Roger Hawkins (* 16. Oktober 1945 in Mishawaka, Indiana; † 20. Mai 2021 in Sheffield, Alabama) war ein US-amerikanischer Schlagzeuger.

Karriere Hawkins begann seine Karriere mit kleinen Auftritten in Clubs in Alabama und Tennessee.Drummerworld (englisch) Schließlich erhielt er eine feste Anstellung als Studiomusiker in den FAME Studios, wo er unter anderem am Schlagzeug auf Aufnahmen von Wilson Pickett, Aretha Franklin und Etta James zu hören war, darunter den Nummer-eins-Hits When a Man Loves a Woman und Respect. Zusammen mit dem Gitarristen Jimmy Johnson, dem Bassisten David Hood und dem Keyboarder Barry Beckett bildete er die Muscle Shoals Rhythm Section. 1969 verließen die vier gemeinsam die FAME Studios und gründeten mit dem Muscle Shoals Sound Studio ihr eigenes Tonstudio, in dem in der Folge zahlreiche bekannte Künstler ihre Aufnahmen machten. Nachdem das Studio in den frühen 1990er Jahren verkauft worden war, arbeitete Hawkins dort unter den neuen Eigentümern weiter.

Hawkins spielte auf über zwanzig Top-40-Hits der Billboard Hot 100 und wirkte an Alben von Künstlern wie Bob Seger, Paul Simon, Rod Stewart, Cat Stevens, Joe Cocker und Eric Clapton mit. Im Bereich des Jazz/R&B war er laut Tom Lord zwischen 1967 und 1990 an Aufnahmesessions mit Arthur Conley, Charlie Chalmers, Etta James, Arif Mardin, Herbie Mann, King Curtis, Laura Nyro und Dee Dee Bridgewater beteiligt.Tom Lord: The Jazz Discography. (online) Abgerufen am 15. Juni 2020. Der Rolling Stone führt Hawkins in seiner 2016 veröffentlichten Liste der 100 größten Schlagzeuger aller Zeiten auf Platz 31. Der Rhythm-and-Blues-Produzent Jerry Wexler nannte Hawkins den „großartigsten Schlagzeuger der Welt“.100 Greatest Drummers of All Time (englisch) Hawkins litt unter COPD und starb am 20. Mai 2021 im Alter von 75 Jahren.

Diskografie (Auszug) 1966: The Exciting Wilson Pickett – Wilson Pickett 1967: Aretha Arrives – Aretha Franklin 1968: Tell Mama – Etta James 1969: 3614 Jackson Highway – Cher 1969: Proud Mary – Solomon Burke 1971: Linda Ronstadt – Linda Ronstadt 1971: Lovejoy – Albert King 1972: Smokin’ O.P.’s – Bob Seger 1973: On the Road – Traffic 1973: There Goes Rhymin’ Simon – Paul Simon 1975: Atlantic Crossing – Rod Stewart 1975: Breakaway – Art Garfunkel 1976: Sailin’ – Kim Carnes 1977: Izitso – Cat Stevens 1978: Luxury You Can Afford – Joe Cocker 1979: Honest Lullaby – Joan Baez 1982: No Fun Aloud – Glenn Frey 1983: Money and Cigarettes – Eric Clapton

Weblinks

Peter B. Olson: Roger Hawkins. In: Encyclopedia of Alabama, 20. Mai 2020, zuletzt aktualisiert am 30. Mai 2024.

Einzelnachweise

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