mini|Die Ortskapelle von Hitzendorf

Hitzendorf ist ein Gemeindeteil des Marktes Hohenfels in Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Hitzendorf liegt in der Gemarkung Raitenbuch.

Geographische Lage Das Dorf liegt im oberpfälzischen Jura der Südlichen Frankenalb etwa 4 km südwestlich von Hohenfels auf ca. . Der Ort liegt 200 m nordwestlich der Kreuzung der Kreisstraße NM 33 mit einer Gemeindeverbindungsstraße, die von der Kreisstraße NM 32 abzweigt und zur Staatsstraße 2234 führt. Über diese erreicht man die Anschlussstelle AS 94 der Bundesautobahn 3.

Geschichte Hitzendorf gehörte im 13. oder 14. Jahrhundert zur Ausstattung des Klosters Pielenhofen.Jehle, S. 66 Die erste Erwähnung von „Hitzendorff“ liegt mit dem Zinsbuch von 1400/10 der Herrschaft Hohenfels vor.Jehle, S. 299 Nach dem Hohenfelser Salbuch von 1494 waren dort 17 Anwesen zinspflichtig.Wilhelm Volkert: Gerichtsverhältnisse im Pflegamt Hohenfels vom 15. bis zum 18. Jahrhundert. In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg 100 (1959), S. 155 f. 1567 sind folgende Anwesen als zinspflichtig aufgelistet: die Tafern mit Gütl, 5 Höfe, 7 Güter und das Hirtenhaus.Jehle, S. 299 Gegen Ende des Alten Reiches, um 1800, bestand Hitzendorf, unter der hohen Gerichtsbarkeit des oberpfälzischen Amtes Hohenfels stehend, aus drei Halbhöfen, einem zum Amt lehenbaren, aber dem Kloster Pielenhofen gültbaren Dreiachtelhof, drei Viertelhöfen, zehn kleineren Anwesen und dem Gemeindehirtenhaus.Jehle, S. 490

Im Königreich Bayern wurde um 1810 der Steuerdistrikt Raitenbuch im Landgericht Parsberg (später Landkreis Parsberg) aus zwölf Orten gebildet, darunter das Dorf Hitzendorf.Jehle, S. 535 Mit dem zweiten bayerischen Gemeindeedikt von 1818 entstand daraus die gleichnamige Ruralgemeinde mit nunmehr sieben Orten (im 20. Jahrhundert elf Orte), darunter wiederum Hitzendorf.Jehle, S. 544, 558 f. Diese Gemeinde wurde zum 1. Mai 1978 nach Hohenfels eingemeindet. Seitdem ist Hitzendorf ein Gemeindeteil von Hohenfels.

Gebäude- und Einwohnerzahl 1830: 79 Einwohner, 13 HäuserKarl Friedrich Hohn: Der Regenkreis des Königreichs Bayern, geographisch und statistisch beschrieben, Stuttgart und Tübingen: Cotta, 1830, S. 165 1838: 89 „Seelen“, 15 HäuserJoseph Lipf (Bearbeiter): Matrikel des Bisthums Regensburg. Regensburg 1838. S. 294 1861: 80 Einwohner, 32 GebäudeJoseph Heyberger: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon, München 1867, Sp. 797 1871: 68 Einwohner, 43 Gebäude, an Großviehbestand 1873 6 Pferde und 67 Stück Rindvieh 1900: 85 Einwohner, 19 Wohngebäude 1925: 110 Einwohner, 18 Wohngebäude 1950: 85 Einwohner, 14 Wohngebäude 1970: 72 Einwohner 1987: 62 Einwohner, 15 Wohngebäude, 19 Wohnungen Heute sind 22 Wohnhäuser mit Hausnummern gekennzeichnet.

Die Kinder gingen um im 19. und im frühen 20. Jahrhundert 4 km weit in die katholische Schule von Großbissendorf, um 1925/1950 2,5 km weit in die katholische Schule von Raitenbuch.

Kirchliche Verhältnisse Das Kirchdorf gehört seit altersher (so 1600 in dem Kartenwerk von Christoph Vogel)Günter Frank und Georg Paulus (Bearbeiter): Die pfalz-neuburgische Landesaufnahme unter Pfalzgraf Philipp Ludwig. Kollersried 2016, S. 503 zur 5,5 km entfernten katholischen Pfarrei Hohenfels. – In der Dorfmitte steht die Kapelle „Maria von der immerwährenden Hilfe“ mit Giebelglockentürmchen, die 1854/55 von der Ortsgemeinde errichtet wurde. Sie gilt als Denkmal.Johann Spangler: Kapellen und Filialkirchen in den Gemeindebereichen Lupburg – Parsberg – Hohenfels und Umgebung, o. O. 2017, S. 69 f.Sixtus Lampl und Otto Braasch: Denkmäler in Bayern, Band III: Oberpfalz. Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Geländedenkmäler, München: R. Oldenbourg Verlag, 1986, S. 148

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Hohenfels, Oberpfalz) Kategorie:Ort im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Kategorie:Ersterwähnung 1400