mini|Norbert W. Mitzel (2017) Norbert Mitzel (* 14. Juli 1966 in Augsburg) ist ein deutscher Chemiker und Professor für Anorganische Chemie und Strukturchemie.

Leben Norbert Werner Mitzel studierte von 1985 bis 1991 Chemie an der Technischen Universität München und legte 1991 sein Diplomexamen ab. 1993 promovierte er bei Hubert SchmidbaurN. W. Mitzel: Professor Hubert Schmidbaur zum 70. Geburtstag. In: Zeitschrift für Naturforschung B. 59, 2004, S. 1181–1184 (Lebenslauf im Widmungsband zum 70. Geburtstag). über „Flüchtige Silylamine, -hydrazine und -hydroxylamine“. Er arbeitete zwei Jahre lang mit David W. H. Rankin an der University of Edinburgh. Seine Habilitation schloss er 2000 in München an der Technischen Universität München ab. Er erhielt im Jahr 2001 einen Ruf an die Technische Universität Berlin, folgte aber 2002 einem Ruf an die Westfälische Wilhelms-Universität Münster und 2007 einem Ruf an die Universität Bielefeld auf einen Lehrstuhl für Anorganische Chemie und Strukturchemie.

Werk Mitzel ist Autor von ca. 400 wissenschaftlichen Artikeln. Er ist ein präparativer anorganischer Chemiker, vorwiegend tätig auf dem Gebiet der Hauptgruppenchemie und beschäftigte sich unter anderem mit der präparativen Chemie des Elements Silicium (flüchtige Hydridosilane, Silicium als Lewis-Säure, hyperkoordinierte Verbindungen), des Elements Stickstoff (Hydrazine und Hydroxylamine), dem Element Phosphor (Ylide, Phosphorane), den Elementen Aluminium, Gallium und Indium (Lewis-Säure-Chemie), den frühen Übergangsmetallen und den Lanthanoiden.

Mitzel ist auch Strukturchemiker. Hier widmet er sich besonders der Strukturaufklärung kleiner Moleküle in verschiedenen Phasen. Er betreibt eines der wenigen Laboratorien weltweit, in denen Gasphasenstrukturen mittels Gas-Elektronenbeugung aufgeklärt werden. Festkörperstrukturen von bei Raumtemperatur flüssigen oder gasförmigen Substanzen werden mittels in-situ-Kristallisation und Kristallstrukturanalyse untersucht, Strukturen in Lösung mittels verschiedener Methoden der NMR-Spektroskopie.

Auszeichnungen Marie Curie Fellowship der Europäischen Union (1994) Bayerischer Habilitationsförderpreis 1996 des Bayerischen Ministers für Kultur, Wissenschaft und Kunst ADUC-Jahrespreis 1999 für Habilitanden (der Arbeitsgemeinschaft deutscher Universitätsprofessoren) Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (2001) Egon-Wiberg-Vorlesung, Ludwig-Maximilians Universität München (2018)

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Einzelnachweise

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