Martin Friedrich von Hattorfo. V.: Hattorf, Martin Friedrich von in der Datenbank Niedersächsische Personen der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek in der Version vom 3. Februar 2009, zuletzt abgerufen am 15. Juni 2020 (auch: Friedrich Martin von Hattorf;Hector Wilhelm Heinrich Mithoff: Schoningen, in ders.: Kunstdenkmale und Alterthümer im Hannoverschen, Bd. 2: Fürstenthümer Göttingen und Grubenhagen nebst dem hannoverschen Theile des Harzes und der Grafschaft Hohnstein, Hannover: Helwing’sche Hofbuchhandlung, 1873, S. 188f.; hier: S. 189; Digitalisat über Google-Bücher * 25. Februar 1681 in Osterode am Harz; † 9. Mai 1740 in Uslar) war ein Oberfaktor, Hütteninspektor und Oberamtmann.

Leben Martin Friedrich Hattorf war Mitglied der 1733 in den Adelsstand erhoben Familie von Hattorf. Er war der Sohn des Pfarrers der Kirchengemeinde von St. Marien und Konsistorialrats in Osterode Magister Justus Heinrich Hattorf (* 1638; † 25. September 1691 in Osterode) und der am 11. Oktober 1670 geheirateten Anna Leve Hoffmeister (* 1650; † nach 1691). Seine beiden Brüder waren der Kanzleisekretär, Hof- und Kanzleirat sowie Erbherr auf Uslar, Verliehausen und Relliehausen Melchior Heinrich Hattorf (ab 1733: von Hattorf; * 23. Dezember 1673 in Osterode; † 31. Dezember 1738 in Hannover) und der Hütteninspektor auf dem Harz Johann Philipp von Hattorf (* 1676; † 1741; heiratete 1710 „Anna Mgte Tülfs“).Joachim Lampe: Aristokratie, Hofadel und Staatspatriziat in Kurhannover. Die Lebenskreise der höheren Beamten an den kurhannoverschen Zentral- und Hofbehörden 1714–1760 ( = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen, Band 24) (= Untersuchungen zur Ständegeschichte Niedersachsens, Heft 2), Band 1: Darstellung, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 1963, S. 250;

Martin Friedrich von Hattorf studierte ab 1703 an der Universität Halle. Nach seinem Studium wirkte er als Oberfaktor, Hütteninspektor und Oberamtmann in Uslar. 1733 wurde auch er in den Adelsstand erhoben.

Er war Besitzer des hessischen Schlosses Oberurff am Hunsrück.

Von Hattorf war Patron der Kirche in Schoningen, in sich auch das Erbbegräbnis der Familie findet: Bereits 1736 war unter dem Patronat von Philipp von Hattorf der Grundstein für den heutigen barocken Kirchenbau der dortigen St.-Vitus-Kirche gelegt worden. Eine der beiden Marmorplatten seitlich des AltarsMarion Mai: Kirche Schoningen, geschichtlicher Abriss mit Kurzbeschreibung der Architektur und der Ausstattung des Sakralgebäudes auf der Seite ev-kamsolling.de [ohne Datum], zuletzt abgerufen am 15. Juni 2020 ist ein „Gedenkstein“ für den 1740 verstorbenen Kirchenpatron mit der folgenden Inschrift:

Von Hattorf heiratete Juliane von Crauel (* 1700; † 23. Mai 1750). Deren Sohn Christian Friedrich von Hattorf (* 1722; † 23. Juni 1758) war hessischer Hauptmann und Erbe von Oberurff. Dieser war mit einer N.N. Hellenkamp verheiratet, die aber vor ihm starb, Nachkommen sind nicht bekannt.

Literatur Genealogie. Deutsche Zeitschrift für Familienkunde. Insingen: Degener. Jg. 55, Bd. 28 (2006), S. 275 Sollinger Heimatblätter. 2007, Heft 2, S. 22 Gothaisches genealogisches Taschenbuch der briefadeligen Häuser, 1912, S.370

Einzelnachweise

Kategorie:Adliger Kategorie:Kaufmann Kategorie:Person (Bergbau) Kategorie:Person (Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg) Kategorie:Beamter (deutsche Geschichte) Kategorie:Unternehmer (Hannover) Kategorie:Unternehmer (18. Jahrhundert) Kategorie:Person (Uslar) Kategorie:Person des Christentums (Niedersachsen) Kategorie:Person (Schwalm-Eder-Kreis) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1681 Kategorie:Gestorben 1740 Kategorie:Mann