr 1980 wurde das Innere völlig neu gestaltet.Georg Dehio, bearbeitet von Stephanie Eißing u. a.: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Thüringen. 2. Auflage. Deutscher Kunstverlag, München 2003, ISBN 3-422-03095-6, S. 772.
Persönlichkeiten Walter Kiel (* 1907 in Lipprechterode; † 1986 in Burgas/Bulgarien), Agrarwissenschaftler
Literatur
Weblinks
Website der Stadt Bleicherode
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Nordhausen Kategorie:Ersterwähnung 1120